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Mechanische Tastatur Aukey KM-G6 im Test: günstig und laut

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Mechanische Tastaturen müssen nicht teuer sein. Die Aukey KM-G6 kostet weniger als 50 Euro, liefert RGB-Beleuchtung und Cherry-kompatible Tasten.

Die Tastatur kommt in einer simplen Packung, als Beilage gibt es lediglich ein Werkzeug zum Entfernen der Tasten sowie ein Handbuch. Eine Handballenauflage oder ähnliches ist nicht dabei. Die Tastatur wiegt 1,2 kg. Sie ist angenehm schwer, so dass sie nicht am Tisch verrutscht. Die Tasten sowie das Gehäuse bestehen aus Plastik, machen aber einen guten und soliden Eindruck.

Aukey verwendet Cherry-MX-kompatible Schalter.

Aukey verwendet für die KM-G6 Schalter namens Gaote Outemu Blue. Wem das wenig sagt, kein Wunder: Es handelt sich um Nachbauten der Cherry MX Blue. Die Schalter lösen mit einem hörbaren Klick aus, sind aber im Alltag durchaus angenehm. Der Vorteil dieser Klone: Sie sind zu den weit verbreiteten Cherry Keycaps kompatibel. So konnten wir ohne Probleme Tasten der Corsair K95 RGB Platinum (Testbericht) auf dem Aukey KM-G6 verbauen.

Jeder Schalter bringt eine eigene RGB-LED mit. Diese leuchtet von unten gegen die Tasten. Anders als bei der Logitech G910 (Testbericht) strahlen sie nicht zentral nach oben, sondern sie sitzen leicht versetzt am Schalter. Die LEDs beleuchten die Tasten gleichmäßig.

Statt mit einer Software werden Funktionen und Beleuchtung über Hotkeys gesteuert.

Kurz und bündig: Für das Keyboard gibt es keine Begleit-Software. Dennoch kann man die Beleuchtung konfigurieren. Das erfolgt über die Tastenkombination FN + 1 bis 0. Die Zahlen 1 bis 8 sind dabei mit vordefinierten Leuchtprofilen belegt. FN + 1 lädt etwa die Ego-Shooter Beleuchtung, nur die Tasten WASD leuchten auf. Die Zahlen 0 und 9 können mit eigenen Lichteffekten belegt werden. FN + Einfügen schaltet verschiedene Lichteffekte durch, mit FN + Pos1 nimmt man eigene Lichteffekte auf. FN + Bild auf setzt die Beleuchtung wieder zurück.

Im Alltag funktioniert das ziemlich gut, auch wenn wir den Effekt selten nutzen. Wir vermissen allerdings die automatische Integration in Spiele, wie es beispielsweise die Corsair-Tastatur bietet. Auch lassen sich keine Makros direkt auf der Tastatur aufzeichnen, zumindest nicht ohne zusätzliche Software wie AutoHotKey (Heise Download).

In der Praxis schlägt sich die Aukey-Tastatur wacker. Schreiben macht damit Spaß, in Spielen wie Doom oder Far Cry 5 hatten wir überhaupt keine Probleme, die Spielfigur reagiert präzise auf die Tasteneingaben.

Die Aukey-Tastatur ist aber deutlich hörbar. Die Schalter sind so laut, dass sich die Kollegen im Büro nach kurzer Zeit darüber beschwert haben. Wer damit schnell schreibt, macht Geräusche wie eine Schreibmaschine.

Vermisst haben wir separate Tasten für die Multimedia-Wiedergabe und die Steuerung der Lautstärke. Sobald man die FN-Tasten drücken muss, wird man aus dem Arbeitsfluss gerissen, hier hätten wie ein paar separate Tasten oder eine Rolle wie bei der Logitech G910 (Testbericht) hilfreich gefunden. Das alles ist aber kein Grund, die Aukey-Tastatur links liegen zu lassen.

Wer einen günstigen Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen sucht, der kann bei der Aukey KM-G6 getrost zugreifen. Die Verarbeitung ist sehr gut, mit 1,2 kg ist das Gewicht in Ordnung. Der Verzicht auf eine Software kann man verkraften, vor allem, wenn es in erster Linie um das Tastengefühl geht. Allerdings ist die Aukey-Tastatur nichts für Großraumbüros oder Kollegen mit feinem Gehör, zu laut sind die Schalter in den Tasten.

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