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LG 24MK430H-B: Günstiger Gaming-Monitor im Test

Bild: LG

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Mit dem 24MK430H bietet LG einen 24"-Full-HD-Monitor mit IPS-Display, 75 Hz und FreeSync-Support. Wir testen, wie gut sich der günstige Gaming-Bildschirm zum Zocken eignet.

Full-HD ist laut Steam noch immer die Auflösung, mit der die meisten Nutzer unterwegs sind. Kein Wunder, sind doch 1920 × 1080 Pixel ein guter Kompromiss zwischen Platz, Grafikqualität und Anforderung an die Hardware, wie unser Bauvorschlag zeigt. Wir stellen daher in einer neuen Themenwelt 1080p-Monitore vor, die explizit für Gamer ausgelobt sind. Den Anfang macht der 24MK430H von LG.

LG setzt bei dem 24-Zoll-Monitor auf etablierte Standards, darunter eine Auflösung in Full-HD mit 1920×1080 Pixeln, HDMI- und D-Sub-Anschluss sowie eine Panel-Größe von 23,8 Zoll. Display-Port oder USB-C-Anschlüsse fehlen, auch als USB-Hub lässt sich der LG-Monitor nicht nutzen. Allerdings bietet er eine separate Klinkenbuchse für die Audio-Übertragung. Darüber hinaus bietet der 24MK430H-B folgende Features:

  • Panel-Typ: AH-IPS (Anti-Glare, White LED)
  • Form: gerade
  • Reaktionszeit laut Hersteller: 5ms
  • Bildrate: maximal 75 Hertz

Das von Nvidia entwickelte G-Sync-Verfahren soll wie AMDs Software-Lösung Freesync für eine bessere Kommunikation zwischen Grafikkarte und Monitor sorgen. FreeSync lässt sich inzwischen mit AMD- wie Nvidia-Grafikkarten nutzen und bestimmt die Bildwiederholungsrate entsprechend der Leistungsfähigkeit der Grafikkarte. Durch diese dynamische Bildrate stellt der Monitor das Geschehen auf dem Bildschirm im Idealfall deutlich flüssiger dar als ohne FreeSync und verringert das sogenannte Tearing, bei dem Monitor und Grafikkarte bestimmte Bilder unterschiedlich schnell darstellen.

Wie sich FreeSync in der Praxis auswirkt, hängt direkt mit der möglichen Bildwiederholungsrate des jeweiligen Displays zusammen. AMD gibt die theoretisch mögliche Bandbreite von FreeSync insgesamt zwischen neun und 240 Hertz an. Im Fall von LGs Modell 24MK430H-B liegt dieser Wert zwischen 48 und 75 Hertz.

Sinkt die Bildrate beim Spielen unter diesen Wert, etwa, weil die Grafikkarte für eine spezifische Einstellung nicht leistungsfähig genug ist, greift FreeSync nicht mehr. Wegen der geringen Bandbreite bei der Bildwiederholungsrate unterstützt der Monitor auch nicht AMDs sogenannte „Low Framerate Compensation“, die die optimale Kommunikation zwischen GPU und Monitor auch dann aufrecht erhält, wenn die Bildrate unter den minimalen Hertz-Wert sinkt.

LG gibt die Reaktionszeit des Modells 24MK430H-B mit fünf Millisekunden an. Damit liegt das Display leicht über dem Durchschnitt herkömmlicher IPS-Panels (vier Millisekunden) und muss deutlich hinter den schnellen Reaktionszeiten von TN-Displays zurückstecken. Dieses Manko macht sich im Test negativ bemerkbar.

In unserem Test zeigte der 24MK430H-B von LG bei diesem Bild während des Scrollens ein deutliches Flimmern.

Insgesamt erlaubt der LG 24MK430H-B drei unterschiedliche Einstellungen in Bezug auf die Reaktionszeit: „normal“, „fast“ und „faster“. In unserem Test erzielte der Monitor allerdings in keiner Einstellung ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis. Bei einer Analyse der angezeigten Pixel pro Sekunde mithilfe der Monitor-Test-Software von Passmark waren bereits ab einem Wert von 400 P/s deutliche Verzögerungen und Schlieren („Ghosting“) zu erkennen.

Besonders stark fiel uns dieses Problem auf, als wir die Promo-Seite von AMDs FreeSync-Technologie aufriefen und über das angezeigte Artwork nach unten scrollten: Die im Bild dargestellten Wolken flimmerten während des Scroll-Vorgangs deutlich. Kurios: Sobald wir die Reaktionsrate in den Bildschirmeinstellungen auf „faster“ änderten, nahmen die sichtbaren Verzögerungen sogar zu.

Allerdings kann der 24MK430H-B in Sachen Bildqualität Boden gut machen, indem er mit den klassischen Vorzügen des IPS-Panels auftrumpft. Auf den ersten Blick fallen direkt die hervorragende Helligkeit und Farbtreue auf, die der Monitor an den Tag legt.

LG selbst gibt die Kontrastrate mit 1000:1 an – ein Wert, der sich mit unseren Testergebnissen deckt. In unseren Messungen erreichte der 24MK430H-B bei einem Schwarzwert von 0,29 cd/m2 eine maximale Helligkeit von knapp über 285 cd/m2 – deutlich mehr als die von LG angegebenen 250 cd/m2.

Im Gamma-Test brachte der 24MK430H-B gemessen am Preis ein für das Display ausreichendes Ergebnis zustande: Zwar zeigte der Monitor nicht bei allen Farben die unterschiedlichen Farbbereiche an – insbesondere bei den dunkleren Farbtönen waren im unteren und oberen Segment keine Unterschiede mehr erkennbar. Bei Schwarz-Weiß-Kontrast stellte das Display aber alle Bereiche korrekt dar. Bei der Farbhomogenität gab es leicht dunklere Stellen in den Ecken des Displays. Beim Spielen sind diese aber vernachlässigbar.

Bei der Verarbeitung erwarten Käufer des 24MK430H-B keine großen Überraschungen. Gemessen am Preis ist der Monitor solide verarbeitet. Der Rahmen besteht aus mattem Plastik, das optisch zwar ziemlich unspektakulär aussieht, aber dafür im Gegensatz zu lackierten Oberflächen weniger schnell Staub ansetzt. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Der Bildschirm lässt sich nicht in der Höhe verstellen – lediglich der Neigungswinkel ist im Bereich zwischen -5 und 20 Grad anpassbar.

Bild: LG Der Standfuß des Monitors ist nicht höhenverstellbar – lediglich der Neigungswinkel lässt sich verändern.

LG verzichtet beim 24MK430H-B auf sämtliche Leuchtanzeigen und Knöpfe in der vorderen Umrandung des Bildschirms. Dadurch fällt die Einfassung des Displays angenehm schmal und unauffällig aus – auch wenn wir den an der Unterseite eingebauten Menü-Knopf erst einmal suchen mussten.

Die Menüsteuerung fällt übersichtlich und intuitiv aus. Wer aber nicht ständig am Monitor selbst die Einstellungen anpassen möchte, kann alternativ auf eine kostenlose Software zurückgreifen. Die legt LG wiederum auf physischer Disc dem Gerät bei und stellt sie außerdem auf der Support-Webseite zum Download zur Verfügung.

Der Monitor punktet beim Strombedarf: Der beträgt im normalen Betrieb bei voller Helligkeit schmale 23,6 Watt. Zum Vergleich, ein UHD-Display von LG genehmigt sich etwa 35 Watt im normalen Betrieb. Wird der Full-HD-Monitor längere Zeit nicht benutzt, schaltet er automatisch ab und verbraucht dann praktisch keinen Strom mehr (unser Messgerät gab einen Wert von 0,0 Watt an).

Der Menü-Knopf, mit dem sich der Bildschirm übrigens auch an- und ausschalten lässt, befindet sich etwas versteckt am unteren Rand des Geräts.

LGs Monitor 24MK430H-B lässt uns im Test zwiegespalten zurück: Zwar kann das Gerät mit seiner soliden Verarbeitung, dem fairen Preis sowie der guten Kontrastrate punkten – und vereint damit die wichtigsten Vorteile eines IPS-Panels mit einem soliden Preis-Leistungsverhältnis. Wer viel Wert auf Helligkeit und satte Farben legt, aber möglichst wenig Geld ausgeben möchte, ist mit diesem Bildschirm gut bedient.

Wer allerdings einen günstigen Gaming-Monitor mit FreeSync-Support sucht, sollte sich den Kauf des 24MK430H-B genau überlegen. Denn die mäßige Bildrate in Kombination, mit der selbst für ein IPS-Panel recht hohen Reaktionszeit können diesen Bildschirm vor allem in schnellen Shootern rasch an seine Grenzen bringen.

Das Hauptproblem – und für uns eigentlich ein Ausschlusskriterium – bleibt aber das deutliche sichtbare Ghosting, dass beim Test der Bildrate bereits ab einem Wert von 400 Pixeln pro Sekunde unangenehm auffiel. Wer den Monitor nicht nur zum Spielen, sondern nebenher auch zur Bildbearbeitung nutzen möchte, bekommt mit dem LG 24MK430H-B einen soliden Bildschirm zum ordentlichen Preis. Passionierte Gamer, die viel Wert auf schnelle Reaktionszeiten mit möglichst wenig Tearing legen, sollten sich hingegen anderweitig umsehen.

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