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Ich habe die HTC Vive ausprobiert und bin geflasht

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… und es war auch noch eine nicht finale Version der HTC Vive Developer Edition, muss ich hinzufügen.

Ich gehöre zu den wenigen Glücklichen aus Deutschland, die die brandneue und heiß begehrte VR-Brille HTC Vive ausprobieren durften. Das HTC One M9 und Grip sind zwei weitere Produkte, die der Hersteller auf dem GSMA Mobile World Congress 2015 vorgestellt hat, aber die Vive ist das Ding. Hier auf der Messe dreht sich alles um dieses eine Produkt. Immerhin hat man den Spieleentwickler und -vermarkter Valve an der Seite. Für diejenigen, denen der Name nichts sagt: Das sind die Jungs und Mädels, die die Steam-Plattform betreiben.

Ich durfte die Vive zwar aktiv ausprobieren, aber keine Aufzeichnungen von der Demonstration oder dem eigentlichen Equipment machen. Selbstverständlich erzähle ich Euch aber, was man für die Vive alles braucht: kein Smartphone, sondern einen High-End-(Gaming)-Rechner. Für die dreidimensionale Erfassung wird ein Raum mit HTC-eigenen Sensoren benötigt. Dazu kommen ein Gurt für das HDMI- und USB3.0-Kabel sowie zwei Joysticks und ein Headset. Es kann los gehen…

Während der Demonstration stand mir die ganze Zeit ein Operator zur Seite. Ähnlich wie im Hollywood-Spielfilm The Matrix von den Wachowski-Geschwistern wurde ich in verschiedene Szenarien geladen. Meinen Vive-Führerschein machte ich in einem weißen und unendlich großen Raum. Dass er unendlich groß war, erkannte ich an dem Boden, dieser war mit einem Gitter überzogen. Ich habe die ersten Schritte gemacht und ehe ich mich versah, wurde ein Käfig eingeblendet, wie man ihn sonst von den Ultimate-Fighting-Championship-Veranstaltungen kennt. Er war knapp 2,5 × 2,5 × 2,5 Meter groß und machte mir den Erfassungsbereich klar. Ich konnte den Bereich zwar verlassen, aber dann würden die Sensoren mich nicht sehen. Ich habe eine Demo nach der anderen gemacht und jedes Mal stieg der Spaßfaktor. Die zwei Displays hinter den Okularen waren hochauflösend und schnell; hier gibt es 1080 × 1200 Pixel mit einer Bildwiederholungsrate von 90 Hertz.

Alles wirkte so echt und lebendig, sodass ich manchmal die Brille komplett vergaß. Ab und zu erschien etwas Unerwartetes oder Erschreckendes vor mir und mein Körper reagierte unwillkürlich darauf. Beispiel: Im Ozean tauchte plötzlich ein Blauwal neben mir auf, sodass ich mich reflexartig ducken musste. Das Erlebnis ist mit Worten sehr schwer zu beschreiben. Ich kann mich noch an Erfahrungen von anderen Leuten erinnern, die mir erzählen wollten, wie unglaublich cool Virtual Reality ist. Ich hab's immer als langweilig wahrgenommen. Fakt ist jedoch, dass man es selbst einmal erlebt haben muss, bevor man darüber spricht. Mich hat die Vive Developer Edition geflasht, ich kann mir durchaus nützliche und erlebnisreiche Anwendungsszenarien vorstellen. Gegen die echte Realität würde ich die Brille jedoch nicht eintauschen wollen…

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