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Honor 8X im Test: viel Smartphone für 249 Euro

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Das Honor 8X kommt mit Dualkamera, Android 8.1 Oreo, großem Akku und schickem Glasgehäuse für 249 Euro auf den Markt. Wir testen, wie es sich im Alltag schlägt.

Die Huawei-Tochter Honor schickt das Honor 8X in einer ungewöhnlich großen Verpackung zum Kunden. Dabei ist eigentlich nicht viel drin: In der Box befinden sich Smartphone, ein ein Meter langes Kabel Micro-USB und Schnellladegerät mit 2-A-Stromstärke. Das kabelgebundene Laden des 3750 mAh Akkus dauert weniger als zwei Stunden. Das ist im Durchschnitt 20 Prozent langsamer als bei vergleichbaren Smartphones, wie BQ Aquaris X2 Pro (Testbericht). Nach einer Ladezeit von 30 Minuten erreicht der Akku einen Stand von 35 Prozent. Das Laden funktioniert übrigens noch über den älteren Anschluss Micro-USB, schöner wäre USB-C gewesen. Der Akku hält bei gewöhnlicher Nutzung gute zwei Tage. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Video bei maximaler Display-Helligkeit hat das Honor-Telefon zwölf Stunden mit einer Akkuladung erreicht. Das ist exzellent.

Lieferumfang des Honor 8X
Lieferumfang des Honor 8X

Eine Schutzhülle, wie man’s von Honor gewohnt ist, gibt es dieses Mal nicht dazu. Dafür liefert Honor das Honor 8X bereits mit einer passgenauen und sauber installierten Display-Schutzfolie aus, nicht zu verwechseln mit einer Transportfolie — die ist nicht drauf.

Das Honor 8X ist Huawei-typisch gut verarbeitet. Die einzelnen Elemente des Gehäuses sitzen an allen Stellen fest und gehen nahtlos ineinander über. Spaltmaße oder unschöne Qualitätsmängel sind nicht vorhanden. Vorder- und Rückseite sind aus widerstandsfähigem Glas gefertigt, dazwischen hält ein Rahmen aus Metall beide Seiten zusammen und verleiht zusätzliche Stabilität.

Auf der rechten Seite des Honor 8X sitzen Ein- und Ausschalttaste und die Wippe für die Lautstärke. Sie haben einen angenehmen Druckpunkt und sind für alle Handgrößen erreichbar positioniert, genau wie der schnell und zuverlässig arbeitende Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Telefons.

Die Verarbeitungsqualität des Honor 8X ist super.
Die Verarbeitungsqualität des Honor 8X ist super.

Technisch ist das Honor 8X ähnlich ausgestattet wie das Huawei Mate 20 Lite (Testbericht). Es läuft mit einem Kirin 710 und 4 GByte RAM. Der verbaute Achtkern-Prozessor wurde erst kürzlich vorgestellt, seine Leistung ist aber vergleichbar mit einem Qualcomm Snapdragon 660, der im März 2017 eingeführt wurde. Nichtsdestotrotz arbeitet das Honor 8X schnell und flüssig. Ruckler sind kaum sichtbar. Für die flüssige Wiedergabe von detaillierten 3D-Spielen wie Fortnite oder Virtual-Reality-Inhalten (VR) reicht die Leistung nicht aus.

Der Speicher des Honor 8X ist 64 GByte groß. Dem Nutzer stehen davon etwa 50 GByte für seine Daten zur Verfügung. Das entspricht einem überdurchschnittlich hohen Anteil von 80 Prozent. Einige Top-Smartphones sind da sogar schlechter aufgestellt. Das Xperia XZ2 Premium (Testbericht) gibt dem Nutzer 43 GByte, ein Anteil von 67 Prozent vom Gesamtspeicher. Ein Blick in das Dateisystem zeigt, wie Huawei das mit seinem Honor 8X schafft. Das Telefon unterstützt zwar Project Treble, doch eine Speicherpartition für nahtlose und im Hintergrund laufende Software-Aktualisierungen bietet es nicht. Somit funktioniert das Installieren von Updates und Upgrades nicht parallel.

Wem der Speicher von 50 GByte zu wenig ist, der setzt eine Micro-SD-Karte zusätzlich zu einer zweiten Nano-SIM-Karte ein. Das ist gut, denn so muss sich der Nutzer nicht entscheiden ob er Dual-SIM oder den Speicher erweitern möchte. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, hat TechStage ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche MicroSD-Karte für Android?

Fingerabdrucksensor und Dualkamera des Honor 8X
Fingerabdrucksensor und Dualkamera des Honor 8X.

Das Honor 8X läuft mit Android in der Version 8.1 Oreo. Bislang hat Huawei kein Smartphone mit der aktuellsten Version, Android 9.0 Pie, vorgestellt. Den Beginn könnte man nächste Woche mit dem Top-Smartphone Mate 20 Pro machen. Daher ist es kein Wunder, dass ein Mittelklasse-Smartphone wie das Honor 8X noch mit der älteren Version auf den Markt kommt. Ein Upgrade soll zwar erscheinen, allerdings gibt der Hersteller auf Nachfrage kein Datum heraus.

Die auf dem Telefon installierte Oberfläche nennt sich EMUI. Optisch und funktional ähnelt sie der Oberfläche des iPhones, gewinnt mit der Zeit aber zunehmend Abstand und wird mit jeder neuen Version eigenständiger. Sichtbar ist das an Huawei-proprietären Diensten, wie eine digitale Betriebsanleitung. Das System ist schnell und übersichtlich, wären da bloß nicht die zahlreichen Werbe-Apps, die Huawei ab Werk vorinstalliert. Glücklicherweise lassen sich alle Applikationen deinstallieren. So bekommt der Nutzer seinen gekauften Speicherplatz zurück und ist Herr über die Belegung.

6,5 Zoll großes Display mit einer Einkerbung in der Mitte.
6,5 Zoll großes Display mit einer Einkerbung in der Mitte.

Eines der Besonderheiten des Honor 8X ist das große Display mit seiner Diagonalen von 6,5 Zoll. Die Ecken des IPS-LCD sind abgerundet, zudem hat der Bildschirm eine Einkerbung (Notch) in der oberen Mitte, wie man es von Top-Smartphones wie dem iPhone X (Testbericht) oder Oneplus 6 (Testbericht) kennt. Allein das hochwertige Display im schlanken 2,17:1-Format mit dünnen Rändern lässt nicht erahnen, dass es sich hierbei eigentlich nur um ein Smartphone der mittleren Preisklasse handelt. Bei der genaueren Analyse stellt man jedoch fest, dass die Auflösung mit 2340 × 1080 Pixeln etwas gering ausfällt. Das Honor 8X stellt insgesamt 2,5 Millionen Bildpunkte dar. Dabei beträgt die Schärfe ungefähr 395 Pixel pro Zoll (ppi). Das ist gut 4 Prozent unter dem Durchschnitt von 412 ppi. Überdurchschnittlich dagegen ist die Helligkeit von 469 Candela pro Quadratmeter (cd/m2). Das ist genug Leuchtkraft, selbst an hellen Tagen mit viel Sonne.

Micro-USB-Anschluss am Fuß des Honor 8X.
Micro-USB-Anschluss am Fuß des Honor 8X.

Auf der Rückseite des Honor 8X hat Huawei eine Dualkamera verbaut. Der 20-Megapixel-Kamera steht eine Assistenzkamera mit 2 Megapixeln zur Verfügung. Sie ermittelt Informationen zur Tiefe und ermöglicht so einen Digitalbokeh mit großer Blende von maximal f/0,95. Portraits mit weichem Hintergrund sind sauber und nahezu fehlerfrei mit Ausnahme von feinen Elementen wie Menschen- und Tierhaar oder Ästen und Sträucher. Die Hauptkamera macht schöne und klare Bilder mit viel Details, allerdings nur solange, bis das Motiv von viel Licht umgeben ist. Bei schlechteren Lichtsituationen kommt die Kamera trotz der lichtstarken und physischen Blende von f/1,8 an ihre Grenzen. Die Ergebnisse sind zwar immer noch brauchbar, allerdings beinhalten sie Bild- und Farbrauschen. Besser gelöst als beim vergleichbaren Mate 20 Lite (Testbericht): Die Kamera schaut nur minimal aus dem Gehäuse heraus.

In das Internet geht das Honor 8X über schnelles WLAN mit ac-Standard. Außerdem hat es Bluetooth und NFC. Musik hören klappt über den Klinkenanschluss mit 3,5 mm. Die Gesprächsqualität, der Empfang sowie der Klang waren hervorragend und ohne Auffälligkeiten.

Honor 8X

64 GByte / 4 GByte schwarz

Honor 8X

64 GByte / 4 GByte blau

Honor 8X

128 GByte / 4 GByte schwarz

Honor 8X

128 GByte / 4 GByte blau

Das Honor 8X ist ein Preis-Leistungs-Knaller. Für 250 Euro bekommt der Käufer viel Smartphone zu einem ausgesprochen fairen Preis. Zu den Besonderheiten zählen das helle und große Display, die lange Akkulaufzeit sowie das schöne Glasdesign. Zu beanstanden gibt es wenig, wie der Micro-USB-Anschluss und die zugemüllte Software. Von unserer Seite gibt daher eine absolute Kaufempfehlung!

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