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Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 8 im Test

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TechStage testet die RTX 2060 Super Gaming OC 8 von Gigbayte und prüft, was die Karte aus dem RTX-Einsteigerbereich beim Zocken bringt.

Die Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 8 fällt in die untere Kategorie von Nvidias RTX-Grafikkartenfamilie. Allen Karten mit diesem Kürzel ist gleich, dass sie Raytracing-Funktionen mit dedizierter Hardware berechnen können. Raytracing sorgt unter anderem für eine realistischere Beleuchtung in Spielen. Die Technik hält langsam Einzug in Mainstream- und Indie-Spiele, zudem wird sie Teil der Spiele-Engines wie etwa der Unreal Engine. Mehr dazu erklären wir im Artikel zur Minecraft RTX Beta.

Darüber hinaus bringt die RTX 2060 Super alle Faktoren einer vielversprechenden Grafikkarte mit. Die Geräte aus dieser Klasse setzen auf die Turing-Plattform von Nvidia und bauen auf das Design der ursprünglichen RTX 2060 auf. Die Modelle der Super-Reihe verfügen über mehrere CUDA-Chips (2176 statt 1920), mehr RAM (8 GByte statt 6 GByte) sowie einen höheren Thermal Design Parameter (TDP). Gigabyte dreht noch ein wenig weiter und liefert eine Overclocking-Variante der RTX 2060 Super. Diese taktet mit 1815 MHz, das Referenzdesign liegt bei 1650 MHz. Damit die Karte nicht abraucht, schraubt der Hersteller sein Windforce-Kühlsystem auf die GPU. Dabei drehen sich drei 80 mm-Lüfter entgegengesetzt. Zusätzliche Heat-Sinks und Kupferleitungen sollen die Wärme von den Chips schnell wegbringen und die Karte entsprechend kühl halten. Wir checken in den Tests, wie gut das funktioniert.

Die Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G.

Um die Grafikkarte mit anderen GPUs vergleichen zu können, schicken wir sie durch eine Reihe von Benchmarks. Dabei mischen wir speziell dafür entwickelte Programme wie den 3DMark oder den VRMark mit Tests, die in Spielen integriert sind. Für letzteres nutzen wir die Benchmarks in Far Cry 5, Borderlands 3 und Metro: Exodus. Soweit es nicht anders angegeben ist, messen wir in den drei Auflösungen 1920 × 1080 (1080p), 2560 × 1440 (1440p) und 3840 × 2160 [UHD]. Wir nutzen, wo immer möglich, die Einstellungen, die die GPU am meisten fordern – sprich, wir drehen alle Regler auf Anschlag oder nutzen entsprechende Voreinstellungen. Die drei Auflösungen decken den größten Teil für Zocker am Markt ab. Zudem geben sie einen guten Einblick darüber, für welche Spieler sich die jeweiligen Grafikkarten gut eignen. Als Unterbau für alle Tests nutzen wir ein Intel-basiertes Benchmark-System.

Die Ergebnisse in Timespy und Timespy Extreme.

Zunächst zu den synthetischen Benchmarks, den Szenarien Timespy und Timespy Extreme im 3DMark. Beide Tests sind für aktuelle Gaming-Systeme ausgelegt und setzen auf DirectX 12. Timespy nutzt eine Auflösung von 2560 × 1440 Pixel, Timespy Extreme erhöht die auf 3860 × 2160 Pixel. Das Ergebnis ist wenig überraschend. Die Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 8 reiht sich fast perfekt in die Reihe der Nvidia-Grafikkartenfamilien ein. Zudem ist sie knapp hinter der Radeon RX 5700 XT von AMD. Kein Wunder, immerhin sollte die Super-Variante genau dieser GPU-Familie das Wasser abgraben. Im Raytracing-Benchmark Port Royale sortiert sich die Gigabyte RTX 2060 Super ebenfalls genau dort ein, wo Nvidia sie haben möchte.

Die Ergebnisse im Raytracing-Benchmark Port Royale

Der nächste Test dreht sich um das Thema VR. Der VRMark testet in drei Szenarien die Tauglichkeit für aktuelle VR-Headsets wie das HTC Vive Cosmos (Testbericht) oder das Oculus Rift S (Testbericht). Die drei Szenarien schrauben dabei die Anforderungen immer höher. Der erste Test, Orange Room, testet die Tauglichkeit für die erste Generation von VR-Headsets. Der Cyan Room dreht die Anforderungen etwas nach oben und soll auf die kommende und nächste Generation der Headsets testen. Der Blue Room schließlich blickt weiter in die Zukunft und soll zeigen, ob sich die Grafikkarte schon für die übernächste Generation von VR-Headsets eignet. Hier schlägt sich die Gigabyte-GPU sehr gut, sowohl im Orange Room wie auch im Cyan Room ist das Ergebnis ausreichend, um flüssiges VR zu ermöglichen.

Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G (5 Bilder)

Die Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G ist eine Karte im Einstiegsbereich von Nvidias RTX-GPUs.

Testbericht

Preisvergleich

Dazu passen auch die Anschlüsse an der Grafikkarte. Gigabyte integriert dreimal DisplayPorts 1.4, einen HDMI-2.01b-Anschlus sowie einen USB-C-Steckplatz, der Virtual Link unterstützt. Dieser Anschluss ist eine Abwandlung des USB-C-Standards, der besonders viel Bandbreite liefern und so Strom, Grafikinformationen und Eingabedaten über nur ein Kabel ans VR-Headset liefern soll. Damit das funktioniert, benötigt man spezielle USB-C-Kabel. Daneben arbeitet er als normaler Anschluss für USB 3.1 Gen 2, man kann also entsprechende Monitore, Smartphones oder Speichermedien direkt dort anschließen.

Im VRMark sieht man gut, dass die aktuellen Karten fast schon zu gut sind für den Orange-Room-Test.

Weiter geht es mit den Spielen. Diese Benchmarks geben kein so klares Bild ab wie die synthetischen Benchmarks, die Grenzen zwischen den verschiedenen Karten verschwimmen mehr. Das zeigt etwa ein seltsames Verhalten in Far Cry 5: Hier fällt die Grafikkarte bei Full-HD unter die Leistung der eigentlich schwächeren RTX 2060. Bei 1440p und UHD dagegen setzt sie sich klar vor die andere Karte. Selbst nach mehreren Messungen bleibt der Unterschied bestehen. Wahrscheinlich liegt es an einer Besonderheit des Far-Cry-Benchmarks. Denn wenn man die Testmessungen des aktuelleren Borderlands 3 nimmt, dann setzt sich die Gigabyte-Karte klar vor die RTX 2060. Sehr deutlich ist das bei Full-HD, wo die Gigabyte-GPU deutlich mehr Frames pro Sekunde schafft.

DIe Ergebnisse im Benchmark von Far Cry 5. Hier sieht man gut, dass der Benchmark offenbar Probleme mit schnellen Karten in Full HD hat. Deswegen setzen wir zudem auf den neueren Test von Borderlands 3.
Die Ergebnisse aus dem Borderlands 3 Benchmark.

Im anspruchsvollen Benchmark von Metro: Exodus schlägt sich die Karte gut. Tatsächlich geht ihr die Puste erst bei hohen Auflösungen und vielen Details aus. Wer mit Full-HD spielt, der kann richtig schön aufdrehen. Da der Benchmark ein Worst-Case-Szenario ist, darf man im konkreten Spiel höhere Werte erwarten. Der Metro-Test zeigt zudem, wie viel Spielleistung für Raytracing draufgeht. Dabei sieht man, dass das Feature deutlich weniger fps kostet, als mancher Unkenrufer im Web glaubhaft machen möchte.

Die Ergebnisse im Benchmark von Metro: Exodus.

Die Lüfter machen ihre Arbeit im Test sehr gut. Nach 15 Minuten Dauerlast im Kombustor-Benchmark erreicht die Karte um die 80 Grad und gute 42 fps. In unserem normalen Midi-Tower war die Karte hörbar aber nicht unangenehm laut. Unter Last hat das Benchmark-System komplett 268 Watt gezogen.

Die Karte pendelt preislich zwischen 450 und 550 Euro. Vor der Corona-Krise war sie teilweise sogar für weniger als 400 Euro zu bekommen. Es lohnt sich entsprechend, einen Preisalarm zu setzen und ein wenig abzuwarten. Neben einer schwarzen Variante gibt es die GPU auch mit einem weißen Lüftergehäuse.

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Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G, 8GB GDDR6, HDMI, 3x DP, USB-C (GV-N206SGAMING OC-8GC)

Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G

Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC White 8G, 8GB GDDR6, HDMI, 3x DP, USB-C (GV-N206SGAMINGOC WHITE-8GC)

Gigabyte GeForce RTX 2060 SUPER Gaming OC 8G, weiß

Dafür, dass die RTX 2060 Super-Serie eigentlich die untere Stufe der aktuellen Nvidia-GPUs ist, liefert Gigabyte mit der RTX 2060 Super Gaming OC 8 eine leistungsstarke Grafikkarte für alle, die in Full-HD oder 1440p zocken möchten. Gerade bei Full-HD kann man die Einstellungen schön nach oben drehen und hat immer noch eine hohe Anzahl an Frames pro Sekunde.

Die Gigabyte-Variante des Standard-Designs bringt auch für Overclocker ein paar gute Reserven und vor allem einen brauchbaren Lüfter mit. Wer sich für das Thema interessiert, der kann wahrscheinlich mit ein paar vorsichtigen Anpassungen noch mehr Power aus dem Gerät herausholen.

Alles in allem eine solide Karte, die den Gaming-PC für die nächsten Jahre vernünftig versorgen dürfte und die man mit etwas Glück für einen soliden Preis bekommt. Wer mehr Informationen sucht, dem empfehlen wir einen Blick in die Themenwelt Grafikkarten, in den Ratgeber VR PC bauen oder den Artikel Preis/Leistungsratgeber für Grafikkarten: Schnell und Günstig.

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