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Gigabyte Geforce GTX 1660 TI Gaming OC 6G im Test

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Die neue Geforce GTX 1660 Ti von Nvidia lockt mit solider Leistung und gutem Preis. Wir schicken eine Karte von Gigabyte durch unseren Kurztest.

Allein der Name ist eine Handvoll: Gigabyte Geforce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G. Die Grafikkarte kommt mit dem GTX-1660-Ti-Chipsatz von Nvidia. Diese setzt auf die Turing-Architektur und soll mit einer guten Leistung bei vergleichsweise günstigem Preis punkten.

Neben der eigentlichen Grafikleistung bringt die 1660-Ti-Serie folgende Features mit:

  • Ansel: Nvidias Programm für besondere Screenshots. Damit sind auch HDR-Aufnahmen oder Rundumaufnahmen möglich.
  • Streaming: Nvidia will mit der Karte (angehende) Streamer ansprechen. Die 1660 und 1660 Ti bringt einen dedizierten Hardware-Encoder mit, der mit dem Open Broadcast Studio (OBS) zusammenarbeitet. Mehr Informationen zur Integration von OBS hat heise online hier zusammengetragen.
  • Highlights: Das Feature speichert automatisch Erfolge oder coole Aktionen als Screenshot und Video – wenn das jeweilige Spiel die Funktion unterstützt.

Die getestete Grafikkarte von Gigabyte kommt mit drei Lüftern. Sie ist knapp 28 cm lang, eingebaut etwas mehr als 10 cm hoch und 3,5 cm breit. Entsprechend benötigt man ein Gehäuse mit den passenden Dimensionen.

Es gibt zahlreiche Benchmarks und Tests, mit denen man die Leistung einer Grafikkarte vergleichen kann – wichtig ist nur, dass man identische Umgebungen nutzt. Wir haben uns für folgende Tests entschieden:

Die synthetischen Benchmarks 3D Mark und VR Mark kümmern sich um die theoretische Vergleichbarkeit. Im 3D Mark schicken wir die Karte durch Timespy sowie den Timespy Extreme. Im VR Mark testen die drei Szenarien Orange Room, Cyan Room und Blue Room. Der Orange Room ist die einfachste Umgebung, sie testet die Karte auf ihre Tauglichkeit für aktuelle VR-Headsets wie die Oculus Rift (Testbericht) oder die HTC Vive (Testbericht). Der Cyan Room fordert die Karte etwas mehr, es ist ein DirectX 12 Benchmark und benötigt mehr Leistung als der Orange Room.

Die Anschlüsse der Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G.

Der Blue Room ist laut den VR-Mark-Machern die Hürde für künftige Headsets. Er rendert Inhalte in einer 5K-Auflösung und setzt auf volumetrische Lichteffekte: Kurz, er verlangt ordentlich Leistung.

Im 3D Mark haben wir zwei DirectX-12-Benchmarks genutzt. Timespy rendert die Inhalte in einer 1440p-Auflösung, Timespy Extreme nutzt eine 4K-Auflösung.

Als nächstes kommen zwei in Spiele integrierte Benchmarks, dazu verwenden wir Far Cry 5 und Middle-Earth: Shadow of War. In Far Cry 5 testen wir jeweils in 1080p-, 1440p- und UHD-Auflösung, jeweils mit allen Grafikdetails auf Anschlag.

In Shadow of War testen wir ebenfalls die drei Auflösungen, jeweils mit hohen, sehr hohen und Ultra-Grafikdetails aus den Voreinstellungen des Spiels.

Der letzte Benchmark basiert auf „echtem” Zocken. Wir spielen Just Cause 4 mit allen Grafikoptionen auf Anschlag in den drei Auflösungen 1080p, 144p und UHD, jeweils im gleichen Abschnitt. Die FPS zeichnen wir per OCAT auf, um so eine solide Aussage zur Leistung zu bekommen.

Sämtliche Tests führen wir auf unserer Intel-basierten Testplattform für Hardware durch, alle Grafikkarten bekommen so die gleiche Ausgangslage. Parallel zu den Benchmarks messen wir den Stromverbrauch des kompletten Systems.

Im VR Mark zeigt die Karte solide Werte. Sie liegen zwischen der 1080 Ti und der RX 580, das ist wenig überraschend. Damit ist die Grafikkarte für aktuelle Headsets in jedem Fall brauchbar. Selbst die nächste Generation sollte noch genügend Bilder pro Sekunde bekommen, erst beim Blue Room wird es eng. Der ist allerdings auch sehr fordernd, nicht einmal die 1080 Ti kann ihn problemlos meistern.

Benchmarks: VRMark
Geforce GTX 1080 Ti Gigabyte GTX 1660 Ti Radeon RX 580
Treiber 419.35 419.35 Adrenalis 2019 Edition 19.3.2 Optional
VR Mark
Orange Room 9018 8569 7692
FPS 196,6 186,81 167,69
Cyan Room 8982 6374 4887
FPS 195,81 138,96 106,53
Blue Room 3235 1968 1242
FPS 70,52 42,91 27,07

Was sehr schön heraus kommt, ist die ideale Auflösung. Die Gigabyte-Grafikkarte liefert bei Full HD sehr gute Werte und kann diese auch bei 1440p halten – vor allem, wenn man etwas an den Einstellungen herumdreht. In UHD ist es etwas eng, hier muss man dann etwas an den Einstellungen spielen.

Benchmarks: Spiele
Geforce GTX 1080 Ti Gigabyte GTX 1660 Ti Radeon RX 580
Treiber 419.35 419.35 Adrenalis 2019 Edition 19.3.2 Optional
Max Avg Min Max Avg Min Max Avg
Far Cry Full HD 101 73 47 83 67 55 73 60
Far Cry 1440p 81 63 50 60 49 43 49 38
Far Cry 4K 48 41 37 29 25 22 25 19
Just Cause 4 Full HD 87,3 74,4 55,3
Just Cause 4 1440p 76,3 51,3 38
Just Cause 4 4K 47,5 35,7 19,2
3DMark (Version: )
TimeSpy 8337 5959 4364
TimeSpy Extreme 3994 2770 1983
Shadow of War Hoch Sehr hoch Ultra Hoch Sehr hoch Ultra Hoch Sehr hoch
1080 116 109 105 99 88 81 77 64
1440 101 90 86 72 61 58 50 42
UHD 62 55 53 40 35 34 27 23

Beim Stromverbrauch zeigt sich die Gigabyte GTX 1660 Ti genügsamer als die RX 580 oder die GTX 1080 Ti. Das ist kein Wunder, mit einem Thermal Design Power (TDP) von 120 Watt und einem einzigen achtpoligen Stecker kann sie deutlich weniger Strom aus dem Mainboard ziehen. Während des 3D Marks zog das System maximal 210 bzw. 215 Watt. Zum Vergleich haben wir die Werte zur Geforce 1080 Ti und einer Radeon RX 580 während der gleichen Benchmarks aufgezeichnet.

Strombedarf
Geforce GTX 1080 Ti Gigabyte GTX 1660 Ti Radeon RX 580
Strombedarf Gesamtsystem Timespy 326 W 210 W 262 W
Strombedarf Gesamtsystem Timespy Extreme 332 W 215 W 274 W
Strombedarf Stand-By 69 W 57 W 58 W
gemessen mit Voltcraft SEM6000
Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G, 6GB GDDR6, HDMI, 3x DP (GV-N166TGAMING OC-6GD)

Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G

Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti Mini ITX OC 6G, 6GB GDDR6, HDMI, 3x DP (GV-N166TIXOC-6GD)

Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti Mini ITX OC 6G

Die Gigabyte Geforce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G liefert im Test eine solide Leistung, ohne dabei zu laut zu werden oder sich übermäßig viel Strom zu genehmigen. Die Gigabyte-Karte ist einen Blick für jeden wert, der einen vernünftigen PC mit einem soliden Preispunkt zusammenbauen möchte.

Und die restliche Hardware? Da ist man beim PC-Bau ziemlich frei gestellt. Wer selbst schrauben möchte, der sollte einen Blick in unseren Ratgeber "Kaufberatung VR-PC: 1080p- / 1440p-Gaming-PCs unter 670 €" werfen. Dort zeigen wir Bauvorschläge und Komponenten, mit denen der Rechner zu einer vernünftigen Maschine für Gamer und VR-Freunde wird.

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