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JBL Link 20 im Test: satter Sound und Google Home

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JBL zeigt mit seiner neuen Modellreihe eindrucksvoll, wie gut die Kombination aus Sprachassistenten und hochwertigem Lautsprecher funktioniert. Wir haben das Modell Link 20 getestet und verraten Euch, was den Lautsprecher von den Konkurrenz-Modellen unterscheidet.

Das Design des Link 20 unterscheidet den Lautsprecher von JBL nur in Details von denen der Konkurrenz. Der röhrenförmige 360-Grad-Speaker hat einen Durchmesser von knapp 9 Zentimeter und eine Höhe von 21 Zentimeter. Damit liegt die Baugröße etwa zwischen dem Echo 2 und dem Echo Plus von Amazon. Das Gewicht beträgt stattliche 950 Gramm.

Der aktuell in schwarz und weiß erhältliche Lautsprecher verfügt über einen versteckten MicroUSB-Anschluss für die Stromversorgung, mehrere Status LEDs und insgesamt 7 Bedientaster. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und absolut tadellos.

So kommt der Link 20 beim Kunden an.

Der JBL Link 20 setzt mit seinen zahlreichen Funktionen neue Maßstäbe. Er ist beispielsweise der erste smarte Lautsprecher in unserer Testreihe mit integriertem Akku und der Wasser- und Staubschutzklasse IPX7. Zusätzlich dient er sowohl als sprachgesteuerte Zentrale für Google Home, als auch als klassischer Bluetooth-Lautsprecher. So flexibel war bisher kein anderes Modell.

Der Lieferumfang besteht aus der Box, einem USB-Netzteil und einem passenden MicroUSB-Kabel.

Ist der Link 20 per WLAN verbunden und mithilfe der Google-Home-App eingerichtet, bietet er alle Vorzüge eines Google Home Mini (Testbericht)oder eines Amazon Echo 2 (Testbericht). Die Sprachsteuerung von Google funktioniert ausgesprochen gut; gerade in englischer Sprache ist es erstaunlich, wozu die Sprachassistenz in der Lage ist. In deutsch ist der Sprach-Assistent noch nicht ganz so weit. Je mehr Nutzer das System hat, desto schneller lernt der Algorithmus dazu. Wir gehen davon aus, dass der Rückstand zu Amazons Alexa in nächster Zeit immer kleiner wird. Dann können wir uns auch Kochrezepte vom Link 20 heraussuchen und vorlesen lassen. Was bereits jetzt problemlos funktioniert sind Fragen nach dem Wetter, der Verkehrssituation, Fussballergebnissen oder Nachrichten. Das Abspielen von Musik klappt ebenso, wie das Erzählen von zugegebenermassen eher flachen Witzen. Auch Lampen, Steckdosen oder andere Smart-Devices steuert Google-Home sehr komfortabel. Wer einen Google Chromecast verwendet, kann auch diesen per Sprachbefehl steuern.

Zur Vorstellung des Link 20 hat JBL in München eine komplette Wohnung mit smarten Lampen, Steckdosen und einem Schwung Smartspeaker ausgestattet und dort eindrucksvoll und praxisnah gezeigt, wie praktisch so ein Sprachassistent eigentlich ist. Aber selbst mit weniger Geräten macht der Link 20 eine hervorragende Figur.

Sehr praktisch finden wir die zahlreichen Bedientaster. Alle wichtigen Funktionen sind auch ohne Sprache direkt steuerbar. Neben einem Power-Button, Mikrofon-Mute-Button, Lautstärke-Tasten und einem Taster für die Bluetooth-Verbindung gibt es noch eine Start-Stop-Taste und einen Knopf um die Sprachsteuerung zu starten.

Ein erfolgreiches „Hey Google” quittiert der Link 20 mit 4 aufleuchtenden LEDs an der Oberseite. Auch die Verbindung mit einem WLAN signalisiert der Link 20 anhand einer LED-Anzeige (am unteren Rand des Lautsprechers).

Bild: Den Akkustand sieht man anhand der LEDs über dem Power-Button.

Die Spracherkennung klappt gut und der JBL-Smartspeaker reagiert auch auf verhältnismäßig leise gesprochene Befehle. Selbst bei relativ lauter Musik dringen unsere Anweisungen noch zu Google durch – allerdings müssen wir dann selbst deutlich lauter sprechen. Bei maximaler Lautstärke hilft dann nur noch die Bedienung mit Tasten weiter.

Der integrierte Akku hält laut JBL circa 4 bis 5 Stunden; allerdings nur bei Bluetooth-Verbindung. Nutzen wir die Box im WLAN ist der Stromverbrauch um ein Vielfaches höher und die Nutzungsdauer reduziert sich auf etwa 1,5 Stunden.

Wer mehrere JBL-Lautsprecher hat, kann seine Musik auch synchron abspielen und somit auch mehrere Räume beschallen. Ein Aux-Anschluss für die Wiedergabe auf anderen Lautsprechern oder der Stereoanlage ist nicht verbaut. Das ist zwar schade, aber durch den guten Klang absolut verschmerzbar.

Wer seinen Fernseher steuern möchte braucht einen zusätzlichen Google Chromecast; zur Steuerung der Philips-Hue-Leuchtmittel die entsprechende Bridge.

Die Soundqualität des Link 20 ist sehr gut. Bisher haben wir keinen Smartspeaker mit derart ausgewogenem Klang getestet. Selbst bei hoher Lautstärke ist der Sound absolut sauber und harmonisch. Bei maximaler Lautstärke fehlt es dann zwar ein bisschen an Bass, das ist aufgrund der Größe aber nicht weiter verwunderlich. Für den Einsatz im Wohnzimmer hat der Link 20 auf jeden Fall ausreichend Druck. Egal ob Amazons Echo 2, Echo Plus, Googles Home Mini oder Sony LF-S50G; So gut klingt sonst keiner der vernetzten Lautsprecher.

Die Hardware-Taster sind ein sinnvolles Extra.

Kritiker von Daten-Kraken fragen sich, warum man sich freiwillig eine Wanze im Haus installiert. In sozialen Netzwerken wird das Thema Datenschutz heiß diskutiert.

Das Design unterscheidet sich kaum von einfachen Bluetooth-Lautsprechern.

Sprach-Assistenten sollen unsere Zukunft aber maßgeblich mitgestalten und überall Verwendung finden. Das klappt auf keinen Fall, wenn man den Anbietern ungebührliches Verhalten nachweisen könnte.

Ein minimales Restrisiko besteht aber weiterhin. Wer nicht auf den Luxus einer Sprachsteuerung verzichten will, muss die Systeme einbremsen – etwa mit Traffic-Begrenzungen. Für solche Schritte sind allerdings weitergehende IT-Kenntnisse notwendig.

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Auch wenn das System Alexa im Moment noch etwas schlauer zu sein scheint; der Link 20 von JBL setzt sich an die Spitze der bisher getesteten Smartspeaker. Kein anderes System hat derart viele Funktionen und einen so guten Klang.

Der einzige Kritikpunkt ist das Fehlen eines Aux-Anschlusses. Das Design ist Geschmackssache. Google Home Mini (Testbericht) und Sony LF-S50G (Testbericht) sind auf jeden Fall unauffälliger und mehr auf die Integration in der Wohnung zugeschnitten. Allerdings liefern sie bei weitem nicht so guten Sound.

Wer mit Google Home arbeiten möchte und Wert auf guten Klang legt, der kommt um den JBL Link 20 nicht herum.

Wer lieber auf Alexa setzt und seinen Amazon Music Account nutzen will, sollte sich den Echo Plus genauer ansehen. Der klingt zwar bei maximaler Lautstärke nicht so gut, macht insgesamt aber ebenfalls einen sehr guten Eindruck.

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