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Linka: Fahrradschloss mit Bluetooth und Alarm im Test

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Das Bügelschloss Linka Original für das Fahrrad kennt keinen Schlüssel, aufgesperrt wird mit dem Smartphone über Bluetooth. Diebe soll ein Alarm abschrecken.

Der Test des Linka Original ist der Auftakt einer Testreihe mehrerer smarter Fahrradschlösser, welche mit einem Vergleichstest abgeschlossen wird.

Das Linka Original hat die Form eines Hufeisens und erinnert ein wenig an die festmontierten Fahrradschlösser aus früheren Zeiten – oder vom Leihanbieter Obike. Es ist kompakt und vermittelt dank viel Metall einen vergleichsweise wertigen Eindruck. Platziert wird es am Hinterrad, sodass der Verschlussbügel durch die Speichen hindurchgreift, um das Rad zu blockieren.

Im Lieferumfang finden sich passende Schrauben für den Fahrradrahmen. Viele Räder verfügen über entsprechende Bohrungen am hinteren Rohr. Durch seine kleine Größe passt das Linka allerdings nicht auf alle Räder. Vor allem bei E-Bikes (Grundlagen) wird es am Hinterrad knapp. In unserem Test war das Linka aber schon für ein konventionelles Mountainbike nicht breit genug – die Bohrungen im Schloss haben einfach nicht zu den Aufnahmen am Rad gepasst. Um vor dem Kauf herauszufinden, ob das eigene Fahrrad zum Linka kompatibel ist, hat der Hersteller auf seiner Webseite eine Anleitung hinterlegt.

Das Linka Original wird über Bluetooth-Verbindung bedient, lässt sich aber auch ganz ohne Smartphone sichern und entsichern. Um das Linka-Schloss zu verriegeln, muss man in der Smartphone-App ein Kreissymbol gedrückt gehalten und nach unten wischen. Dann fährt der Riegel von allein aus dem Schloss durch die Speichen in das Gehäuse auf der anderen Seite. Sollte eine Speiche oder ein anderes Hindernis im Weg sein, fährt das Schloss wieder zurück und informiert den Nutzer auf dem Smartphone, dass das Verschließen nicht erfolgreich war. Alternativ kann das Schloss durch zweimaliges Drücken der Power-Taste direkt am Gehäuse verriegelt werden.

Um es aufzuschließen, verwendet man wieder die App. Steht sie gerade nicht zur Verfügung, kann man das Linka auch ohne Smartphone entriegeln. Dafür gibt es einen vierstelligen Code und ein kompliziertes Eingabesystem: Powertaste so lange gedrückt halten, bis die LED violett blinkt, dann drückt man entsprechend des Zahlencodes die Powertaste mehrfach. Nach jeder Zahl gibt das Schloss mit einem Ton Feedback, dass man nun die nächste Stelle des Pins erreicht hat.

Das Schloss bietet außerdem das automatische Entsperren an, wenn man sich wieder in der Nähe befindet. Allerdings dauert es manchmal etwas länger, bis es die Nähe zum Smartphone in der Tasche von allein erkannt hat. Dadurch, dass das Linka Original auch smartphonelos entsperrt werden kann, ist es für Freunde und Familie leicht, ebenfalls Zugang zum Rad zu bekommen. Sie müssen nur den Code zum Entriegeln kennen – und den Weg, diesen auch einzugeben. Alternativ können auch mehrere Smartphones mit dem Schloss verbunden werden. Über eine Funktion, die das Schloss automatisch sperrt, wenn man sich von Fahrrad entfernt, verfügt Linka leider nicht.

Interessant ist die Logbuch-Funktion: Jedes Schließen und Aufschließen wird in der App registriert. Das Smartphone speichert den Standort beim Verriegeln des Rades, um es auch nach einem eskalierten Barbesuch wiederzufinden. Über eigenes GPS-Tracking verfügt das Linka Original nicht. Wer das will, kann zum Linka Leo (Hersteller-Webseite) greifen.

Linka löst einen integrierten 110dB Alarm aus, wenn es auffällig bewegt wird. Das ist laut genug, damit Leute in der Umgebung drauf aufmerksam werden, aber nicht laut genug, um eventuelle Diebe daran zu hindern, das Rad wegzutragen.

Leider ist das mit dem Alarm auch so eine Sache, denn das Linka Original nervt des Öfteren mit einem falschen Alarm. Zum Beispiel klappt die Verbindung per Bluetooth nicht immer auf Anhieb und man rüttelt zu zeitig am Rad. Oder jemand, der sein Rad in den engen Fahrradständer nebenan stellt, stößt etwas zu doll an das eigene Rad. Fremde Menschen sind schnell geschockt, da niemand mit dem schrillen Alarmton rechnet.

Das Linka lädt per Micro-USB-Kabel. Der Akku soll je nach Nutzung angeblich bis zu 16 Monate durchhalten, doch nach dem zweiwöchigen Testzeitraum ist er bereits auf 68 Prozent gesunken. Es ist davon auszugehen, dass das Schloss bei täglicher Benutzung möglicherweise monatsweise aufgeladen werden muss. Um herauszufinden, welcher Akkupack sich dafür am besten eignet, haben wir vier kompakte Powerbanks im Vergleichstest.

LINKA Original Smart Lock Rahmenschloss schwarz, elektronischer Schlüssel

Linka Original Smart Lock schwarz

LINKA Original Smart Lock Rahmenschloss silber, elektronischer Schlüssel

Linka Original Smart Lock silber

(Kein Produktbild vorhanden)

Linka Schlosskette 1,25m lang

Das Linka Original ist ideal für alle, die ihr Rad mal schnell irgendwo abstellen und nicht jedes Mal eine Anschließmöglichkeit suchen wollen. Auch lästiges Schlüssel rauskramen fällt weg. Das Smartphone hat man sowieso fast immer zur Hand. Wer sein abgeschlossenes Fahrrad jedoch länger alleine stehen lassen will, sollte es mit einem weiteren Schloss oder der stabilen Zubehörkette irgendwo anschließen.

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