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Honor 6A im Test: günstig, aber ohne echte Highlights

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Mit dem 6A ist Honor wieder im Preissegment unter 200 Euro vertreten und versucht, an den Erfolg der Vorgänger 5x und 5c anzuknüpfen. Wir haben das Einsteiger-Smartphone getestet und verraten, ob Honor wieder einen Preiskracher auf den Markt gebracht hat.

Der Lieferumfang des Einsteiger-Smartphones entspricht dem normalen Standard dieser Preisklasse: In der türkisen Box liegen das Handy, ein USB-Netzteil mit 1 Ampere, ein microUSB-Kabel und ein einfaches In-Ear-Headset. Auch ein Tool zum Öffnen des SIM-Einschubs ist dabei. Die Qualität des Headsets entspricht unseren Erwartungen. Zum Telefonieren beim Autofahren reicht es, für langes oder lautes Musikhören empfehlen wir höherwertige Kopfhörer.

Das 6a kommt in der typischen Honor-Verpackung bei uns an.

Das Design des Honor 6A ist unspektakulär, aber funktional. Display und Gehäuse sind abgerundet und ordentlich verarbeitet. Die Hauptkamera steht ein bis zwei Millimeter über den Rückendeckel heraus, trotzdem kann man das Honor noch gut bedienen, wenn es auf dem Tisch liegt. LED-Blitz ist bündig verbaut. Auf der Unterseite sind Lautsprecheröffnungen und microUSB-Buchse untergebracht. Der Powerbutton und die Lautstärkewippe sitzen auf der rechten Gehäuseseite. Gegenüber ist ein Hybrid-Einschub für zwei SIM-Karten oder SIM-Karte und Speicherkarte verbaut. Die Rückseite aus Metall sorgt für eine gute und wertige Haptik. Allerdings ist nur der fest verbaute Deckel metallisch, der Rahmen besteht aus Kunststoff. Das Nokia 3 (Testbericht) macht das genau umgekehrt: Rahmen aus Metall, Rückendeckel aus Kunststoff. Wir denken, dass das Konzept von Nokia etwas stabiler ist. Das Honor fühlt sich dafür hochwertiger an. Das Smartphone gibt auch bei festem Druck kein Stück nach und knarzt nicht. Was uns nach dem ersten Einschalten sofort auffällt, ist der nicht ganz mittig platzierte Home-Button. Wir nutzen aus Gewohnheit lieber die Standard-Anordnung. Für die Navigationstasten stehen insgesamt vier verschiedene Anordnungen zur Auswahl.

Der Rahmen besteht aus Kunststoff, der Rückendeckel aus Metall.

Die Hardware des 6A ist für den Alltagsbetrieb ausreichend. Im Honor 6A arbeiten ein Achtkern-Qualcomm-Prozessor und 2 GByte Arbeitsspeicher. Nennenswerte Ruckler bei der Bedienung gibt es nicht – die Ladezeiten sind allerdings deutlich länger als bei besser ausgestatteten Smartphones der höheren Preiskategorie. Selbst grafiklastige Spiele wie Asphalt 8 laufen erstaunlich flüssig. Das liegt aber auch an der verhältnismäßig niedrigen Auflösung des Displays mit 720 × 1280 Bildpunkten.

Der interne Speicher ist mit 16 GByte gerade ausreichend: Android und installierte Apps brauchen alleine schon etwas mehr als 7,5 GByte. Für Fotos und Musik bleibt da nicht viel Platz. Als externer Speicher funktionieren microSDXC-Karten (Kaufberatung) mit einer Größe bis zu 128 GByte. Allerdings muss sich der Nutzer entscheiden: Entweder eine zweite SIM-Karte, oder eine Speicherkarte. Beides zusammen ist wegen des Hybrid-Einschubs nicht möglich.

Im Antutu-Benchmark erreicht das Honor etwa 43.000 Punkte. Damit spielt es in der gleichen Leistungsklasse wie das Lenovo Moto G5. Der fest verbaute Akku mit 3020 mAH reicht bei normaler Nutzung locker bis zum nächsten Tag. Über eine Schnelllade-Funktion oder einen Fingerabdrucksensor verfügt das 6A nicht, außerdem vermissen wir vor allem das in Innenstädten sinnvolle 5-GHz-WLAN.

Das 5-Zoll-HD-Display mit 294 ppi (pixel per inch) ist ausreichend scharf aufgelöst. Mit dem Auge sind einzelne Pixel nicht mehr erkennbar. Farbtreue und Kontrast wirken auch aus sehr schrägem Blickwinkel erfreulich gut. Die Farben dürften nach unserem Geschmack insgesamt ein Ideechen kräftiger sein. Die Ablesbarkeit ist dank ausreichender Helligkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung unproblematisch.

Das Display ist blickwinkelstabil und ausreichend hell.

Die Hauptkamera hat eine Auflösung von 13 Megapixeln, die Selfie-Kamera speichert Ihre Fotos mit maximal 5 Megapixeln. Die Ergebnisse der Kameras sind für ein Einsteiger-Smartphone in Ordnung. Zwar braucht das 6A ausreichend Licht, dann gelingen aber durchaus brauchbare Schnappschüsse. Bei wolkenverhangenen Himmel oder Fotos bei Dämmerlicht kommt das Honor schnell an seine Grenzen: Die Bilder verlieren an Kontrast und Farbintensität.

Das Honor 6A kommt mit Android 7.0 und der grafischen Oberfläche EMUI 5.1. Die Anzahl der vorinstallierten Programme geht in Ordnung. Neben einigen Werkzeugen und der kompletten Sammlung an Google-Apps sind nur noch zwei Apps von Honor vorinstalliert. Keine nervige Bloatware von Microsoft, von irgendwelchen Reiseportalen oder Streaming- und Shoppinganbietern belasten den Speicher unseres Test-Smartphones.

Die Benutzeroberfläche EMUI gefällt uns gut; das ist aber Geschmackssache.

Die Anordnung der Navigationstasten haben wir aus Gewohnheit auf Standard umgestellt.

Das Honor 6A ist in den Farben silber, grau und gold erhältlich.

Honor 6A silber

silber

Honor 6A grau

grau

Honor 6A gold

gold

Das 6A bietet ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis, ein echter Preiskracher ist es aber nicht. Dafür fehlt dem Honor einfach ein Highlight. Kamera, Display und Performance sind vollkommen in Ordnung, aber eben nicht herausragend. Die Dual-SIM-Funktion ist super – unsere Freude darüber hält sich durch den Hybrid-Slot aber in Grenzen, und die meisten Käufer werden sie ohnehin nicht nutzen.

Wer sein Smartphone hauptsächlich zum Telefonieren und für E-Mails benutzt, wird mit dem 6A zufrieden sein. Gerade die Akkulaufzeit und das (fast) aktuelle Android Nougat sprechen für das Honor 6A.

Wer eine wirklich gute Kamera oder ausreichend Speicher für seine Spielesammlung braucht, sollte sich nach einem anderen Smartphone umsehen. Die Fotos des ähnlich teuren Nokia 3 (Testbericht) beispielsweise sind trotz der geringeren Auflösung weit schärfer und farbenfroher, als die des Honor 6A.

Elephone C1 Max, Gigaset GS170, Lenovo Moto G4 Play, Lenovo Moto G5, Nokia 5, Nokia 3, Samsung Galaxy A3, Umidigi C Note,

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