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Honor 6C im Test: noch mit microUSB und Android 7

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Ende November kommt es in Deutschland auf den Markt, das neue Honor 6C Pro. Als Preis ruft der Hersteller 200 Euro auf, die Ausstattung scheint in Relation gut zu sein. Davon abgesehen steckt das Handy in einem ansprechenden Metallgehäuse und weiß auch haptisch zu gefallen. Ob das Telefon sein Geld wert ist, erfahrt Ihr in unserem Test.

Optisch ähnelt das Honor 6C Pro mit seinem Metall-Unibody-Gehäuse dem teureren und besser ausgestatteten Honor 8 Pro (Testbericht), das uns im Test gut gefallen hat. Das neue Mittelklasse-Smartphone der Huawei-Tochter misst 147,9 × 73,2 × 7,65 Millimeter und wiegt knapp 145 Gramm. Die Verarbeitung des Gerätes ist, wie bei Honor üblich, gut.

Unterhalb des Displays ist das Herstellerlogo aufgedruckt, oberhalb sitzt der Lautsprecher zum Telefonieren. Rechts davon befindet sich die Frontcam, noch weiter rechts eine Benachrichtigungs-LED. Für die Medienwiedergabe ist auf der Unterseite ein entsprechender Speaker nebst einem microUSB-Anschluss untergebracht. Powerbutton und Lautstärkewippe befinden sich auf der rechten Seite des Handys, links ist der Kartenslot, der zwei SIM-Karten oder eine SIM- und eine microSDXC-Karte aufnimmt.

Die etwas aus dem Gehäuse herausstehende Kamera auf der Rückseite sitzt mittig weit oben, daneben ein LED-Blitz. Ein Fingerabdrucksensor findet sich direkt unter der Linse. Die matte Rückseite zeigte sich im Test nicht übermäßig anfällig für Fingerabdrücke und ist auch nicht übermäßig rutschig. Alles in allem gelingt es dem Honor 6C Pro, optisch und haptisch zu gefallen, auch wenn das Handy diesbezüglich nicht auf dem Niveau eines Motorola moto x4 (Testbericht) ist.

Der im Inneren werkelnde Octa-Core-Prozessor des Typs MT6750 von Mediatek hat vier stromsparende Kerne mit 1 GHz Maximaltakt, für mehr Power gibt es vier weitere mit maximal 1,5 GHz taktenden Kerne. Bei der Grafikeinheit handelt es sich um eine ARM-Mali-T860-GPU. Neben 3 GByte RAM hat das Smartphone 32 GByte internen Speicher und einen Slot für microSDXC-Karten. In der Praxis handelt es sich dabei um einen Hybridschacht, der entweder eine SIM- und eine Speicherkarte, oder aber zwei SIM-Karten aufnimmt.

Mobil geht es mit LTE ins Internet, per WLAN nach 802.11 b, g und n. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh, eine Schnellladetechnologie ist beim Honor 6C Pro nicht an Bord. Neben Bluetooth 4.1, GPS und einem Kopfhörereingang gehört noch ein Fingerabdrucksensor zur Ausstattung. NFC zum schnellen Datenaustausch gibt es nicht.

Das 5,2 Zoll große Display löst nur 1280 × 720 Pixel auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 282 ppi. Das ist nicht mehr wirklich zeitgemäß, auch wenn man im üblichen Betrachungsabstand mit bloßem Auge keine einzelnen Bildpunkte ausmachen kann. Während das IPS-Panel Farben satt und ausdrucksstark darstellt und auch die Helligkeit recht ordentlich ist, dürfte die Blickwinkelstabilität besser sein. Schon leicht geneigt verblassen die Farben deutlich. Was die prinzipielle Farbdarstellung angeht, gibt es in den Systemeinstellungen die Möglichkeit diese von Standard auf Warm oder Kalt zu ändern, oder aber diese manuell festzulegen. Zum Schutz des Bildschirms hat der Hersteller ab Werk eine Displayschutzfolie aufgezogen.

Bild: Techstage

Das Honor 6C Pro legt eine zufriedenstellende Systemperformance an den Tag. Apps starten in der Regel zügig und im Test hatten wir es nur selten mit längeren Denkpausen zu tun. Was grafisch anspruchsvollere Games angeht, muss der Nutzer allerdings Abstriche machen. Viele davon laufen zwar, allerdings entweder in niedrigen Grafikeinstellungen oder ruckelig. Bei knapp 40.000 Punkten im AnTuTu-Benchmark darf man auch keine Wunder erwarten.

Bezüglich der Akkulaufzeit kann das Smartphone aber überzeugen. Die Kombination aus 3000-mAh-Akku, nicht übermäßig potentem Prozessor und niedrig auflösendem Display bringt auch Poweruser locker über den Tag und ist bei normaler Nutzung für zwei Tage Laufzeit gut. Beim Aufladen benötigt es jedoch Geduld, ein kompletter Ladevorgang dauert dreieinhalb Stunden. Der Fingerabdrucksensor verrichtet seinen Dienst zuverlässig und recht flink. Der Lautsprecher am unteren Rand kann sich für ein Handy dieser Preisklasse sehen beziehungsweise hören lassen.

Die Hauptkamera mit Phasenvergleich-Autofokus löst 13 Megapixel auf und hat eine f/2.2-Blende. Sie nimmt Videos mit bis zu 1080p-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Kamera auf der Vorderseite hat eine Auflösung von 8 Megapixeln. Was die Bildqualität angeht, konnte uns das Smartphone nicht überzeugen. Schon bei noch einigermaßen guten Lichtverhältnissen war bei unserem Testgerät ein deutlich wahrnehmbares Bildrauschen zu verzeichnen. Davon abgesehen waren viele Testaufnahmen unscharf und in manchen Bereichen verwaschen. Dass der manuelle Fokus und der Auslöser verhältnismäßig schnell agieren, reißt es dann auch nicht heraus.

Auf dem Honor 6C Pro läuft Android 7.0 mit dem User Interface EMUI. Die Optik ist definitiv Geschmackssache, uns ist das alles etwas zu bunt und zu verspielt. An Features von Herstellerseite finden sich in den Systemeinstellungen jedoch ein paar ganz nützliche Optionen. Da wäre beispielsweise das beliebte „Doppel Tap to wake“, eine Bildschirm-Miniaturansicht für bessere einhändige Bedienung und ein per Floating-Shortcut erreichbarer Schnellzugriff. Was ein Update auf Android 8 Oreo angeht, gibt es bislang keine offizielle Ansage vom Hersteller.

(Kein Produktbild vorhanden)

Schwarz

Honor 6C Pro blau

Blau

Honor 6C Pro weiß/gold

Weiß/Gold

Das Honor C6 Pro könnte für den Preis von 200 Euro ein nettes Smartphone sein, wenn nicht die mäßige Kamera-Qualität wäre. Da sind wir von anderen Handys dieser Preisklasse Besseres gewöhnt, beispielsweise dem Moto G5s (Testbericht), dem Gigaset GS270 Plus (Testbericht) oder dem Nokia 5 (Testbericht). Selbst das nur 150 Euro teure Vernee Thor Plus (Testbericht) hat uns in Bezug auf die Kameraqualität wesentlich besser gefallen.

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