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Gaming-Notebook im Test: Gigabyte Aero 15

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Nicht nur Gamer kommen mit dem Aero 15 von Gigabyte auf ihre Kosten. Technisch mit einem guten Akku und allem ausgestattet, was man unterwegs sowie im Büro gebrauchen könnte, eignet sich der Laptop auch als portables Allroundgerät. Die Vor- und Nachteile des bunten Notebooks mit fast randlosem Display lest Ihr in unserem Test.

Das Gigabyte Aero 15 hat ein, wie wir finden, sehr schickes Design. Denn Gigabyte hat Mut zur Farbe. Die Deckel des Laptops sind wahlweise hellgrün, orange oder, wenn es nicht so ausgefallen sein soll: schwarz, abgesetzt mit einer roten Linie.

Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus Aluminium und ist sauber verarbeitet. Fingerabdrücke sehen wir außen auf der von unserem Testgerät grünen Oberfläche nicht. Das Innere des Laptops ist schwarz und zieht dagegen Fingerabdrücke magisch an.

Auffällige Farbe, attraktives Design. Alternativ ist das Aero 15 auch in neutralem Schwarz oder in knalligem Orange zu haben.

Das Display des Aero 15 ist nahezu randlos ausgeführt und kommt mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel). Die Farben sind kontrastreich, dank IPS-Panel ist der Bildschirm auch blickwinkelstabil. Die Helligkeit reicht aus, um auch draußen zu arbeiten, doch bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich nicht mehr viel erkennen.

Die Diagonale liegt bei 15,6 Zoll – zumindest beim Blick ins Datenblatt ist das Gigabyte also mehr für den Schreibtisch geeignet als für den Rucksack. Durch seine geringe Bauhöhe von knapp zwei Zentimetern und dem geringen Gewicht von 2,1 Kilogramm bleibt der Laptop dennoch kompakt und transportabel.

Dank des dünnen Bildschirmrahmens wirkt das Gigabyte nicht so klobig wie andere 15-Zoller.

Auch Gigabyte setzt, wie viele andere Hersteller in diesem Segment, derzeit auf Intels i7-7700HQ-Prozessor (vier Kerne, 2,8-3,8 GHz). In unserem Testmodell sind 16 GByte Arbeitsspeicher verbaut, Platz ist für 32 GByte. Für Eure Daten steht eine SSD mit 512 GByte Speicher zur Verfügung.Vorinstalliert ist Windows 10.

Über die weiteren Details informiert die folgende Tabelle.

Blockbuster-Spiele laufen dank der Nvidia-Grafikkarte GTX 1060 größtenteils flüssig. Rise of the Tomb Raider kommt mit höchsten Grafikeinstellungen schon auf einen sehr guten Wert von 62 Bildern pro Sekunde (fps). GTA V erreicht dauerhaft 60 Bilder pro Sekunde; ebenfalls auf sehr hohen Spieleinstellungen. Detaillierte Ergebnisse seht Ihr in folgender Tabelle:

Benchmarkergebnisse: Gigabyte Aero 15
Spiel / Qualitätseinstellung Ultra Sehr hoch Hoch Mittel Niedrig
Rise of the Tomb Raider -
(Maximales Preset ist „Sehr hoch“)
62 75 80 -
Batman Arkham Knight -
(Maximales Preset ist „Hoch“)
-
(Maximales Preset ist „Hoch“)
55 (Nvidia Gameworks an)
85 (Nvidia Gameworks aus)
88 (Nvidia Gameworks aus) -
Deus Ex: Mankind Divided 39 47 55 65 80
Mittelerde: Mordors Schatten 80 - - - -
GTA V (Alles maximal, MSAA 8x) (Alles maximal, MSAA 4x) (MSAA 4x) (erweiterte Grafikoptionen aus, MSAA 4x) -
Vorsicht, heiß: Wer keinen Abdruck dieses „Grillrosts“ auf dem Bein möchte, sollte das Gerät zumindest unter Volllast besser auf den Tisch stellen.

Abstriche müsst Ihr allerdings bei der Geräuschkulisse machen. Das Notebook gibt ein dauerhaftes Brummen und Rauschen von sich. Es erzeugt einen tiefen Ton und wird auf Dauer recht nervig. Unter Last dreht der Lüfter dann auf, das Rauschen wird sehr präsent. Noch dazu ist ein hoher, sehr störender Pfeifton zu hören. Sogar im Idle-Betrieb surren die Lüfter hörbar. Die Tastatur wird zwar sehr warm, allerdings noch nicht störend heiß (circa 40 Grad). Auf dem Schoß könnt Ihr den Laptop unter Volllast nicht benutzen. Die untere, hintere Mitte wird extrem heiß (62 Grad).

Der Akku des Aero 15 machte während unseres Tests eine sehr gute Figur. Gamer-Laptops halten beim Zocken meist nicht mal eine Stunde durch, doch mit dem Gigabyte-Laptop spielten wir fast doppelt so lange wie mit Modellen der Konkurrenz. Optimiert ist der Laptop auch auf das Erledigen von „Büroaufgaben“ wie Browsen, Videos anschauen und Textverarbeitung: In diesem Szenario hier hielt der Akku fast zehn Stunden, das Notebook wieder ans Stromnetz wollte. Andere Gaming-Laptops schaffen auch hier gerade mal die Hälfte.

Die Anschlüsse sind gut erreichbar im hinteren Bereich des Notebooks untergebracht.

Bei den Anschlüssen verbaut Gigabyte von allem etwas und bietet so eine optimale Ausstattung. Links finden wir einen LAN-Anschluss, ein Mal USB 3.0, einen HDMI-Ausgang, einen Mini-Display-Port und einen kombinierten Mikrofon/Kopfhörer-Anschluss. Auf der rechten Seite sitzen der Anschluss für das Kengsington Lock, der Stromanschluss, zwei Mal USB 3.0, ein Mal Thunderbolt 3 (USB Typ C) sowie ein SD-Kartenleser.

Wie eingangs erwähnt ist das 15,6-Zoll-Notebook trotzdem kompakt und leicht und lässt sich somit problemlos transportieren. Auf dem Papier heißt das: 2,1 Kilogramm schwer und Maße von 356,4 x 250 x 19,9 Millimeter.

Ihr könnt den Gehäuseboden relativ problemlos, aber erst nach dem Entfernen von insgesamt 13 Torx-Schrauben abnehmen. Unter dem Deckel befinden sich die RAM-Riegel und die Festplatten, die per M.2 angeschlossen sind. Zwei Slots stehen Euch für Arbeitsspeicher und Datenspeicher zur Verfügung. Beide lassen sich einfach erreichen. Prozessor und Grafikkarte sind nicht austauschbar.

Ungewöhnlich: Die Kamera sitzt unterhalb des Displays.

Unserer Testmodell wurde leider mit amerikanischem Tastaturlayout geliefert, doch kaufen könnt Ihr das Aero 15 auch mit deutschem Layout. Zum Glück, denn die Tastatur fühlte sich beim Tippen erstaunlich gut an. Obwohl sie so flach ist, hat sie einen deutlichen Hub und einen klaren Druckpunkt. Gute Arbeit, Gigabyte!

Die Tastatur ist top, beim Touchpad fehlen uns die Maustasten – oder zumindest gutes, haptisches Feedback beim Durchdrücken.

Ihr müsst Euch nur daran gewöhnen, dass die 0 des Nummernblocks schmaler ist als üblich und die Tasten für „Pos 1“, „Ende“ und die Bildläufe auf den Zahlen liegen. Des Weiteren teilen sich Entfernen und Einfügen eine Taste.

Die Beleuchtung des Keyboards könnt Ihr per Software anpassen. Wahrscheinlich lag es nur an unserem Gerät, aber der Buchstabe „d“ kam beim längeren Tippen auffällig oft nicht durch.

Das Touchpad ist angenehm in seiner Oberfläche: glatt, aber nicht zu glatt. Doch leider gibt es keine separaten Maustasten. Die haben uns beim Testen gefehlt, da das Klickpad doch recht viel Druck benötigt und es auch nur am unteren Rand deutlich spürbares haptisches Feedback gibt.

Grün ist sicher nicht jedermanns Sache – aber uns gefällt's nach anfänglicher Skepsis erstaunlich gut.

Neben unserem Testgerät in auffälligem Grün gibt es noch ein knalliges Orange und ein dezentes Schwarz mit rotem Akzent. Interessanterweise kostet die schwarze Ausführung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Testberichts etwas mehr als die farbigen Modelle.

Gigabyte Aero 15 grün, Core i7-7700HQ, 16GB RAM, 512GB SSD (Aero15-DE025G/Aero15-DE025G)

Grün

Gigabyte Aero 15 orange, Core i7-7700HQ, 16GB RAM, 512GB SSD (Aero15-DE025O/Aero15-DE325O)

Orange

Gigabyte Aero 15 schwarz, Core i7-7700HQ, 16GB RAM, 512GB SSD (Aero15-DE025B/Aero15-DE325B)

Schwarz

Gigabyte hat mit dem Aero 15 eins der besten Gaming-Notebooks auf dem Markt entworfen. Warum wir das sagen, obwohl andere Maschinen eine bessere technische Ausstattung und somit bessere Benchmark-Ergebnisse erreichen? Ja, Gigabyte geht Kompromisse ein, doch diese sind sehr gut gewählt. Unterm Strich bekommen wir ein kompaktes Gamer-Notebook, das trotzdem ein großes, fast randloses Display bietet, alle relevanten Anschlüsse zur Verfügung stellt, gut verarbeitet ist und darüber hinaus eine tolle Tastatur mitbringt. Dazu hat uns die Akkulaufzeit beeindruckt.

Außerdem lassen sich Arbeitsspeicher und Festplatten auch später noch upgraden, was wir ebenfalls positiv hervorheben möchten. Punkte, an denen wir rummeckern können, finden wir so gut wie keine. Lediglich die Geräuschentwicklung, das Touchpad und der doch recht hohe Preis von ca. 2000 Euro sind in unseren Augen verbesserbar.

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