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LG G8s: tolle Videofunktionen, miese Gestensteuerung

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Das LG G8s kommt spät auf den Markt. Neben Spitzentechnik soll das Gerät mit Gestensteuerung punkten, aber das funktioniert nur in der Theorie gut.

LG hat endlich das G8s ThinQ auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine leicht abgespeckte Version des in Deutschland voraussichtlich nicht verfügbaren Topmodells LG G8 ThinQ. Beide Modelle wurden bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona im März vorgestellt. Der Großteil der Spitzentechnik wurde vom LG G8 ThinQ übernommen, auch das Design ist ähnlich.

Die Optik des LG G8s ThinQ bringt auf den ersten Blick wenig Überraschungen. Erst bei genauerem Hinsehen fallen einige Details auf. So findet sich auf der Front eine überraschend große Notch. Während die Konkurrenz längst zu Punchhole-Notches übergegangen ist, um ausschließlich der Frontkamera, nicht aber sonstigen Sensoren Raum gewähren zu müssen, verwendet LG die typische breite Notch wie Apple beim iPhone XS. Das hat zwar einen guten Grund, schließlich befinden sich hier eine Time-of-Flight-Kamera (ToF), die Frontkamera und ein IR-Licht, gleichzeitig sieht das aber wenig nach 2019, sondern eher altbacken aus. Die Notch stört zusätzlich mit einem asymmetrischen Design: Zu sehen sind die Frontkamera auf der linken Seite der Display-Ausbuchtung, rechts versetzt der längliche Telefonie-Lautsprecher. Ein Blick auf die zwar nicht übermäßig ausladenden, aber für ein modernes Topmodell doch zu breiten Display-Ränder untermauert den etwas angestaubten Look der Front.

Auffällig große Notch - das wirkt altbacken.

Die Rückseite besteht aus Glas und spiegelt stark. Auffällig ist vor allem die horizontal angeordnete Hauptkamera mit drei Linsen, die leicht aus dem Gehäuse hervorsteht. Bis auf den runden Fingerabdrucksensor und mehrere silberne Beschriftungen gibt es keine weiteren Elemente. Das Glas der Rückseite ist an den Rändern sanft abgerundet und geht fast nahtlos in den Rahmen über. Der ist ebenfalls abgerundet und insgesamt gut verarbeitet, besteht allerdings aus Kunststoff. Für ein Smartphone zum Preis von 770 Euro ist das unpassend. Ansonsten gibt es kaum Grund zur Kritik, das LG G8s ThinQ wirkt insgesamt hochwertig und ist mit 155,3 × 76,6 × 8 Millimeter und 181 Gramm Gewicht für ein Smartphone mit 6,2-Zoll-Display auch handlich genug. Der Schutz gegen Wasser und Staub nach IP68 ist vorbildlich, ebenfalls der Schutz gegen sonstige Einflüsse nach MIL-STD 810G. Da muss man sich trotz Glasrückseite wenig Sorgen um das Smartphone machen.

Spiegelnde Rückseite.

Größter Kritikpunkt ist die Anordnung der Tasten. Der rechts angebrachte Powerbutton ist so weit nach oben gerutscht, dass man ihn selbst mit großen Händen nicht ohne Umgreifen erreicht. Gleiches gilt für die Lautstärkewippe auf der gegenüberliegenden Seite. Gut erreichbar ist hier nur der mittig am Gerät angebrachte Assistenten-Knopf, der ab Werk mit dem Google Assistant belegt ist. Eine derart unergonomische Anordnung der wesentlichen Bedienelemente ist uns schon lange nicht mehr untergekommen. Gut nur, dass zumindest der Powerbutton im Alltag dank anderer Entsperrmethoden wie Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung weitestgehend unnötig ist.

Der Screen des LG G8s ThinQ ist 6,2 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2248 × 1080 Pixel – deutlich weniger als der große Bruder LG G8 ThinQ mit seinen 3120 × 1440 Pixel. Das macht sich in der Bildschärfe deutlich bemerkbar – zum Glück aber nur auf dem Papier. Denn natürlich ist die Bildschärfe des Topmodells mit 563 Pixel pro Zoll (PPI) klar höher als beim S-Modell mit 402 PPI, im Alltag ist dieser Unterschied aber nicht zu sehen. Da wiegt der gute Eindruck der intensiven Farben und des abgrundtiefen Schwarzwertes des Panels wesentlich schwerer. Grund für die brillante Darstellung ist die Verwendung eines OLED-Panels. Zuvor setzte LG bei seinen G-Topmodellen immer auf IPS-LCDs.

Anpassbares Always-on-Display.

Einziger Nachteil der OLED-Technologie: Die gemessene Helligkeit fällt mit knapp 440 cd/m² nicht übermäßig hoch aus. Dank der perfekten Blickwinkelstabilität und der starken Kontraste ist aber meist auch bei direkter Sonneneinstrahlung ein Ablesen des Screens möglich. Klasse ist das Always-on-Display, das auf Wunsch Informationen wie Ladestand des Akkus, verpasste Nachrichten, Uhrzeit oder Datum farbig darstellt. Neben automatischer Anpassung der Farbwiedergabe in Abhängigkeit vom Umgebungslicht (True View) darf der Nutzer auch manuell Farbe und Farbtemperatur festlegen.

Auch bei der Kamera gibt es einen Unterschied des S-Modells zum LG G8 ThinQ, auch wenn der gar nicht so groß auszufallen scheint. Statt drei Kameras mit 12, 16 und 12 Megapixel für Normal-, Weitwinkel- und Telefunktion sind es beim LG G8s nur 12, 13 und 12 Megapixel mit gleicher Funktion. Auch die maximalen Offenblenden sind beim teureren Modell noch etwas besser. Größter Kritikpunkt für ein – zumindest außerhalb Südkoreas – Topmodell: Das LG G8s ThinQ hat keinen optischen Bildstabilisator. Das sollte jenseits der 600 Euro eigentlich Standard sein, selbst manches 300-Euro-Phone kommt mit OIS zum Kunden. Dennoch schlägt sich das S-Modell zumindest bei der Hauptlinse dank großer Pixel und entsprechend hoher Lichtaufnahme auch bei wenig Licht ziemlich gut.

Die Triple-Cam steht leicht aus dem Gehäuse hervor.

Bei Tageslicht sind die Ergebnisse sogar sehr gut. LG verpasst dem G8s ThinQ eine Kamera-Software, die auf eine Betrachtung im Vollbild ausgelegt ist. Bedeutet: Die meisten Nutzer, die sich Fotos der G8s-Kamera anschauen, werden begeistert von der Plastizität der Aufnahmen sein. Denn solche Betrachtungen geschehen meist auf dem Smartphone, auf dem PC-Monitor oder auf dem heimischen Fernseher – und dann eben im Vollbild. Dort sehen Fotos knackscharf aus, das gilt vor allem für Bilder, die mit der Hauptlinse entstanden sind. Die Weitwinkellinse fällt in der Bildschärfe zu den Rändern hin etwas ab, auch die Telelinse ist nicht ganz so scharf wie das Hauptmodul. Auch Bildrauschen ist bei den beiden Zusatzlinsen stärker ausgeprägt. Die Bilddynamik ist insgesamt ordentlich, fällt aber einen Tick schlechter als bei der Konkurrenz aus. Helle Bildbereiche brennen daher auch schon mal trotz 1,4 µm Pixel-Größe leicht aus.

Die LG-Software versucht, diese Nachteile durch zu aggressives Nachbearbeiten auszugleichen. In der Vergrößerung am PC sieht man dadurch stärkere Pixelbildung als bei anderen Topmodellen. Bei schwachem Licht gelingen dem LG G8s hingegen auch ohne OIS erstaunlich scharfe Aufnahmen, zumindest im Nachtmodus, der – warum auch immer – „Nachtansicht“ heißt. In der Voreinstellung hellt das LG-Smartphone vergleichsweise wenig auf und bildet so ein realistischeres Bild als die Konkurrenz ab, bleibt dabei aber vergleichsweise scharf und zeigt gemäßigtes Bildrauschen. Entgegen vieler Konkurrenten darf der Nutzer auch in diesem speziellen Nachtmodus die Helligkeit anhand eines Schiebereglers selbst bestimmen – sehr schön! Noch bessere Nachtaufnahmen gelingen wie fast immer im Pro-Modus, weil man hier den ISO-Wert und damit das Bildrauschen auf ein Minimum reduzieren kann. Dafür benötigt man aber Zeit, ein unbewegtes Motiv und ein Stativ.

Wie die Konkurrenz setzt auch LG auf künstliche Intelligenz für bessere Aufnahmen. Das bringt bisweilen deutlich mehr Atmosphäre ins Bild, weil Farben einfach poppiger sind und einzelne Bildbereiche besser der tatsächlichen Lichtstimmung angepasst werden. Leider verstärkt auch das G8s gerne das Grün von Gras, Aufnahmen wirken dadurch auch schnell übersättigt und unnatürlich. Die richte Balance zwischen lebendigen und übertriebenen Farben findet derzeit kein Hersteller, der sich mit AI-Funktionen rühmt.

Auch an anderer Stelle überzeugt das LG-Modell im Test nicht vollends. Trotz der sogenannten Z-Kamera auf der Front, die im Zusammenspiel von ToF-Sensor und IR-Lampe echte 3D-Erkennung etwa bei Portraits ermöglichen soll, sind Aufnahmen mit künstlichem Bokeh kaum besser als bei der Konkurrenz, deren Tiefenunschärfe ausschließlich auf Software basiert. Dafür brilliert das LG G8s an anderer Stelle. In den zahllosen, oftmals recht spannenden Software-Features der Kamera verbirgt sich nicht nur ein manueller Foto-, sondern auch ein ebensolcher Videomodus. Darin ist es dann auch bei der Aufnahme von Bewegtbildern möglich, dank manuellem Fokus inklusive Fokus-Peaking (!) künstliches Bokeh einzubringen und so einen echten Kino-Look zu ermöglichen. Auch wenn man im Video auch die Weitwinkellinse verwenden kann, funktioniert der manuelle Fokus nur bei der Hauptlinse. Ähnliche Einschränkungen gibt es auch an anderer Stelle. Aufnahmen in 4K sind bis 30 Frames pro Sekunde möglich, dann steht allerdings keine Bildstabilisierung mehr zur Verfügung. Die gibt es zwar in erweitertem Full-HD im 21:9-Kinoformat auch in 60 Frames, dann fehlt aber Fokus-Peaking. Die farbliche Kennzeichnung scharfer Bildbereiche und Bildstabilisierung lässt sich nur in Full-HD verwenden – schade. Das mag alles technische Gründe haben, den Endnutzer interessiert das aber alles nicht, stattdessen drängt sich ihm der Eindruck eines nicht zuende entwickelten Software-Flickenteppichs auf.

Bei der Hardware setzt LG beim G8s ThinQ auf Oberklasse, ohne in allen Bereichen das Maximum zu geben. Als Antrieb dient ein Qualcomm Snapdragon 855 mit acht bis zu 2,84 Ghz getakteten Kernen, schneller geht es derzeit kaum. Im Leistungs-Benchmark Antutu kommt das Smartphone mit knapp 328.000 Punkten zwar nicht ganz an andere Smartphones mit Snapdragon 855 heran, Modelle mit Kirin 980 wie das Honor 20 Pro sind aber langsamer. Spürbar ist das im Alltag aber nicht, alle aktuelle Topmodelle, also auch das LG G8s ThinQ laufen schnell, direkt und verzögerungsfrei. Das gilt sowohl für Navigation auf den Homescreens, im Browser oder in anfordernden Apps. Multitasking ist dank 6 GByte ebenfalls kein Problem.

Dedizierte Taste für Sprach-Assistenten - zur Wahl stehen Google Assistant und Amazon Alexa.

Apps landen im 128 GByte großen internen UFS-2.0-Speicher, alternativ finden Daten auch auf bis zu 2 TByte großen microSD-Karten Platz. Wegen der Auslegung des Karteneinschubs als Hybrid-Slot fasst das Smartphone dann aber nur noch eine Nano-SIM. Die Stereolautsprecher – einer auf der Fußseite, einer in der breiten Notch über dem Display – sind ausreichend laut und übersteuert nicht. Klasse ist das beiliegende Headset mit 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss. Es sieht dank des geslseevten Kabels nicht nur gut aus und sitzt sehr gut im Ohr, sondern liefert schon in der Grundeinstellung einen lauten, ausgewogenen und schön vollen Klang. Zum über das Normalmaß hinausgehenden Lieferumfang gehören außerdem noch eine durchsichtige Kunststoff-Schutzhülle und ein Putztuch.

Als Betriebssystem läuft auf dem LG G8s ThinQ Android 9, darüber liegt eine angepasste Nutzeroberfläche mit zusätzlichen Funktionen und überarbeitetem Look von Symbolen und Hintergründen. Der Sicherheitspatch auf unserem Testgerät stammte noch von Mai 2019 – das ist definitiv zu alt! Zu den erweiterten Funktionen der Oberfläche gehören unter anderem die Möglichkeit, das Smartphone durch Klopfen auf das Display aus dem Standby aufzuwecken oder die umfangreichen Einstellungen für das Always-on-Display. Die optischen Veränderungen fallen schon bei der ersten Nutzung auf. Voreingestellt ist ein nächtlicher Tropenhintergrund als Wallpaper, der beim Freigeben des Smartphones eine kurze Kamerafahrt durch die dichte Dschungelvegetation bis zu einem mystischen See vollführt. Eine Spielerei, aber irgendwie nett.

Noch mehr Aufwand hat LG bei seiner Airmotion genannten Gestensteuerung betrieben. Mit der Z-Kamera, bestehend aus Time-of-Flight-Kamera und IR-Lampe, ermöglicht das LG G8s ThinQ die Steuerung einiger Apps wie Musikplayer oder das Annehmen von Anrufen oder das Ausschalten von Weckern und Timern. Zudem erkennt das System die Venen in der Handfläche und erlaubt so das sichere Entsperren des Smartphones. Die Z-Kamera misst dabei einerseits die Zeit vom Aussenden eines Laserstrahls (ToF) bis zur Rückkehr zur exakten Bestimmung von Distanzen. Zusätzlich sendet die IR-Lampe zahlreiche Lichtpunkte aus, anhand derer das Smartphone Objekte dreidimensional erkennen kann. Klingt alles spannend und zumindest bei der Gesichterkennung funktioniert das auch richtig gut – sogar bei völliger Dunkelheit. Als deutlich sicherer gilt diese Art der Gesichtserkennung auch. Nur für alles andere ist die Z-Kamera und die im Testgerät vorliegende Software zur Gestensteuerung schlicht weg nicht zu gebrauchen.

Die Gestensteuerung ist unbrauchbar.

Beispiel Entsperrung des Smartphones per Venenerkennung: Dazu muss entweder der Powerbutton kurz betätigt werden oder die Hand einmal die Frontsensoren verdecken, um anschließend in etwa 15 Zentimeter Entfernung über die Z-Kamera gehalten zu werden. Den genauen Punkt der Erkennung zu treffen, ist aber entweder mit viel Übung oder Glück verbunden. Hinweise, wie die Position der Hand zu verändern ist, um das kleine Erkennungsfenster zu treffen, werden meist von der Hand verdeckt – kontraproduktiv. Genauso schlimm: die Steuerung des Smartphones per Geste. Im Youtube-Player darf damit etwa unter anderem die Lautstärke verändert werden. Dazu muss die Hand erneut rund 15 Zentimeter entfernt vor die Z-Kamera gehalten werden, ein bunter Balken am oberen Display-Rand signalisiert dann die grundsätzliche Erkennung einer Hand. Trifft man anschließend den richtigen Punkt in Entfernung und Richtung zur Kamera erscheint ein neues Symbol, in dessen Zentrum ein Raster der Hand erscheint, das deren Bewegung widerspiegelt. Griff-, Dreh- und Wischbewegungen sollen dann eine berührungslose Steuerung ermöglichen - in der Theorie. In der Praxis ist dieses Feature allerdings absolut unbrauchbar, da seine Nutzung viel zu zeitaufwändig, unpräzise und umständlich ist. Grundsätzlich ist es begrüßenswert, wenn ein Hersteller die ausgetretenen Pfade bei Smartphones verlässt und Innovationen bringt. Die müssen dann aber auch funktionieren – das tut sie aber beim LG G8s ThinQ nicht. Dabei ist die Idee einer Gestensteuerung per Frontkamera alles andere als neu, Qualcomm hatte so eine Funktion schon vor Jahren vorgeführt.

Der Lithium-Ionen-Akku des LG G8s ThinQ hat eine Kapazität von 3.550 mAh. Solange der moderne Snapdragon 855 nicht gefordert wird, schafft das Smartphone damit problemlos einen Tag durchzuhalten, bei mäßiger Nutzung auch 2 Tage. In unserem Videotest bei eingestellten 200 cd/m² Display-Helligkeit schaffte das Modell fast 11 Stunden, das ist ein ordentlicher Wert. Eine komplette Ladung des Akkus dauert trotz Quickcharge 3.0 knapp 2 Stunden. Nett und eines Topmodells angemessen: Induktives Laden funktioniert beim LG G8s ebenfalls.

Das LG G8s ThinQ gibt es hierzulande in Schwarz und Weiß, der Straßenpreis lag zum Testzeitpunkt bei rund 490 Euro.

LG Electronics G8s ThinQ Dual-SIM LMG810EAW mirror black

LG G8s ThinQ Schwarz

LG Electronics G8s ThinQ Dual-SIM LMG810EAW mirror white

LG G8s ThinQ Weiß

LG hat es mal wieder geschafft: Das LG G8s ThinQ ist eigentlich ein überzeugendes Smartphone, kommt aber viel zu spät auf den Markt und bietet unter dem Strich zu wenig, um sich gegen die Platzhirsche Huawei P30 Pro (Testbericht) und Samsung Galaxy S10+ (Testbericht) durchsetzen zu können. Hinzu kommt, dass sich ein wichtiges beworbenes Feature im Test als Totalausfall herausstellte: die Gestensteuerung. Ansonsten überzeugt das Smartphone in weiten Teilen.

Da wäre das OLED-Display, das zwar keine Highend-Auflösung hat, aber trotzdem voll überzeugt. Das Gehäuse ist nicht nur schick, sondern auch noch gegen Wasser, Staub und physische Gewalt geschützt. Die Z-Kamera erlaubt sicheres Entsperren per Gesichtserkennung sogar im Dunkeln, im Gegenzug verlangte sie offenbar eine altmodische, breite Notch und auch die restlichen Ränder des Displays sind nicht ganz auf Topniveau. Das gilt auch für den Speicher – ausreichend, aber nicht spitze. Die Kamera verrichtet hingegen sehr gute Arbeit, ein optischer Bildstabilisator sollte in der Oberklasse aber inzwischen normal sein und hätte die Aufnahmen weiter verbessert. Videofans haben aber eh kaum Alternativen zum LG G8s ThinQ.

Letztendlich hätte LG wohl lieber auf die unausgereifte Gestensteuerung verzichten, sich stattdessen lieber eine ordentliche Anordnung der Buttons überlegen und den Preis weiter senken sollen. 769 Euro (UVP) sind in Relation zu den genannten Konkurrenzprodukten zwar geradezu ein Schnäppchen, die können aber auch noch mehr.

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