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Huawei P9 lite im Test: modernes Smartphone für kleines Geld

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Alle guten Dinge sind drei: Huawei P9, P9 Plus jetzt das P9 lite. Der Hersteller aus China will Mitte Mai 2016 ein modernes Smartphone für den kleinen Geldbeutel auf den Markt bringen. Dabei kann das P9 lite so viel. Alles was Ihr über das Telefon wissen müsst, erfahrt Ihr in diesem Test.

Die neunte Generation der P-Serie ist jetzt vollständig, denn das lite-Modell ist nun hinzugekommen. Das „große“ P9 gibt es seit einigen Wochen im Handel, hier findet Ihr unseren Testbericht. Wer nicht 500 Euro für das leistungsstarke Huawei-Smartphone ausgeben möchte und durchaus auf einige Dinge verzichten kann, für den gibt es nun das P9 lite mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Aussehen der drei P9s ist auf den ersten Blick fast identisch. Die Unterschiede fallen einem erst dann auf, wenn man genauer hinschaut – grob betrachtet lässt es sich gar nicht sagen, welches das P9 und welches das P9 lite ist. Das günstigere Gerät ist ein wenig größer, dicker und auch schwerer. Der Rahmen ist aus Metall, die Rückseite besteht aus Plastik. Einerseits ist das Chassis dadurch stabil, anderseits verleiht es dem P9 lite eine gewisse Hochwertigkeit. Allerdings kommt es natürlich nicht an die Alu-Rückseite des großen P9 heran – wer also Wert auf hochwertige Haptik und Metall sucht, sollte sich vorm Kauf beide Modelle ansehen. Als Nutzer eines P9 ist mir aufgefallen, dass das Glas auf der vorderen Seite an den Rändern nicht abgerundet ist, sondern flach im Rahmen endet.

Von der Front ähnelt das P9 lite seinem großen Bruder, dem P9.

Oben mittig auf der Rückseite wurde der Fingerabdrucksensor platziert. Wir haben bei den Produktmanagern nachgefragt: Es ist derselbe wie im P9. Allerdings arbeitet der Sensor des Lite nicht dreidimensional. Die Sicherheit ist weiterhin hoch – das zumindest sagten uns die Vertreter von Huawei in Deutschland. Das haben wir nicht getestet, aber in der Praxis arbeitet der Sensor schnell und zuverlässig.

Der Speicher des P9 lite hat eine Größe von 16 GByte und kann mittels einer microSDXC-Karte um bis zu 2 TByte erweitert werden. Auf die Möglichkeit der Erweiterung werden wohl viele Nutzer zurückgreifen, denn frei zur Verfügung stehen lediglich 10 GByte. Der Akku hat mit 3000 mAh die gleiche Kapazität wie der des großen Bruders P9. Bei einer gewöhnlichen Nutzung kommen wir im Test auf etwas mehr als 1,5 Tage. Das P9 lite lässt sich noch über einen klassischen Micro-USB-Anschluss aufladen. Beim großen Bruder kommt schon der neuere Anschluss USB Type C zum Einsatz.

Statt USB Type C gibt es beim P9 lite wieder altes microUSB.

Was müsst Ihr zu der Hardware wissen? Nicht viel. Es gibt einen Octa-Core-Prozessor von HiSilicon Technologies. Es handelt sich um einen Kirin 650 mit 1,7 und 2 GHz Taktfrequenz. Für das Zwischenspeichern gibt es drei GByte RAM, ins Internet geht es über LTE sowie per WLAN nach 802.11 b, g und n. Der ac-Standard mit Dual-Band-Unterstützung fehlt. Darüber hinaus verfügt das System über Bluetooth 4.1 und NFC. Die Gesprächqualität beim P9 lite war im Mobilfunknetz von Vodafone und Telefónica Germany im Raum von Hamburg exzellent.

Das P9 lite hat eine Masse von 145 Gramm und eine Tiefe von 7,5 mm.

Das Display des P9 lite hat eine Diagonale von 5,2 Zoll. Es handelt sich um ein IPS-LCD mit 1920 × 1080 Pixeln, also Full-HD. Die Farben und Helligkeit sind gut, doch im Vergleich zum Bildschirm des P9 sieht das Lite-Modell hier nur die Rücklichter: Der Anzeige fehlt der erweiterte Farbraum mit hohen Kontrasten.

Als Software verwendet Huawei seine eigene Oberfläche EMUI in der Version 4.1. Das zugrundeliegende Betriebssystem ist Android OS 6.0 Marshmallow. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist flott, das System arbeitet zügig und Ruckler haben wir nicht festgestellt. Nervig: Ab Werk ist viel Bloatware installiert. Alle Apps, die Ihr nicht braucht, solltet Ihr deinstallieren. Dadurch wird Euer P9 schlanker und Ihr gewinnt Speicherplatz. Wir haben übrigens ein Problem mit der ab Werk installierten Tastatur: sie ist abartig hässlich und schwer zu bedienen. Die erste Amtshandlung: Gleich eine Alternative installieren. Wir haben uns für das Google Keyboard entschieden.

Die Rückseite markiert den Unterschied zwischen dem P9 und P9 lite: kein Metall, keine Dual-Kamera.

Das P9 lite hat eine 13-Megapixel-Kamera mit einer zweifarbigen Dual-LED. Das große Dual-Kamera-System mit Optik von Leica Camera AG fehlt. Wir haben Verständnis dafür, da dies mit dem Preis nicht vereinbar ist. Aber die Hauptkamera macht gute BIlder und liefert zufriedenstellende Ergebnisse. Vorne löst das P9 lite mit 8 Megapixeln auf – die Auflösung ist zwar die gleiche, wie beim P9 auch, aber die Blende ist hier f/2 statt f/2.4 besser. Also bessere Selfies!

Ist das eigentlich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? 299 Euro kostet das P9 lite und kommt in drei verschiedenen Farben auf den Markt. Man bekommt ein Smartphone mit einem starken Akku, hellem Display, Fingerabdrucksensor und eine durchaus verfünftige Kamera.

Na klar, High-End-3D-Spiele könnt Ihr auf diesem Smartphone vergessen, das ruckelt noch bis morgen, wenn Ihr den Versuch wagt. Positiv fanden wir aber auch, dass es gleich zwei SIM-Karten-Slots hat, also Dual-SIM unterstützt. Um die Frage zu beantworten: Ja, uns gefällt das Paket. Vor allem für weniger als 300 Euro.

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