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Huawei Mate 30 Pro: Spitzen-Hardware ohne Google

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Das Mate 30 Pro markierte derzeit die Spitze der Hardware-Skala bei Huawei, durch den US-Bann finden Nutzer aber keine Google-Dienste auf dem Smartphone. Kann das gutgehen?

Die P-Serie stellt traditionell bei Huawei die Speerspitze bei Smartphone für die erste Jahreshälfte dar, in der zweiten Hälfte kommen dann die Mate-Modelle auf den Markt. Die bieten dann noch einmal etwas mehr als das jeweilige P-Gerät, unter anderem den Top-Chipsatz der neuesten Generation. Das ist auch beim Huawei Mate 30 Pro so, das als erstes Smartphone mit dem Kirin 990 ausgestattet ist, aber der Hersteller modifiziert das aktuelle Mate mehr als sonst. So legt das Unternehmen deutlich stärker als in den vergangenen Jahren Hand an die Kamera und modifiziert sie im Vergleich zum P30 Pro (Testbericht) nicht nur leicht, sondern erweitert mit speziellem Sensor den Schwerpunkt vor allem um zusätzliche Videofunktionen. Während sich die Hardware allerdings gewohnt hochwertig liest, dürften Nutzer über einen anderen Umstand stolpern: Das Huawei Mate 30 Pro hat wegen des US-Banns gegen chinesische Unternehmen keinerlei Google-Dienste installiert. Ist das nur eine Umgewöhnung für den typischen Android-Nutzer oder macht das das Mate 30 Pro für den Durchschnitt quasi unnutzbar?

Das Huawei P30 Pro (Testbericht) ist ja sicherlich schon kein hässliches Smartphone, beim Mate 30 Pro legt Huawei aber noch einmal ein paar Schippen drauf. Das um die seitlich gebogenen Kanten der Front gebogene OLED-Display zeigt bei direkter Draufsicht überhaupt keinen Rahmen mehr, nur über- und unterhalb des Screens sind noch schmale schwarze Streifen zu sehen. Oben installiert der Konzern eine massive Notch mit drei gut sichtbaren Kameralinsen und Sensoren. Deren gleichmäßige Verteilung sorgt für ein symmetrisches Erscheinungsbild des Smartphones, allerdings kommt die ausladende Notch etwas wuchtig daher. Die Punchhole-Notch bei aktuellen Samsung-Modellen wie dem Galaxy Note 10 (Testbericht) wirkt da schon deutlich eleganter.

Die Notch für Frontkamera(s) und Sensoren ist kleiner als beim Vorgänger, aber immer noch groß

Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten ist das Modell in puncto Design, Verarbeitungsqualität und Qualitätsanmutung über alle Zweifel erhaben. Der eloxierte Metallrahmen ist seitlich derart dünn, dass der rot hervorgehobene Powerbutton in einer punktuellen Verbreiterung des Rahmens untergebracht ist. An Stirn- und Fußseite des Gerätes setzt Huawei auf eine Mischung aus sanften Rundungen und dezenten Kanten im Rahmen, das fasst sich angenehm an und sieht extrem hochwertig aus. Die Rückseite besteht bei den meisten Modellen ebenfalls aus Glas, das zu Stirn- und Fußseite nur leicht, zu den Längsseiten hingegen stark gebogen ist. Dadurch liegt das Mate 30 Pro – abgesehen von der typischen Rutschigkeit von Glas-Smartphones – trotz seiner Größe von stolzen 158,1 × 73,1 × 8,8 Millimeter und dem durchaus spürbaren Gewicht von fast 200 Gramm sehr angenehm in der Hand. Gegen die wie so oft bei glänzenden Oberflächen deutlich sichtbaren Fingerabdrücke hilf wie immer nur häufiges Putzen, eine Schutzhülle oder der Griff zur grundsätzlich in zwei Farben erhältlichen Version mit Kunstleder statt Glas auf der Rückseite. Die ist hierzulande aber nur über Umwege erhältlich.

Ansonsten zieht auf der Rückseite die neu gestaltete Kameraeinheit die Blicke auf sich. Huawei setzt jetzt auf eine runde Einfassung der vier Kameralinsen und will damit wie zuvor Motorola oder Nokia an die Optik einer herkömmlichen Kamera mit großem Einzelobjektiv erinnern. Der innere Kreis mit den Linsen ist dabei in Schwarz kontrastiert, darum zieht sich ein matter Ring in Gehäusefarbe, der sich ebenfalls von der spiegelnden restlichen Oberfläche abhebt.

Hochwertig, toll verarbeitet, schick!

Die Verarbeitung des Huawei Mate 30 Pro ist vorbildlich. Unregelmäßige Spaltmaße sind dem Modell fremd, die Antennenfugen aus Kunststoff perfekt in den Metallrahmen eingelassen. Selbst der SIM-Schlitten passt sich nahezu nahtlos in den Rahmen ein und der Powerbutton wackelt nicht und verfügt zudem über perfekten Druckpunkt und Tastenhub – besser geht es nicht. Wasser- und staubdicht nach IP 68 ist das Gerät obendrein - im Kapitel Design und Verarbeitung räumt Huawei beim Mate 30 Pro alles ab, was geht.

Den um die Längsseiten gewundenen Screen nennt Huawei treffend Horizon-Display, schließlich sieht man an diesen Seiten keine Ränder. Wie zuvor bei diversen Samsung-Smartphones, etwa dem Galaxy S10+ (Testbericht) sieht das zwar toll aus, bringt aber auch Nachteile in Form von Spiegelungen auf der Wölbung mit sich. Zu diesem Zweck dürfen Mate-Nutzer beim Mate 30 Pro die Darstellung auch auf den nicht gekrümmten Teil begrenzen, ab Werk ist allerdings die umlaufende Darstellung aktiviert. Neben diversen Eingriffsmöglichkeiten in Helligkeit, Farbintensität und Darstellung sowie Always-on-Display bieten zum Glück auch die Messwerte sowie der subjektive Eindruck bei Nutzung Bestwerte.

Im manuellen Modus bescheinigte unser Testgerät dem 6,53 Zoll großen OLED-Screen (2400 × 1176 Pixel, 409 PPI) des Mate 30 Pro rund 430 cd/m², das ist ein normaler Wert für diese Display-Art. Wie bei manch anderen Herstellern wie etwa Samsung erreicht auch das Huawei-Smartphone im Automatikmodus bei hoher Umgebungshelligkeit höhere Werte, wir konnten im Test bis knapp 600 cd/m² reproduzieren. Im Verbund mit (auf Wunsch) intensiven Farben, hervorragendem Schwarzwert, tollen Kontrasten und einer spitzenmäßigen Blickwinkelstabilität dürfte damit niemand Probleme mit der Ablesbarkeit im Freien haben – selbst bei hellem Sonnenschein. Der Screen unterstützt den M-Pen von Huawei, der ist aber nicht im Lieferumfang mit dabei.

Huawei hat die Leica-Kamera des Mate 30 Pro überraschend stark überarbeitet. In den letzten Mate-Generationen kamen meist nur leicht angepasste Kameras des jeweiligen P-Modelles zum Einsatz, beim Mate 30 Pro legt Huawei deutlich mehr Hand an. So gesellt sich zum bekannten 40-Megapixel-Sensor des P30 Pro mit f/1.6-Blende ein weiterer Sensor mit ebenfalls 40 Megapixel und f/1.8, der sowohl für Ultra-Weitwinkelaufnahmen, als auch vor allem im Videomodus zum Einsatz kommt. Für letzteres hat sich der Hersteller für einen Sensor im 3:2-Format entschieden, da das Vorteile bei Videos bietet. Bewegtbilder sind zudem erstmals bei einem Modell des chinesischen Konzerns in 4K/60 möglich. Hinzu kommt eine dreifache optische Vergrößerung mit 8 Megapixel (f/2.4) und eine Time-of-Flight-Kamera (ToF), die Distanzen zu Objekten sehr genau bestimmen kann. Haupt- und Zoomobjektiv verfügen über optische Bildstabilisation.

Grandiose Kamera mit tollen Low-Light-Kapazitäten und stark verbessertem Videofähigkeiten

Die Frontkamera nimmt Bilder mit bis zu 32 Megapixel und f/2.0-Blende auf, für Videos ist überraschend schon bei Full-HD Schluss. Ebenfalls überraschend: Der Hersteller setzt nicht auf Pixel-Binning, Selfies sind also tatsächlich 32 und nicht 8 Megapixel groß. Einen Autofokus gibt es bei der Frontcam nicht, dennoch ist die Fotoqualität bei ausreichendem Licht sehr gut, auch der Portraitmodus liefert dank zusätzlicher ToF-Kamera ansprechende Ergebnisse ab. Bei abnehmendem Licht sinkt die Qualität vor Selfies aber schnell auf ein nur noch erträgliches Maß ab.

Fotos sehen mit dem Mate 30 Pro wenig überraschend mindestens genauso hervorragend wie beim P30 Pro aus, zumindest in Bezug auf Bilddynamik, Bildschärfe und Detailreichtum. Auffällig ist gelegentlich eine etwas dunklere Stimmung der Bilder, zudem hebt die zuschaltbare AI gern einzelne Farben wie das Grün von Gras oder das Blau des Himmels hervor, wodurch Fotos schnell einen Bonbon-Look bekommen. Der größte Unterschied zum P30 Pro (Testbericht) ist allerdings die reduzierte Stärke der maximalen Vergrößerung. Optisch ist das nur noch 3-fach möglich, beim P30 Pro gibt es 5-fache optische Vergrößerung. Entsprechend ist auch die Hybrid- und Maximalvergrößerung beim Mate-Modell reduziert, hier ist bei 5-fach und 30-fach statt 10-fach und 50-fach Schluss. Zumindest der Cut bei der maximalen Vergrößerung ist kein Beinbruch, denn nach dem Hybridzoom nimmt die Bildqualität nach wie vor rapide ab.

Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen liefert das Mate 30 Pro beeindruckende Bilder ab. War dafür zuvor bei wenig Licht noch der Nachtmodus zwingend zu empfehlen, der mit seiner Dauerbelichtung selbst aus freier Hand scharfe und detailreiche Bilder lieferte, macht das neue Topmodell nun auch im Automatikmodus bei Nacht herausragende Bilder. Sie stehen dem Nachtmodus in fast nichts nach, nur in Verbindung mit Stativ und sehr langer Belichtungszeit werden Aufnahmen damit noch heller – zu hell eigentlich, Bilder sehen dann nämlich fast aus, wie bei Tageslicht geknipst. Beeindruckend ist das auf jeden Fall.

Nachtaufnahmen waren schon bei vorherigen Huawei-Smartphones klasse, der größte Fortschritt ist allerdings bei Videoaufnahmen zu verzeichnen, für die der neue Super-Sensing-Chip mit 40 Megapixel zum Einsatz kommt. Damit schafft das Mate 30 Pro auch bei schlechten Lichtverhältnissen überraschend gute Videoaufnahmen, die im Vergleich zu den meisten Konkurrenten immer noch erstaunlich scharf und hell trotz kaum zu sehendem Bildrauschen ausfallen. Erst bei extrem wenig Licht steigt Rauschen sprungartig an und es schleichen sich vermehrt hässliche Artefakte in die Aufnahme. Vielleicht hätte Huawei dann nicht krampfhaft weiterhin versuchen sollen, die Helligkeit deutlich über das, was das menschliche Auge sieht, hinaus anzuheben. Bei wenig Licht ist die Bildqualität bei 30 Bildern pro Sekunde klar besser als bei 60 Frames, wie immer gilt das auch für die Bildstabilisierung. Zoom ist im Videomodus übrigens vollumfänglich möglich.

Eine Besonderheit im Vergleich zum P30 Pro: Auf den gerundeten Display-Seiten dürfen Nutzer einen virtuellen Auslöse-Button recht frei platzieren.

Huawei installiert seinen aktuell schnellsten Chipsatz im Mate 30 Pro, nämlich den Kirin 990. Er verfügt über acht Kerne – zwei Cortex-A76-Einheiten mit bis zu 2,86 GHz, zwei A76 mit bis zu 2,09 GHz und vier A55 mit bis zu 1,86 GHz. Außerdem verfügt der Chipsatz über eine Dual-NPU für Aufgaben der künstlichen Intelligenz, eine Mali-G76 MP16 als GPU und 8 GByte RAM. Der neue Chipsatz ist in allen Belangen sehr schnell, vor allem bei der Grafikleistung legt der Kirin 990 im Vergleich zum Vorgänger Kirin 980 merklich zu. So ist es kaum verwunderlich, dass das Mate 30 Pro im Test stets einen schnellen und direkten Eindruck vermittelte, Websurfen, Navigation in Menüs und andere alltägliche Dinge brachten das Gerät nicht ansatzweise ins Schwitzen. Im Antutu-Benchmark, das nur auf Umwegen auf das Smartphone kommt (siehe Kapitel Software), erreicht das Gerät satte 432.000 Punkte – allzu viel schneller geht es derzeit nicht. Viel Platz bietet der schnelle UFS-3.0-Speicher mit seinen 128 oder 256 GByte, hinzu können NMC-Speicherkarten mit bis zu 256 GByte kommen. In Spielen lassen sich beim Mate 30 Pro zwei virtuelle Schultertasten einblenden – praktisch.

Der einzelne Lautsprecher auf der Fußseite des Smartphones ist laut und auch recht voluminös, klingt auf maximaler Lautstärke aber etwas spitz. Die technische Ausstattung ist ansonsten umfänglich – bis auf 5G. WLAN ac, Bluetooth 5.1, USB C 3.1, GPS mit Glonass-, Beidou-, Galileo- und QZSS-Unterstützung sowie NFC sind hingegen mit dabei. Ein 3,5-Millimeter-Port fehlt. Der Fingerabdrucksensor, der sich unterhalb des Display-Glases verbirgt, konnte uns wie schon beim P30 Pro nicht vollends überzeugen, dank 3D-Gesichtserkennung per Frontkamera und vorderer ToF-Kamera klappt die optische Smartphone-Entsperrung auf dem Mate 30 Pro allerdings sehr gut und kann auch aus Sicherheits-Sicht bedenkenlos empfohlen werden. Zusätzlich versteht sich das Mate auf eine rudimentäre Gestensteuerung mit der Hand. In manchen Apps wie etwa der Bildergalerie oder im Browser lassen sich auf diese Weise Inhalte Auswählen und Scrollen – das fühlt sich insgesamt aber etwas zäh an und dürfte wohl nur von wenigen Nutzern dauerhaft verwendet werden.

Die Hardware ist über jeden Zweifel erhaben, bei der Software sieht das anders aus. Wegen des US-Banns dürfen US-Unternehmen nicht mehr ohne weiteres mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten und ihnen Hard- oder Software verkaufen. Daher setzt Huawei beim Mate 30 Pro nicht wie bisher auf eine lizensierte Android-Version, sondern auf eine AOSP-basierte Lösung (Android Open Source Project). Die ist kostenlos und quelloffen, kommt allerdings auch ohne die vom Großteil der Smartphone-Nutzer gewohnten Google-Dienste wie Gmail, Maps oder den Play Store.

Derzeit fehlen noch viele bekannte Apps in der App Gallery, Spotify ist nur ein Beispiel von Vielen

Als Ersatz setzt Huawei auf seine eigenen Services (HMS – Huawei Mobile Services) und versucht, die App Gallery, die in China schon seit längerem als direkter Ersatz für den dort nicht erlaubten Google Play Store existiert, auch in Europa zu etablieren. Das funktioniert allerdings für Google-verwöhnte Nutzer mehr schlecht als recht. Das Problem ist dabei nicht die schiere Anzahl – immerhin gibt es schon eine ganze Menge Apps in der App Gallery, da sollte schon das Wichtigste dabei sein. Denkt man. Leider ist dem in vielen Fällen nicht so. Denn zahlreiche der hierzulande geläufigen Apps stammen nun mal von US-Anbietern. Neben Apps wie Google Maps sind da auch viele andere Apps wie Spotify, Paypal, WhatsApp oder diverse Benchmarks zu nennen. Hinzu kommen regionale Apps, etwa von Banken, die ebenfalls (noch) nicht in der App Gallery zu finden sind. Mangels Zertifizierung funktionieren zudem Bezahl-Apps nicht. Einfache, wenn auch potenziell gefährliche Abhilfe schafft hier das Installieren von APK-Dateien, die im Netz bei Stores wie F-Droid oder APKpure zu finden sind. Dort erhält man den Großteil der (internationalen) Apps, die Anwender vermissen könnten. Dazu müssen diese zuvor manuell das Installieren von Apps aus externen Quellen erlauben, der entsprechende Einstellungspunkt findet sich unter der Rubrik Sicherheit. Das einfache Nachinstallieren von Google-Diensten war zwar anfangs möglich, funktioniert jetzt aber nicht mehr ohne weiteres.

Übrigens: Außer der Power-Taste gibt es wie erwähnt keine Hardware-Tasten mehr. Die Lautstärke lässt sich entsprechend nur noch per Software regeln. Aufgerufen werden die entsprechenden Software-Buttons durch einen Doppeltipp auf den Rahmen – entsprechend lässt sich die virtuelle Lautstärkenregelung sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite aufrufen.

Stolze 4500 mAh fasst der Akku des Mate 30 Pro, das ist eine ganze Menge. Allerdings verfügt das Gerät auch über ein recht großes Display und einen Prozessor, dessen Leistung Nutzer sicherlich auch gerne mal ausreizen werden. Letzterer ist allerdings im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt, sodass im Alltag der Stromverbrauch sehr gut ist. Tatsächlich erreichte das Mate im Battery Test von PCmark bei 200 cd/m² rund 12 Stunden Laufzeit – das ist richtig gut. Tatsächlich bestätigte das Smartphone im Test Laufzeiten von im Schnitt gut 2 Tagen, ohne in den roten Bereich zu kommen. Damit gehört das Mate 30 Pro aktuell zu den ausdauerndsten Smartphones am Markt.

Auch das Aufladen des Modells geht richtig fix. Dank des im Lieferumfang befindlichen 40-Watt-Netzteils ist das Gerät in kaum mehr als 1,5 Stunden wieder voll aufgeladen. Auch kabellos lädt das Mate 30 Pro – allerdings "nur" mit 27 Watt, das dauert entsprechend etwas länger. Zu guter Letzt beherrscht das Mate wieder Reverse Charging, es lädt also andere Geräte kabellos auf.

Das Huawei Mate 30 Pro gibt es in Deutschland offiziell nur in der Farbe Silber in der Speicherkonfiguration 128/8 GByte und ohne 5G. Der Preis für das Smartphone begann zum Testzeitpunkt bei 999 Euro.

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  • Mit dem Mate 30 Pro beweist Huawei wieder einmal, dass das Unternehmen richtig tolle Smartphones bauen kann. Das Design ist schick, die Hardware umfänglich und schnell, die Kamera löst unseren bisherigen Primus P30 Pro (Testbericht) ab und der Akku ist bärenstark. Eigentlich gibt es an dem Gesamtpaket nichts zu bemängeln, höchstens 5G hätte noch mit dabei sein dürfen; Tatsächlich spielt das aber aktuell in 2020 in Deutschland immer noch keine entscheidende Rolle.

    Leider wird Huawei durch äußere Umstände hart ausgebremst. Die fehlenden Google-Dienste machen das Smartphone in seiner jetzigen Form für den durchschnittlichen, vom umfangreichen und kostenlosen Google-Dienste-Paket verwöhnte Nutzer weitestgehend uninteressant. Zu stark sind die Einschränkungen, die der fehlende Play Store mit sich bringt. Mal eben von A nach B navigieren? Fehlanzeige. Spotify runterladen zum Musikhören? Leider nicht in der App Gallery von Huawei vertreten. Internetbanking? Nope, entsprechende Apps fehlen ebenfalls.

    Natürlich sind etliche der fehlenden Apps per Sideload zu bekommen und die Fortschritte, die Huawei beim Füllen seiner App Gallery macht, sind erkennbar. Noch ist das Huawei-Angebot aber kein adäquater Ersatz für die gewohnten Google-Dienste. Bleibt nur das Suchen nach APKs. Wer Apps manuell installiert, setzt sich allerdings zumindest theoretisch einem höheren Sicherheitsrisiko aus und auch Updates können dann ein Problem sein. Technisch Interessierte, die in erster Linie auf der Suche nach der besten Hardware sind, dürfen sorgenfrei zum Mate 30 Pro greifen. Der Rest eher nicht. Das weiß auch Huawei, schließlich wird das Gerät offiziell nur bei Mediamarkt und in kleiner Stückzahl verkauft. Wegen mangelnder Massenkompatibilität erhält das Gerät daher trotz Spitzen-Hardware nur die Note Gut.

    Übrigens läuft zum Testzeitpunkt immer noch die Aktion, durch die Käufer des Mate 30 Pro nach 30 Tagen an einer Umfrage teilnehmen dürfen und dadurch kostenlos eine Huawei Watch GT2 (Testbericht) erhalten.

    Natürlich gibt es auch Alternativen zu Google-Apps, wie wir in unserem Artikel Android ohne Google zusammengefasst haben. Wer sich die damit verbundene Arbeit sparen will, sollte einen Blick auf das Huawei P30 Pro (Testbericht), das Samsung Galaxy Note 10+ (Testbericht) oder das Asus ROG Phone 2 (Testgerät) werfen.

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