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Kamera-Smartphone Kodak Ektra im Hands-on (mit Video)

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Kodak bringt in Zusammenarbeit mit der Bullit Group ein Smartphone auf den Markt. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Fotografie im Zentrum des Ektra steht. Was das Kamera-Handy auf dem Kasten hat und wie unser erster Eindruck ausfällt, das seht Ihr in diesem Hands-on. Erste Testfotos findet Ihr im Video und weiter unten in dieser Story.

Kodak Ektra – Kamera-Smartphone im Hands-on

Das Kodak Ektra hat nicht nur seinen Namen von einer analogen Kamera-Serie geerbt, sondern auch das Design. Die Rückseite ist mit einer griffig-texturierten, lederartigen Beschichtung überzogen, wie man sie von den Sucherkameras der 40er Jahre kennt. Inmitten der Rückseite sitzt prominent das Objektiv der Kamera. Der Hersteller setzt hier auf den Sony-Bildsensor IMX230 mit 21 Megapixeln.

Die Kamera des Kodak Ektra hat ein Öffnungsverhältnis von F2.0, einen optischen Bildstabilisator, einen Phasenvergleichs-Autofokus und einen Dual-LED-Blitz. Mit einer speziellen Beschichtung will Kodak die Lichtdurchlässigkeit des Objektivs noch weiter gesteigert haben, was die Bildqualität bei wenig Licht verbessern soll. Apropos Bildqualität: Der 1/2,4-Zoll-Sensor hat eine Pixelgröße von 1,12 Mikron – die Bildqualität dürfte sich damit auf dem Niveau von guten Smartphone-Kameras und Einsteiger-Kompaktkameras bewegen.

Kodak setzt beim Ektra auf einen 1/2,4-Zoll-Bildsensor von Sony. Der IMX230 löst 21 Megapixel auf.

Kodak hat sich softwareseitig Mühe gegeben, das Smartphone von der Konkurrenz abzuheben. So bietet die Kamera-App des Herstellers unter anderem einen manuellen Modus, in dem sich Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit & Co. händisch einstellen lassen. Etwas schade finde ich allerdings, dass die längste Verschlusszeit bei einer Sekunde liegt – Langzeitbelichtungen, die Scheinwerfer von Autos in lange Lichtspuren verwandeln, sind so leider nicht möglich. Sehr nett finde ich übrigens, dass das virtuelle Modusrädchen in der Kamera-App beim Drehen das Telefon vibriert – klingt nach wenig, verbessert die Bedienung aber ungemein.

Wir haben mit dem Vorserienmodell ein paar Fotos geschossen, die einen ganz ordentlichen Eindruck machen. Der HDR-Modus beispielsweise sorgt für eine spürbar bessere Dynamik. Außerdem bietet das Ektra einen Bokeh-Modus, der den Fotos eine künstliche Tiefenunschärfe verpasst. Hierzu knipst das Smartphone einfach zwei Fotos mit unterschiedlichen Fokuspunkten und errechnet aus diesen dann ein neues Bild. Die Intensität der Tiefenunschärfe lässt sich dabei in mehreren Stufen anpassen.

Praktisch: Beim Fotografieren steht dem Nutzer auf der rechten Seite des Gehäuses ein komfortabler Handgriff zur Verfügung.

Darüber hinaus hat der Hersteller im Kodak Ektra noch eine Reihe von weiteren Programmen rund ums Thema Foto installiert. So gibt es beispielsweise eine App, mit der sich die auf dem Smartphone befindlichen Fotos direkt an den Kodak-Bilderdienst übertragen lassen – dort werden sie ausgedruckt und dann per Post an den Nutzer gesendet. Weiterhin sind beispielsweise noch eine Super8-App für Aufnahmen im Retro-Stil und die Bildbearbeitungs-App Snapseed vorinstalliert. Eine Aufnahme von RAW-Fotos ist mit den Bordmitteln jedoch nicht möglich.

Der Rahmen rund um das Smartphone glänzt zwar metallisch, beim Anfassen verrät sich aber schnell, dass hier Kunststoff zum Einsatz kommt. Oben auf dem Gehäuse befindet sich ein zweistufiger Kamera-Auslöser – sehr schön. Außerdem gibt es an physikalischen Bedienelementen noch Tasten für Lautstärke hoch und runter sowie einen Power-Button.

Auf der Vorderseite befindet sich schließlich das 5,0 Zoll große Display, das es mit Full-HD-Auflösung auf eine Pixeldichte von 441 ppi bringt. Allerdings ist das Display im Vergleich zur Gehäusegröße vergleichsweise klein – es füllt knapp 64 Prozent der Front aus und liegt damit auf einem Niveau mit beispielsweise dem allerersten HTC One. Aktuelle Smartphones liegen jenseits der 70 Prozent, und dadurch wirkt das Gerät einfach ein wenig alt. Dazu trägt auch die Gehäusedicke von 9,69 Millimetern bei, die am Objektiv gar auf 14 Millimeter ansteigt.

Das Kodak Ektra sieht schick aus, wirkt aufgrund des in Relation zum Gehäuse vergleichsweise kleinen Displays jedoch ein wenig alt.

Um den Antrieb im Kodak Ektra kümmert sich der brandneue MediaTek MT6797, auch bekannt als Helio X20. Der Deca-Core-Prozessor hat zwei leistungsstarke ARM-Cortex-A72-Kerne mit 2,3 GHz und ganze acht A53-Kerne, von denen jeweils vier mit 2,0 und vier mit 1,4 GHz takten. Der Arbeitsspeicher fasst 3 GByte. Das von uns ausprobierte Vorseriengerät hat in Sachen Geschwindigkeit jedenfalls keinerlei Wünsche offen gelassen. Als Betriebssystem findet Android 6.0 Verwendung, einen Termin für das Nougat-Update gibt es noch nicht.

An Flash-Speicher bringt das Kamera-Smartphone 32 GByte mit, dazu gibt es auch einen microSD-Kartenleser für bis zu 128 GByte große Medien. Das Aufladen des Akkus geschieht über einen USB-3.0-Port mit Type-C-Buchse. Der Stromspeicher fasst 3000 mAh und unterstützt einen Ladestrom von bis zu 2 Ampere.

Das Kodak Ektra soll Ende des Jahres für 499 Euro erhältlich sein. Außerdem bietet der Hersteller auch noch diverse Taschen aus Leder an. Die kleine Lederhülle kostet 35 Euro, die Umgängetasche 70 Euro.

In der folgenden Fotostrecke bekommt Ihr noch einmal ein paar weitere Eindrücke von dem Smartphone.

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