TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Huawei Mediapad M5 Pro: Android-Tab mit Stylus im Test

6
von  //  Twitter Google+

Das Huawei Mediapad M5 Pro kommt mit einem druckempfindlichen Stylus und stärkerer CPU als das Schwestermodell Mediapad M5. Ob sich der Aufpreis von um die 100 Euro lohnt, dem gehen wir in unserem Test nach.

Das Huawei Mediapad M5 10 Pro wirkt edel mit seinem gut verarbeiteten Metallgehäuse. Die Abmessungen des knapp 500 g schweren Gerätes betragen 258,7 × 171,8 × 7,3 mm. Im Querformat gehalten befinden sich auf der rechten Seite Power-Button und Lautstärkewippe, die beide einen guten Druckpunkt haben und sich gut erfühlen lassen. Auf der rechten Seite unten gibt es einen USB-Type-C-Anschluss, darüber sitzt die Abdeckung des Kartenslots. Bei der Ausführung mit Mobilfunkmodem gibt es dort Platz für eine SIM- und eine Micro-SD-Karte, bei der Wifi-Variante nur einen SD-Kartenlsot.

Bild: Techstage

Oberhalb des Displays ist die Frontcam verbaut, rechts davon ist ein Fingerabdruckscanner untergebracht. Die ein gutes Stück aus dem Gehäuse herausragende Hauptkamera sitzt hinten rechts oben in der Ecke. Oben und unten sind insgesamt vier Lautsprecher untergebracht. Wie das Schwestermodell Mediapad M5 10.8 (Testbericht) gibt es das Mediapad M5 Pro 10.8 in mehreren Ausführungen: mit LTE und 64 oder 128 GByte internem Speicher und als WLAN-Variante, ebenfalls wahlweise mit 64 oder 128 GByte Speicher. Bei der Farbauswahl steht nur Space Grey zur Verfügung.

Bild: Techstage

Wie schon beim Mediapad M5 gefällt uns die Position und Funktionsweise des Fingerabdrucksensors, wenn das Gerät im Landscape-Modus genutzt wird. Mit dem Daumen lässt es sich leicht entsperren und dient auf Wunsch auch zur Navigation innerhalb des Systems. Ein kurzer Fingertipp ersetzt den Zurück-Button, ein gedrückt halten den Home-Button. Um die zuletzt genutzten Anwendungen zu starten, streicht der Nutzer mit dem Finger über die Scanner-Oberfläche. Was Reaktionszeit und Zuverlässigkeit beim Entsperren angeht, gibt es beim Fingerabdrucksensor des Mediapad M5 Pro nichts zu mäkeln.

Der zum Tablet gehörende Stylus, von Huawei M-Pen getauft, ist verhältnismäßig leicht und liegt gut in der Hand. Oben hat er einen Befestigungs-Clip, der zur Seite gedreht einen USB-Type-C-Anschluss zum Aufladen freigibt. Unten am M-Pen befinden sich zwei mechanische Taster für Zusatzfunktionen.

Während beim Mediapad M5 10 (Testbericht) ein Octacore-Prozessor des Typs Kirin 960s mit vier 2,1- und vier 1,8-GHz-Kernen zum Einsatz kommt, hat das Mediapad M5 Pro etwas mehr Power: Der Kirin 960 taktet bei vier seiner Kerne mit bis zu 2,4 bei den anderen vier mit bis zu 1,8 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß, der interne Speicher 64 oder 128 GByte, abhängig von der Ausführung des Tablets. Wie schon erwähnt, gibt es bei allen Ausführungen die Möglichkeit der Speichererweiterung per Micro-SD-Kartenslot.

Die LTE-Version geht mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream ins mobile Internet. Ins WLAN geht es nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzbereich. Im Bereich der Konnektivitität gibt es noch GPS und Bluetooth in Version 4.2, NFC ist leider nicht an Bord. Da das Tablet keine herkömmliche Kopfhörerbuchse besitzt, befindet sich im Lieferumfang ein entsprechender USB Type-C auf Klinken-Buchse Adapter. Der fest verbaute Akku des Mediapad M5 10.8 Pro hat eine Kapazität von 7500 mAh. Zu den genaueren technischen Spezifikationen des druckempfindlichen Stylus, der zum Tablet gehört, gibt es von Huawei leider keine genaueren Informationen.

Das Display des Mediapad M5 Pro hat eine Diagonale von 10,8 Zoll und löst 2560 × 1600 Pixel auf. Die daraus resultierende Pixeldichte beträgt 280 ppi. Schärfe und Farbwiedergabe sind top und auch die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Die maximale Helligkeit ist ordentlich und ermöglicht auch den Einsatz bei hellen Lichtverhältnissen. Innerhalb der Systemeinstellungen finden sich Optionen zur Anpassung an die eigenen Vorlieben. Es gibt zwei Presets für den Farbmodus (Normal und Lebhaft) und drei Farbtemperatur-Presets. Das manuelle Festlegen der Farbtemperatur geschieht durch einen Farbkreis.

Bild: Techstage

Wie beim Mediapad M5 löst die Hauptkamera des Huawei Mediapad M5 Pro 13 Megapixel auf und hat einen Autofokus, die Frontcam hat eine Auflösung von 8 Megapixel. Wie schon beim kleineren Bruder hat uns auch beim Mediapad M5 Pro die Bildqualität nicht übermäßig beeindruckt. Für brauchbare Schnappschüsse taugen die beiden Kameras jedoch.

Den Unterschied zwischen dem Kirin 960s beim Mediapad M5 und dem etwas stärkeren Kirin 960 beim Mediapad M5 Pro merkt der Nutzer in der Praxis nicht. Beide Tablets agieren flink und ohne Hänger oder Denkpausen. Auch grafisch anspruchsvollere Games sind auf dem Mediapad M5 Pro kein Problem. Auch die Akkulaufzeit ist nahezu identisch: Gut gefällt uns der sehr geringe Verbrauch im Standby-Betrieb, beim Videoschauen sind bis zu zwölf Stunden drin. Das Aufladen geht recht schnell, um die zwei Stunden dauert es.

Bild: Techstage

Das Mediapad M5 Pro hat dasselbe von Harman Kardon zertifizierte Lautsprecher-Setup und klingt auch genau so gut. Der Sound ist detailreich, klar und selbst im Bassbereich recht ordentlich. Auch in Sachen Lautstärke macht das Tablet eine gute Figur, ohne dass der Nutzer dabei mit Abstrichen des Klangs leben muss. Der M-Pen macht einen guten Job. Er arbeitet präzise und ohne wahrnehmbare Verzögerung.

Huawei-typisch gibt es als Betriebssystem EMUI on top of Android, in diesem Fall Version 8.0 von Googles mobilem Betriebssystem, wie auch beim Mediapad M5. Wem die Optik nicht gefällt, der kann über eine spezielle App andere Designs herunterladen und anwenden. Die vorinstallierte Bloatware in Form von beispielsweise Booking.com, Kids Corner und WPS Office lässt sich problemlos deinstallieren.

Nützlich ist hingegen die vorinstallierte App Nebo for Huawei, eine Art digitaler Notizblock, der gut mit dem zum Tablet gehörenden Stylus zusammenarbeitet. Nebo bietet viele Optionen, um das Maximum aus dem gut funktionierenden M-Pen herauszuholen. Um sich mit den verfügbaren Möglichkeiten vertraut zu machen, gibt es ausführliche Erklärungen und Tutorials innerhalb der Applikation.

Wird der M-Pen gerade genutzt, kommt statt dem vorinstallierten SwiftKey eine spezielle Tastatur mit Handschrifterkennung zum Einsatz. Diese funktioniert gut, Suchanfragen an Google oder innerhalb anderer Apps kann der Nutzer so komfortabel schriftlich stellen.

Huawei Mediapad M5 Pro 10.8 (64 GByte)

64 GByte

Huawei Mediapad M5 Pro (64 GByte / LTE)

64 GByte / LTE

Im Vergleich zum Mediapad M5 10.8 (Testbericht) bietet das Mediapad 5 Pro 10.8 eine in der Praxis nicht merklich stärkere CPU und einen sehr gut funktionierenden druckempfindlichen Stylus. Wer auf Letzteren verzichten kann, der sollte einen Blick auf den günstigeren Bruder Mediapad M5, oder aber die handlichere 8,4-Zoll-Ausführung Mediapad M5 8.4 (Testbericht) werfen. In unseren Augen sind die neuen Huawei-Geräte die aktuell interessantesten und besten Android-Tablets auf dem Markt.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige