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Huawei Mediapad M5 lite Test: edles, günstiges Android-Tablet

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Das Mediapad M5 lite ist das günstigste der neuen Android-Tablets von Huawei. Zu den Highlights gehören vier Lautsprecher, ein Full-HD-Display und ein recht potenter Octacore-Prozessor. Taugt es als Alternative zu teureren Tablets?

Das Huawei Mediapad M5 lite präsentiert sich genauso gut verarbeitet und edel anmutend wie seine beiden größeren Brüder Mediapad M5 10 (Testbericht) und Mediapad M5 Pro (Testbericht). Die Abmessungen des 475 Gramm schweren Gerätes betragen 243,4 × 162,2 × 7,7 Millimeter. Vier Lautsprecheröffnungen in Form kleiner Bohrungen finden sich jeweils am unteren und oberen Rand links und rechts außen. Unterhalb des Displays ist ein Fingerabdrucksensor untergebracht, die Frontkamera sitzt mittig oberhalb.

Bild: Techstage Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display.

Power-Button und Lautstärkewippe haben ihren Platz am rechten Rand des Tablets. Links finden sich unten eine Kopfhörerbuchse, direkt darüber ein USB-Typ-C-Port und weiter oben der Kartenslot. Je nach Variante ist dort Platz für eine MicroSD-Karte oder aber eine MicroSD- und eine SIM-Karte. Die leicht aus dem Gehäuse herausstehende Hauptkamera platziert Huawei auf der Rückseite rechts oben. Wie die anderen Geräte der M5-Serie liegt das Mediapad M5 lite mit seinem Metallgehäuse, den abgerundeten Seiten und dem Display mit leicht gebogener Glaskante angenehm und komfortabel in der Hand.

Als Antrieb gibt es beim Mediapad M5 lite wie auch beim Mediapad M5 einen Octacore-Prozessor von Huaweis Tochterunternehmen HiSilicon. Statt eines Kirin 960s gibt es allerdings den schwächeren Kirin-659-Chipsatz. Dieser hat vier ARM-Cortex-A53-Kerne mit einem Maximaltakt von 2,4 GHz und vier ARM-Cortex-A53-Kerne mit einem Maximaltakt von 1,7 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß, der interne Speicher bietet 32 GByte. Zur Erweiterung gibt es einen MicroSD-Karten-Slot. Huawei bietet das Mediapad auch in Ausführungen mit 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher an, diese sind in Deutschland bislang allerdings nicht erhältlich.

Bild: Techstage Neben einem USB-Typ-C-Port hat das Mediapad M5 lite auch eine Kopfhörerbuchse.

Die Ausführung mit SIM-Karten-Slot geht mit bis zu 300 Mbit/s ins mobile Internet (LTE Cat6). Im WLAN funkt das Mediapad M5 lite nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Der fest verbaute Akku des Tablets hat eine Kapazität von 7500 mAh und lädt mit dem im Lieferumfang befindlichen Netzteil mit 9 Volt und 2 Ampere. Laut Hersteller dauert einmal komplett aufladen knapp drei Stunden. Neben GPS und Glonass gehört noch Bluetooth in Version 4.1 zur Ausstattung, NFC unterstützt das Mediapad M5 lite nicht. Das Mediapad M5 lite kommt mit Unterstützung für einen optional erhältlichen druckempfindlichen Stylus. Dieser stand uns für den Test leider nicht zur Verfügung.

Im Vergleich zum Mediapad M5 10 ist das Display des Mediapad M5 lite etwas kleiner. Es misst statt 10,8 Zoll beim hochpreisigeren Bruder 10,1 Zoll in der Diagonalen. Statt 2560 × 1600 Bildpunkte beträgt die Auflösung nur 1920 × 1200 Pixel. Somit ergibt sich eine Pixeldichte von 224 ppi. Die Schärfe des ungewöhnlich hell leuchtenden Panels ist jedoch noch völlig ausreichend. Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität gefallen uns so gut wie beim großen Bruder, der Bildschirm des Mediapad M5 lite macht richtig was her.

Bild: Techstage Das Display des Mediapad M5 lite gefällt uns sehr gut.

Zur Anpassung der Farben gibt es auch hier in den Systemeinstellungen zwei Presets für den Farbmodus (Normal und Lebhaft) und drei Farbtemperatur-Presets. Davon abgesehen besteht auch die Möglichkeit, die Farbtemperatur anhand eines Farbkreises manuell festzulegen. Die Farbwiedergabe des Displays ist allerdings mit Werkseinstellung schon so gut, dass wir keine Notwendigkeit zu Änderungen sahen.

Statt einer 13- und einer 8-Megapixel-Kamera wie beim Mediapad M5 gibt es beim Mediapad M5 lite hinten und vorne eine 8-Megapixel-Knipse. Die Hauptkamera auf der Rückseite verfügt über einen Autofokus, vorne gibt es einen Fixfokus. Schon beim Mediapad M5 konnten uns die beiden Kameras nicht begeistern, beim Mediapad M5 lite ist die Qualität der Hauptkamera ob ihrer geringeren Auflösung noch schlechter.

Im Vergleich zum HiSilicon Kirin 960s im Mediapad M5 bietet der Kirin 659 nur halb so viel Leistung, zumindest dem AnTuTu-Benchmarkergebnis zufolge. Ersterer erzielt dort knapp 174.000 Punkte, der Kirin 659 im Mediapad M5 lite nur knapp 87.000 Punkte. Bei der normalen Nutzung fällt dies jedoch nicht größer auf. Das System läuft flüssig und das Starten und Wechseln von Apps geht schnell. Einzig bei grafisch anspruchsvolleren Games muss die Grafikqualität eventuell etwas heruntergeschraubt werden.

Bild: Techstage Optisch und Haptisch weiß das Mediapad M5 lite zu gefallen.

Mit seinem 7500-mAh-Akku liefert das Mediapad M5 lite eine gute Laufzeit. Wie beim Mediapad M5 10 ist der Stand-by-Verbrauch sehr niedrig und das Tablet muss bei gemäßigter Nutzung nur alle vier fünf Tage wieder an die Steckdose. Bei starker Nutzung ist es kein Problem über Tag zu kommen. Komplett aufgeladen ist die Batterie in circa zwei einhalb Stunden.

Bild: Techstage Jeweils links und rechts am unteren und oberen Rand sind die vier Lautsprecher des Gerätes untergebracht.

Wie beim Mediapad M5 10 gibt es auch beim M5 lite vier von Harman Kardon zertifizierte Stereolautsprecher. Auch bei der günstigen Ausführung des neuen Mediapad überzeugt uns der Klang. Für ein Tablet tönt es außergewöhnlich gut klingend aus den Speakern. Neben klarem und detailreichem Sound in den oberen Frequenzbändern liefern die Lautsprecher im Bassbereich mehr, als man es von Smartphones und Tablets gewöhnt ist.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet präzise und zügig. Wie bei den anderen Tablets der M5-Reihe kann er die typischen On-Screen-Navigations-Buttons ersetzen. Hierbei tippt der Nutzer für „Zurück“ einmal kurz auf den Sensor, um auf den Homescreen zurückzukehren wir der Scanner gedrückt gehalten. Ein seitliches über den Sensor wischen öffnet die zuletzt genutzten Anwendungen.

Auf den Tablets der M5-Reihe läuft Android 8.0 mit Huaweis Benutzeroberfläche EMUI – da macht auch das Mediapad M5 lite keine Ausnahme. Zum Testzeitpunkt war der Android-Sicherheitspatch vom 01. Juli 2018 installiert. Wem die Optik von EMUI nicht gefällt, der nutzt den installierten Theme-Store, um andere Designs anzuwenden.

Huawei MediaPad M5 Lite 10  32GB grau (53010DHU)

Huawei MediaPad M5 Lite 10 LTE  32GB grau (53010DHG)

Wer mehr ausgibt, bekommt zwar mit dem Mediapad M5 10 (Testbericht) oder dem Mediapad M5 Pro (Testbericht) mehr Performance und höher auflösende Displays. Beides ist beim Mediapad M5 lite jedoch schon völlig ausreichend. Davon abgesehen erwartet den Käufer zum fairen Preis (LTE-Version ab circa 330 Euro, WLAN-Ausführung ab circa 275 Euro) ein Gerät in hochwertigem Gehäuse mit aktueller Software und toll klingenden Lautsprechern.

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