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Honor Band 5 im Test: Günstiger Fitness-Tracker mit OLED

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Das Honor Band 5 besticht durch sein tolles OLED-Display. Ansonsten bietet es vernünftige Kost, die Huawei und Xiaomi Konkurrenz macht.

Honor ist eine Huawei-Tochter, soll aber durchaus für interne Konkurrenz sorgen. Diese seltsame Konstellation führt etwa dazu, dass die Smartphones von Huawei und Honor auf dem Papier identisch sind, die Honor-Geräte aber dennoch irgendwie schlechter abschneiden. Ein gutes Beispiel sind das Honor 20 Pro (Testbericht) und das Huawei P30 Pro (Testbericht). Da war die Kamera beim Honor schon gut, aber nicht so perfekt wie beim Huawei-Smartphone. Der größte Unterschied war tatsächlich das Display, Huawei setzte damals auf OLED, Honor nicht. Bei den aktuellen Fitness-Trackern ist es anders herum. Das Honor Band 5 kommt mit OLED, das quasi baugleiche Huawei Band 4 in der gleichen Preisklasse setzt auf LCD.

Wir testen das Honor Band 5 im Rahmen unserer Themenwelt Fitness-Tracker. Dort haben wir nicht nur Vergleiche und Ratgeber, sondern auch Einzeltests zu Geräten wie dem Huawei Band 4 (Testbericht), dem Xiaomi Mi Band 4 (Testbericht), dem Polar A370 (Testbericht) und dem Fitbit Charge 3 (Testbericht).

Im Paket liegt das Honor Band 5 samt einer Ladeschale, etwas Lesestoff und einem Micro-USB-Kabel. Beim Fitness-Tracker dominiert schwarz, anders als beim Huawei Band 4 gibt es aber neben dem Touchscreen noch einen physischen Knopf. Der wird beispielsweise zur Bestätigung genutzt. Das Highlight des Gerätes ist sein AMOLED-Bildschirm. Dank OLED-Technik poppen die Farben so richtig schön aus dem schwarzen Hintergrund heraus.

Das AMOLED des kleinen Fitness-Trackers gefällt gut.

Das Armband ist 1,6 cm breit, wir empfanden es im Test als leicht einschnürend. Es war zwar nicht komplett unangenehm, man merkt aber immer, dass man den Tracker trägt. Hier wäre ein breiteres Armband oder ein anderes Material als Silikon schön. Zwar kann man das Armband abknipsen, allerdings gibt es keine offiziellen Alternativen, man ist also auf Dritthersteller angewiesen.

Spätestens bei der App ist jede Eigenständigkeit dahin. Das Band 5 schickt alle seine Daten an Huawei Health. Wie immer braucht man dazu nicht nur die Anwendung, sondern auch die Huawei Mobile Services. Beides lässt sich über den Play Store leicht installieren. Die App haben wir bereits mehrfach beschrieben, zuletzt beim Test des Huawei Band 4. Kurz: Sie ist gut. Daten werden sauber aufbereitet und für den Nutzer verständlich präsentiert.

Das Honor Band 5 erbt viele Funktionen der Huawei-Tracker: Dreht man das Handgelenk, kann man die Screens auf dem Display durchwechseln. Das ist besonders im Training praktisch. Dafür gibt es ein paar Übersetzungsfehler, wie die Huawei-Tracker wurde „Watch-Face” mit „Gesichter” übersetzt. Gemeint sind die verschiedenen Designs für die Oberfläche des Trackers.

Das Honor Band 5 erbt die schlechte Übersetzung der Huawei-Tracker.

Das Honor Band 5 lieferte im Test ein solides Tracking der täglichen Bewegung. Schritte wurden vernünftig gezählt, man muss das Handgelenk weder besonders schleudern noch muss man vorsichtig gehen. Die dauerhafte Pulsmessung ist ebenfalls mit an Bord und funktioniert gut. Ziele für die Schritte lassen sich über die App eintragen.

Neben dem Puls und den Schritten kann das Gerät die Sauerstoffsättigung im Blut messen. Da das allerdings optisch erfolgt, ist es wenig mehr als Schätzwert und höchstens ein nettes zusätzliches Gimmick.

Einen eigenen Musik-Player bringt das Armband nicht mit, aber man kann darüber die Wiedergabe auf dem Handy steuern.

Honor Band 5: App (9 Bilder)

Honor Band 5 in der Huawei Health App

Beim Training gibt es weder besonders positive noch negative Faktoren. Das Honor Band 5 macht eine ordentliche Arbeit und kann die Position über das GPS eines verbundenen Smartphones bestimmen. Hier gab es keine großen Überraschungen, das funktioniert einfach alles. Honor bescheinigt dem Gerät eine Wasserdichtigkeit von 50 m. Das klingt viel, in der Realität bedeutet es aber nur, dass man damit in seichtem Wasser schwimmen und das Gerät am Strand nutzen kann. Tauchen, Wasserski oder ähnliche Sportarten, bei denen Wasser druckvoll auf das Armband treffen könnte, verträgt das Band 5 nicht.

Im Schlaf rächte sich das schmale Armband etwas. Im direkten Vergleich fanden wir das Honor Band 5 ein klein wenig unangenehmer als das Huawei Band 4. Dennoch, mit dem Honor-Tracker kann man gut schlafen. Die Daten rund um die Nacht landen in der Huawei-App und werden vernünftig aufbereitet. Der integrierte Wecker vibriert den Schläfer zuverlässig wach. Ein kurzes Drücken auf die Taste am Display schickt den Tracker in eine zehnminütigen Snooze-Modus, ein langer Druck beendet den Wecker.

Die Angaben zur Sauerstoffsättigung sind eher Anhaltspunkt als konkrete Messung.

Hier gibt es wenig Überraschungen, wie das Huawei Band 4 zeigt das Honor Band 5 eingehende Nachrichten auf dem Display an. Das funktioniert im Test gut. Beantwortet werden können sie hier nicht.

Das Honor Band 5 besitzt einen Akku mit 100 mAh. Damit hält es locker eine Woche durch. Selbst wenn die 10-Prozent-Warnung kommt, ist noch mindestens eine Nacht drin. Leider verzichtet Honor auf den praktischen Ladeanschluss des Huawei Band 4 und legt eine kleine Ladeschale bei. Die darf man nicht verlieren.

Das Honor Band 5 ist für um die 35 Euro zu bekommen, bei Aktionen fällt der Preis bis zur 20-Euro-Grenze. Neben der schwarzen Variante gibt es das Gerät noch in Pink oder Blau.

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Honor Band 5 schwarz

Honor Band 5

Honor Band 5 pink

Honor Band 5, pink

Honor Band 5 blau

Honor Band 5, blau

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Alles in allem ist das Honor Band 5 ein solider Fitness-Tracker, dem ein breiteres Armband gut gestanden hätte. Der größte Unterschied zum Huawei Band 4 ist der AMOLED-Bildschirm, sonst sind die Geräte nahezu baugleich. Das macht den Kauf wieder etwas schwierig. Wer AMOLED möchte und kein Mi Band 4 (Testbericht) will, der kann ohne Probleme zum Honor Band 5 greifen. Wem die Display-Technik eher egal ist, der sollte sehen, welches Gerät gerade günstiger ist. Und wer vernünftige Armbänder haben möchte, der greift vielleicht gleich zu einem Fitbit-Tracker wie dem Inspire HR (Testbericht).

Im Test wurde uns die Strategie nicht klar, warum Huawei und Honor quasi baugleiche Geräte (bis hin zu fehlerhaften Übersetzungen) in mehreren Serien verkaufen. Vielleicht geht es einfach darum, möglichst viele Produkte im Markt zu haben, um eine entsprechend große Präsenz aufzubauen. Im Alltag dürfte das eher verwirren. Wer aber einen vergleichsweise günstigen Tracker sucht, kann sich das Band 5 oder das Band 4 ansehen.

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