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Gespert GSP16: Bluetooth-Sender und -Empfänger im Test

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Hohe Reichweite, optische und analoge Ein- und Ausgänge und Low-Latency AptX – der Bluetooth-Sender und -Empfänger Gespert GSP16 verspricht viel. Wir haben ihn getestet.

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Da unser Ratgeber Bluetooth-Adapter für Stereoanlage, Kopfhörer und TV für großes Interesse gesorgt hat, folgen nun die Einzeltest passender Produkte. Nach den Tests von Empfängern von Elegiant (Testbericht), Mpow (Testbericht), Teufel (Testbericht) sowie dem Sender- und Empfänger von Taotronics (Testbericht) kommt ein weiteres 2-in-1-System von Gespert*. Ein technisch und optisch identisches Gerät ist alternativ unter der Herstellerbezeichnung AICase*, Nobebird*, Notens und Elegiant erhältlich.

Der Gespert Bluetooth-Adapter ist in einem Kunststoffgehäuse mit den Abmessungen 12,5 × 7,5 × 2 cm untergebracht. Das Gewicht beträgt 112 Gramm.

Die Oberseite besteht größtenteils aus der anthrazitfarben umrahmten, schwarzen LED-Statusanzeige. Diese ist zwar sehr übersichtlich, sorgt allerdings für eine ungewollte Lichtquelle neben unserem Fernseher. Hier hätten wir uns eine Abschalt- oder Dimmfunktion gewünscht.

Ein USB-Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang.

Unter der Anzeige sitzen die vier Bedientasten zum Koppeln, zur Liedauswahl und zum Starten beziehungsweise Stoppen der Musikwiedergabe. Power- und der Funktionsschalter sind auf der linken Geräteseite angebracht. Hier schaltet man das Gerät ein und bestimmt, ob die Sende- (TX) oder Empfangsfunktion (RX) aktiv ist. Wer will, kann auch die Bypass-Funktion wählen. Hier wird das Audiosignal lediglich durchgeschleift.

Auf der Rückseite sind die Antennen und die Micro-USB-Ladebuchse verbaut. Auch Ein- und Ausgänge für das Audiosignal sind hier zu finden. Die Positionierung von Anschlüssen und Bedientastern und -Schaltern ist gut gelungen. Das Handling stimmt und die Kabel lassen sich ordentlich verlegen.

Der Nutzer hat die Wahl zwischen einem 3,5-mm-Klinkenanschluss oder einer optischen Toslink-Buchse. Es lässt sich allerdings immer nur ein Audiogerät anschließen – die gleichzeitige Nutzung ist nicht möglich. Bei zwei eingesteckten Quellgeräten, verweigert der GSP16 den Betrieb. Beim sehr ähnlichen BT-Adapter Taotronics TT-BA09 (Testbericht) kann man zwei Geräte anschließen und per Schiebeschalter zwischen Klinken- und Toslink-Anschluss umschalten.

Die Positionierung der Schalter, Tasten und Anschlüsse ist gut durchdacht.

Auf der Unterseite befinden sich vier rutschhemmende Gummifüßchen und zwei Aufhängepunkte für die Wandmontage. Die Verarbeitung ist gut und gibt keinerlei Anlass für Kritik.

Neben dem Bluetooth-Adapter gehören ein Micro-USB-Kabel zum Laden des internen Akkus, ein Toslink-Kabel und ein 3,5-mm-Klinkekabel und ein Klinke-auf-Cinch-Adapter zum Lieferumfang. Ein USB-Netzteil ist nicht im Paket enthalten. Wir nutzen im Test den USB-Anschluss unseres Fernsehers oder ein Standard-USB-Netzteil eines Smartphones.

Der Bluetooth-Adapter ist eigentlich für die stationäre Verwendung vorgesehen. Wer kein Problem mit dem Gewicht und den sperrigen Abmessungen hat, kann den GSP16 auch unterwegs mit dem internen Akku betreiben. Die Akkulaufzeit liegt, laut Hersteller, bei etwa 15 Stunden. Im Test hält der Adapter mindestens zehn Stunden lang durch – ein ordentliches Ergebnis.

Das Laden per USB dauert dementsprechend lang. Bis der völlig geleerte Akku wieder voll ist, vergehen fast vier Stunden. Während der Akku lädt, kommt es zu keinerlei störenden Hintergrundgeräuschen bei der Audioübertragung. Was beim Batterie-Betrieb negativ auffällt, ist die automatische Standby-Funktion des Adapters. Wer den GSP16 länger als zehn Minuten nicht benutzt, muss das Gerät neu einschalten. Bei eingesteckter USB-Stromversorgung ist die Funktion nicht aktiv.

Das Umschalten zwischen Klinkenkabel und Toslink ist nicht möglich.

Die maximale Reichweite beträgt, laut Hersteller, bis zu 80 Meter. Im Test können wir diese extreme Distanz nicht bestätigen. Auf freiem Feld schafft der Adapter zwar über 50 Meter bevor es zu ersten Störungen kommt, dies gilt aber nur für Umgebungen ohne Störquellen. In Wohnräumen liegt die maximale Distanz deutlich darunter. Ein Gang ein oder zwei Zimmer weiter ist allerdings unproblematisch. Im Vergleich zu allen bisher getesteten Empfängern und Receivern ist die Reichweite sehr ordentlich. Im Test hat uns der stabile und störungsfreie Empfang überzeugt.

Wer den Bluetooth-Adapter sowohl als Sender als auch als Empfänger nutzen möchte, muss die Funktion immer händisch umschalten. Aus Gründen der Bequemlichkeit würden wir auf Dauer zum Kauf von zwei Adaptern raten. Diese lassen sich zusammen als Audio-Funkbrücke einsetzen.

Wer mit seinen Bluetooth-Kopfhörern fernsehen will, greift auf die Einstellung TX (Sender) zurück. Das Audio-Signal des TV-Gerätes wird dabei entweder über den optischen Toslink-Ausgang oder über den Kopfhörerausgang aufgenommen. Neben der reinen Klangqualität haben die beiden Anschlussmöglichkeiten einen entscheidenden Unterschied: Ist der Adapter per Kopfhörer-Ausgang angeschlossen, bleiben die TV-Lautsprecher stumm. Beim Anschluss über das optische Kabel bleiben die Boxen des Fernsehers weiterhin aktiv.

Die drei Betriebsmodi des GSP16.

Der GSP16 unterstützt die Dual-Link-Funktion und kann so zwei Bluetooth-Wiedergabegeräte gleichzeitig ansprechen. Im Test mit verschiedenen Kopfhörern und Bluetooth-Lautsprechern hat das Pairing problemlos funktioniert. Die Klangqualität des Adapters ist sehr gut. Im Test kommt es zu keinerlei Störgeräuschen oder Unterbrechungen. Dank Verwendung des AptX-HD-low-Latency-Codecs kommt es bei der Übertragung zu keiner spürbaren Verzögerung zwischen Audio-Quelle und Wiedergabegerät. Das gilt allerdings nur dann, wenn auch die Kopfhörer oder Boxen die AptX-Zertifizierung mitbringen. Bei billigen Bluetooth-Kopfhörern (Vergleichstest) ohne entsprechenden Codec kommt es meistens zum einem sehr deutlichen Zeitversatz. Das ist bei manchen Modellen zwar noch hinnehmbar, aber bei den meisten Modellen ist die asynchrone Tonwiedergabe extrem störend. Wer mit Kopfhörern fernsehen möchte, muss deshalb beim Kauf auf den AptX-Low-Latency-Codec achten.

Wer den Adapter dazu benutzen möchte, Musik vom Smartphone auf der heimischen Stereoanlage wiederzugeben, muss die RX-Funktion (Empfänger) aktivieren. Der Adapter wird entweder per Klinke/Cinch-Kabel oder per Toslink an die Lautsprecher oder den Verstärker angeschlossen.

Das Pairing mit einem Smartphone ist beim GSP16 sehr elegant gelöst. Dank NFC reicht es, das Smartphone kurz auf dem eingeschalteten Adapter zu platzieren und die automatische Kopplung zu akzeptieren. Im Test hat das grundsätzlich funktioniert. Bei einem Versuch klappte das Pairing allerdings erst nach einem Neustart des Adapters. Wer möchte, kann den Gespert-Adapter auch händisch in den Bluetooth-Einstellungen auswählen und verbinden.

Der Bluetooth-Adapter ist auch für die Wandmontage geeignet.

Das Pairing mit verschiedenen Android-Smartphones, einem iPhone 6S und einem Macbook klappt im Test ohne Probleme. Wer möchte, kann zwei Geräte gleichzeitig mit dem Audio-Adapter koppeln. Der automatische Reconnect funktioniert im Test zuverlässig.

Die Klangqualität beim Empfang ist hoch. Wirklich verzögerungsfrei ist die Übertragung nur dann, wenn auch die Wiedergabequelle über den AptX-Codec verfügt. Beim reinen Musik-Streaming ist ein Zeitversatz allerdings deutlich leichter zu verschmerzen, als beim Fernsehen.

Wer Stereoanlage oder Fernseher mit Bluetooth nachrüsten möchte, macht mit dem Gespert GSP16 Bluetooth-Sender und -Empfänger alles richtig. Neben der sehr ordentlichen Klangqualität und Reichweite überzeugen uns insbesondere die verzögerungsfreie Übertragung und das einfache Handling. Anschlussmöglichkeiten und Lieferumfang hinterlassen ebenfalls einen positiven Eindruck.

Die Standby-Funktion bei Nutzung des Akkus und die hellen LEDs nerven allerdings. Zwar gibt es die Abschaltautomtik auch beim Adapter von Taotronics, hier ist aber zumindest die Status-LED deutlich besser platziert. Wer mit der deutlich kürzeren Reichweite leben kann, sollte einen Blick auf das Modell Taotronics TT-BA09 (Testbericht) werfen.

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