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Medion Akoya E3215: günstiges Convertible im Test

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Mit seinem Preis unterhalb der 400-Euro-Grenze ist das Akoya E3215 eines der günstigsten Windows-Convertibles auf dem Markt. TechStage hat den Praxistest gemacht.

Auf den ersten Blick wirkt das Akoya E3215 mit seiner silbernen Kunststoff-Oberseite nicht besonders hochwertig. Etwas anders sieht es allerdings aufgeklappt aus: Der matte schwarze Kunststoff der Tastatur und der Innenseite macht schon etwas mehr her. An der Verarbeitungsqualität des Convertibles mit den Abmessungen 315 × 19,9 × 215 mm und einem Gewicht von knapp 1,5 kg können wir keine Schwachstellen finden. Auch das Scharnier, das ein Umklappen des Touchscreens um 360 Grad erlaubt, wirkt stabil und hält den Bildschirm auf den ersten Blick fest in der gewünschten Position.

Bild: Techstage Während Außen nicht besonders wertig erscheinender silberner Kunststoff zum Einsatz kommt, macht der Innenbereich mit seinem matten schwarzen Kunststoff schon einen anderen Eindruck.

Auf der rechten Seite des Gerätes finden sich der Einschalter, ein MicroSD-Kartenslot, ein USB-2.0-Anschluss und ein Kopfhörereingang sowie -ausgang. Links sind der Anschluss für das Netzteil, ein USB-3.1-Anschluss, ein vollwertiger HDMI-Ausgang und ein USB-Type-C-Stecker. Neben vier rutschfesten Gummistreifen in den Ecken, befinden sich auf der Unterseite am vorderen Rand links und rechts die Lautsprecher des Convertibles.

Innerhalb des Touchpads hat der Hersteller im linken oberen Eck einen Fingerabdrucksensor untergebracht, die Front-Kamera wurde unter dem Display platziert. Während die Ränder links, rechts und oben recht schmal sind, ist der Rand unterhalb des Bildschirms recht groß. In unseren Augen stört er dadurch ein klein wenig das optische Gesamtbild. Aber das ist wohl Ansichtssache, im wahrsten Sinne des Wortes.

Als Antrieb kommt beim Akoya E3215 ein Intel-Pentium-N4200-Prozessor in Verbindung mit 4 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Die vier Kerne der CPU takten mit maximal 2,5 GHz. Der interne Speicher ist nur 64 GByte groß. Im Bereich der Konnektivität bietet das Convertible Bluetooth 4.1 und WLAN nach 802.11 abgn und ac. An Anschlüssen gibt es zweimal USB-Type-A (einmal 3.1 und einmal 2.0) und einmal USB-Type-C.

Bild: Techstage

Als Betriebssystem kommt Windows 10 Home zum Einsatz. An vorinstallierter Software vom Hersteller gibt es eine 30-Tage-Testversion von Mcafee Livesafe, eine Art App-Store mit Empfehlungen (Life App Explorer), die Abspielsoftware Powerdvd von Cyberlink in der kostenlosen Version und die Bildbearbeitungssoftware Photodirector, ebenfalls in der kostenlosen Version.

Das Full-HD-auflösende Display misst 13,3 Zoll in der Diagonalen. Die Blickwinkelstabilität des Panels ist gut. Farben werden realistisch abgebildet und auch der hohe Kontrast hat uns gefallen. Die maximale Helligkeit genügt auch für den Einsatz unterwegs, allerdings spiegelt der Bildschirm bei direkter Lichteinstrahlung nicht unwesentlich. Im Einsatz als Tablet reagiert das Akoya E3215 gut und präzise auf Touch-Eingaben des Nutzers.

Bild: Techstage Über das Display kann beim Preis des Gerätes nicht meckern, im Gegenteil.

Negativ fällt uns beim Bildschirm nur eine Sache auf: weit nach hinten geneigt kann er seine Position nicht mehr halten und kippt komplett um. Im Notebook-Modus fällt dies eigentlich nicht ins Gewicht, da es nicht nötig ist, den Bildschirm so extrem zu neigen. Im Stand-Modus mit komplett nach unten umgeklappter Tastatur – und als Tablet beispielsweise auf dem Schoß liegend genutzt – kann ein spitzer beziehungsweise kleiner Winkel durchaus Sinn machen. Und bei genau diesem Szenario passierte es uns öfter, dass der Bildschirm komplett nach hinten wegkippte.

Stand- und Notebook-Modus
Stand- und Notebook-Modus

Zur unter dem Display sitzenden Frontkamera verrät Medion selbst keinerlei Details, wie beispielsweise etwa die Auflösung. Ein selbst geschossenes Bild zeigt eine Darstellung von 0,9 Megapixel. Daraus schließen wir im voraus, dass die Qualität wahrscheinlich unterirdisch sein dürfte. Wie man sich täuschen kann: Für einen günstigen Laptop ist diese genau genommen richtig gut, wobei man Handy-Kamera-Qualität natürlich nicht erwarten darf. Aber selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch Skypen zu können, und dabei vom Gegenüber dabei noch klar gesehen zu werden, ist kein Problem. Und das ist in dieser Preisklasse bei Notebooks und Convertibles keineswegs die Regel.

Bild: Techstage Sowohl Tastatur als auch Touchpad haben uns im Test gut gefallen.

Die Chiclet-Tastatur des Akoya E3215 hat Tasten mit recht dünner Bauhöhe und einem kurzen Hub. Das empfanden wir anfangs etwas ungewohnt, hat man sich darauf eingestellt schreibt es sich mit dem Keyboard jedoch gut. Wie üblich finden sich einige Sonderfunktionen auf diversen Tasten (beispielsweise für Helligkeit, Lautstärke, Schlafmodus), die in Verbindung mit einer Funktionstaste (Fn) gesteuert werden. In Verbindung mit dieser Taste steht dem Nutzer auch ein eigener Ziffernblock zur Verfügung, der im rechten Bereich des Keyboards auf vier Tastenreihen aufgedruckt ist.

Herausragend für ein Gerät dieser Preisklasse empfinden wir das Touchpad: Es reagiert präzise auf Eingaben, präziser als bei manch deutlich teurerem Laptop der Fall. Natürlich unterstützt es auch die üblichen Mehrfinger-Gesten zur Steuerung von Windows und zum Zoomen innerhalb Bilder und Websites.

Mit identischem Prozessor und gleich großem Arbeitsspeicher wie das kürzlich von uns getestete Trekstor Primebook (Testbericht), liefert das Akoya E3215 eine ebenso gute Office-Laptop-Performance ab. Bei Standard-Aufgaben wie Schreiben von Texten, Surfen, Musik hören, Videos schauen und Co. läuft das System flüssig und ohne Hänger oder längere Denkpausen. Zum Zocken von grafisch anspruchsvolleren Spielen eignet sich das Akoya E3215 nicht: die integrierte Grafikkarte (Intel HD Graphics 505) bietet dazu nicht genügend Performance. Das kann man bei einem Preis unter 400 Euro allerdings auch nicht erwarten.

Bild: Techstage Durch das um 360 Grad drehbare Display ergeben sich mehrere Nutzungs-Szenarien.

Zur Kapazität des Akkus macht Medion nur wenig Angaben. Der Hersteller verrät nur, dass es sich um einen 2-Zellen-Akku handelt, und verspricht Laufzeiten von bis zu sechs Stunden. Wir kamen im Test allerdings teilweise sogar auf knapp sieben Stunden. Die auf der Unterseite angebrachten Lautsprecher kommen mit Dolby-Audio-Technologie und klingen ordentlich für ein Gerät in dieser Preisklasse. Den Laptop auf dem Schoß liegend kann es allerdings vorkommen, dass sie verdeckt werden. Brauchbar zeigt sich im Test das installierte Dolby-Audio-Programm, das einen 20-Band-Equalizer bietet, der sich akustisch brauchbar ins Klangbild einmischt.

Wer auf der Suche nach einem möglichst günstigen Windows-Convertible ist, der macht mit dem Akoya E3215 nichts falsch – im Gegenteil. Der größte Kritikpunkt am Akoya E3215 ist der recht kleine interne Speicher. In Relation zum Preis und der Tatsache, dass das Gerät einen MicroSD-Kartenslot hat, erscheint uns dieser Kritikpunkt letztendlich gar nicht so groß. Denn davon abgesehen gefällt uns der Akoya E3215 in den Bereichen Display, Akkulaufzeit, Performance, Tastatur und Touchpad gut und bietet somit ein top Preis-Leistungs-Verhältnis.

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