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Mijia 360 Home: 360-Grad-IP-Kamera von Xiaomi im Test

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Preislich ist die Mijia 360 Home eine der attraktivsten Full-HD-IP-Kameras, man bekommt das Gadget schon für knapp 60 Euro. In unserem Test gefiel uns die Kamera, die aufgezeichnete Videos auf microSDXC-Karte abspeichert und um 360 Grad schwenkbar ist, prinzipiell in Sachen Funktionsweise und Bildqualität auch gut – die Sache hat allerdings einen größeren Haken. Welcher das ist, und ob sich ein Kauf eventuell trotzdem lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Xiaomis Mijia 360 Home hat mit ihrem rundlichen Design und der einem großen Auge ähnelnden Kameraeinheit etwas von einem kleinen knuddeligen Roboter. Wenn der motorbetriebene schwenkbare Kopf des Gadgets sich bewegt, wird dieser Eindruck noch verstärkt. Das Gehäuse der WLAN-Kamera besteht aus hochglänzendem weißen Kunststoff, die Abmessungen betragen 118 × 80 × 80 Millimeter bei einem Gewicht von 250 Gramm.

Auf der Rückseite finden sich neben einem microUSB-Anschluss für das Netzteil ein microSDXC-Karten-Slot und ein Resetbutton. Vorn, unterhalb der Kameraeinheit, sitzt eine Status-LED und ein Button, um mit der Kamera per Sprache kommunizieren zu können. Links und rechts am Kopf der IP-Cam befinden sich Lautsprecher, am unteren Rand sind Mikrofone untergebracht. Auf der Unterseite ist ein Ring aus rutschfestem Gummi angebracht.

Die Mijia 360 Home nimmt mit ihrer Kamera mit f/1.8-Blende Videos mit maximal 1080p auf. 10 Infrarot-LEDs sorgen für ein klares Bild auch bei Nacht, für das aufgezeichnete Material gibt es einen microSDXC-Karten-Slot. Neben Lautsprecher hat die WLAN-Kamera auch ein Mikrofon verbaut. Mit dem WLAN verbindet sich die Mijia 360 nach 802.11 b, g und n.

Mit dem heimischen WLAN verbunden hat der Nutzer per App für Android- und iOS-Zugriff auf das aktuelle Livebild. Die Mijia 360 Home verfügt über eine Bewegungserkennung und speichert Videos des Geschehens auf einer eingelegten microSDXC-Karte ab. Der Nutzer hat außerdem jederzeit die Möglichkeit Bilder und Videos manuell aufzunehmen, diese landen dann direkt auf dem Smartphone. Die Kamera ist horizontal und vertikal schwenkbar und deckt so das Sichtfeld eines kompletten Raumes ab. Dank Zwei-Wege-Audio ist die Mijia 360 Home auch als Gegensprecheinrichtung nutzbar.

Wie bei den meisten IP-Kameras zeigt sich die zugehörige App (Mi Home) neben der eigentlichen Bedienung auch für die Ersteinrichtung verantwortlich. Dies klappte im Test schnell und ohne Probleme, allerdings lief ab diesem Zeitpunkt nichts mehr problemlos. Zwar ist die Mi-Home-App mittlerweile zumindest zum großen Teil englisch übersetzt, zumindest wenn der Nutzer in den Einstellungen diese Sprache auswählt. Der zur Mijia 360 Home gehörende Teil des Programms ist in den meisten Bereichen allerdings nur in chinesischer Sprache verfügbar.

Der Hauptbildschirm zeigt sich übersichtlich genug, dass die Steuerung der Kamera und das Anfertigen und Bildern und Fotos problemlos von der Hand geht. Nach ein wenig herumspielen findet sich auch recht schnell der Zugriff auf die von der Kamera aufgenommenen Videos – die Bewegungserkennung ist nämlich von Werk aus eingeschaltet. Das ist auch gut so, denn in den Einstellungen lässt sich dies nur aktivieren, wenn der Nutzer der chinesischen Sprache mächtig ist. Dies betrifft auch alle weiteren tiefer gehenden Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise die zeitgesteuerte Alarmfunktion: sie ist selbst mit ausprobieren und herumrätseln kaum nutzbar.

Die Latenzzeit des Livebildes war im Test teils kaum wahrnehmbar, die allgemeine Performance sehr gut. Wahrscheinlich lässt sich die Qualität für eine möglichst reibungslose Darstellung zusätzlich manuell herunterstellen, auch hier gilt jedoch: Man müsste dazu schon der chinesischen Sprache mächtig sein. Die Bildqualität vom Stream, geschossenen Bildern und aufgezeichneten Videos ist mit den voreingestellten Qualitätsoptionen zufriedenstellend.

Bild: Techstage Manuell angefertigte Bilder und Videos landen in 720p-Auflösung direkt auf dem Smartphone.

Die Wertung fiel uns beim Test der Mijia 360 Home nicht leicht. Eigentlich kann man es einer nur für den chinesischen Markt bestimmten Kamera nicht ankreiden, dass diese mit App in chinesischer Sprache daherkommt. Allerdings bekommt man die WLAN-Kamera von Xiaomi nicht nur über diverse China-Shops in Deutschland, sie kann auch problemlos bei Amazon bestellt werden – jeweils allerdings ohne Hinweis darauf, dass die Bedienung etwas schwierig sein könnte. Wir haben unser Exemplar der Xiaomi Mijia 360 Home von GearBest erhalten.

Und so haben wir uns entschieden so zu urteilen, wie es auch sonst der Fall ist. Somit gibt es für die Mijia 360 Home bei uns nur vier Sterne, da die Kamera – soweit wir es austesten konnten – zwar einen guten Job macht, der Nutzer allerdings damit leben muss keine tiefergehenden Einstellungen vornehmen zu können, oder halt einen Chinesisch-Kurs belegen muss.

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