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Gaming-Headset GSP 300 von Sennheiser im Test

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Auch günstige Gaming Headsets sollten einen guten Klang haben und vernünftig sitzen. Diese Woche muss das GSP 300 von Sennheiser zeigen, was es kann.

Für Gamer ist ein gutes Headset fast ebenso wichtig, wie ein leistungsstarker Gaming-PC (Kaufberatung) und ein schneller Monitor (Ratgeber). 2018 haben wir bereits einige Top-Modelle in der Preisklasse zwischen 120 und 300 Euro getestet (Vergleichstest). Nun stellen wir uns der Frage, wie sich günstige Headsets in der Klasse bis 100 Euro schlagen. Nach den Headsets Kraken V2 Pro von Razer (Testbericht), Logitech G432 (Testbericht) und Corsair HS-50 (Testbericht) veröffentlichen wir nun den Einzeltest des GSP 300 von Sennheiser. Weitere Modelle und ein abschließender Vergleichstest folgen in den nächsten Wochen.

Das für die Makre Sennheiser günstige GSP 300 ist auf den ersten Blick als Gaming-Headset erkennbar. Das moderne Design mit blauen Farbakzenten und dem klappbaren Mikrofon ähnelt dem G432 von Logitech. Die Abmessungen betragen 22 × 11 × 24 cm. Mit einem Gewicht von 288 g (ohne Klinkenadapter) ist der Kopfhörer verhältnismäßig leicht und fällt auch bei langen Gaming-Sessions nicht unangenehm auf. Der Kopfbügel ist in der Länge verstellbar.

Das Headset besteht aus schwarzem und anthrazitfarbenem Kunststoff und macht einen stabilen Eindruck. Die Verarbeitung ist gut und gibt keinerlei Grund zur Beanstandung. Die blaue Stoff-Polsterung des Kopfbügels ist angenehm weich. Auf eine farbenfrohe, aber meist nervige RGB-Beleuchtung verzichtet der Hersteller. Uns gefällt das gut, wer es aber gerne auffällig haben möchte, wird enttäuscht.

Ein passender Kabeladapter gehört zum Lieferumfang.

Auch eine Kabelfernbedienung gibt es nicht. Zum Einstellen der Lautstärke dient stattdessen ein üppig dimensionierter Drehschalter an der rechten Ohrmuschel. Dieser arbeitet sehr präzise und hat einen vernünftigen Widerstand. Die Bedienung ist dank der geschickten Positionierung deutlich intuitiver als bei allen anderen Headsets in unserem Testfeld.

Zum Stummschalten des Mikrofons wird dieses nach oben geklappt. Ab wann das Mikrofon deaktiviert ist, merkt man durch einen leichten Widerstand im Klappmechanismus.

Das GSP 300 wird per Klinkenstecker angeschlossen. Das weiche Silikon-Kabel ist zwei Meter lang und somit ausreichend dimensioniert. Eine Gewebeummantelung hätte uns aber besser gefallen. Die flexiblen Kabel neigen in der Praxis dazu, sich schnell zu verheddern. Wer seinen Gaming-PC unterm Schreibtisch stehen hat, sollte sich ein Verlängerungskabel zulegen.

Wer das Headset am Smartphone anschließt, muss den Adapter nutzen.

Während die meisten Hersteller, beispielsweise Corsair beim HS-50 (Testbericht), auf einen 4-poligen Klinkenstecker setzen, verfügt das Sennheiser-Modell über getrennte Stecker für Mikrofon und Kopfhörer. Wer sein Headset an einem kombinierten Anschluss betreiben will, braucht das mitgelieferte Y-Kabel.

Der Sound des GSP 300 erfüllt unsere hohen Erwartungen. Trotz des Preises von unter 100 Euro liefert das Headset einen sehr guten und erfreulich ausgeglichenen Klang. Anders als beim Kraken V2 von Razer (Testbericht) übersteuern weder die Höhen noch die Bässe. Der Sound ist auch bei maximaler Lautstärke sehr harmonisch, was nicht zuletzt den kraftvollen Mitteltönern zu verdanken ist. Wir mögen den Klang, schließlich eignet sich das Headset so auch zum Musikhören oder Filme schauen. Wer sich beim Zocken gerne durch Explosionen durchschütteln lässt, wird den moderaten Bass-Anteil allerdings kritisieren. Im Zweifel hilft hier manuelles Feintuning mit dem Equalizer.

Der Lautstärke-Regler ist sehr gut platziert.

Das Mikrofon macht im Test einen sehr guten Job. Hintergrund- oder Atemgeräusche werden zuverlässig gefiltert und sind für den Gesprächspartner praktisch nicht wahrnehmbar. Die Übertragung der Stimme ist angenehm klar und ausreichend laut. Das Stummschalten per Klappbewegung ist intuitiv und klappt ohne Hinsehen.

Das Mikrofon filtert Hintergrund- oder Atemgeräusche.

Das GSP 300 trägt sich angenehm und unauffällig. Die weiche Ohrpolsterung aus Kunstleder sorgt für eine deutliche Abschirmung von Umgebungsgeräuschen, ohne den Nutzer vollkommen von der Außenwelt abzuschneiden. Obwohl die Ohren unter den dicken Polstern merklich warm werden, schwitzen sie nicht. Die Polsterung ist fest verbaut und nicht austauschbar.

Das Headset ist sehr bequem und angenehm leicht.

Das Headset sitzt auch bei starken Bewegungen zuverlässig und stabil auf dem Kopf. Wenn das Kabel beim Bewegen an der Schulter entlangrutscht, überträgt sich dieses Kratzgeräusch allerdings auf die linke Ohrmuschel. Dies hört man allerdings nur, wenn gerade kein Sound abgespielt wird.

Das Headset ist in vier Farbvarianten erhältlich. Neben der von uns getesteten schwaz-blauen Variante GSP 300 gibt es das Modell auch in einer Need-For-Speed-Edition (GSP 303) oder in komplett schwarz (GSP 302) beziehungsweise weiß (GSP 301).

Sennheiser GSP 300 schwarz/blau (507079)

GSP 300

Sennheiser GSP 301 weiß (507202)

GSP 301

Sennheiser GSP 302 schwarz (507243)

GSP 302

Sennheiser GSP 303 Need for Speed Payback Edition (507244)

GSP 303

DeLOCK 3.5mm 4-Pin Klinke Verlängerungskabel weiß 2m (84482)

Verlängerungskabel 2 m

(Kein Produktbild vorhanden)

USB-C auf Klinke Adapter

Das Gaming-Headset GSP 300 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Verarbeitung, Tragekomfort und Klangqualität überzeugen im Test. Wer ein günstiges Headset mit richtig gutem Sound sucht, macht mit dem Modell von Sennheiser alles richtig.

Wer beim Zocken Wert auf überspitzte Bässe und Höhen legt, ist beim Budget-Modell von Sennheiser allerdings an der falschen Adresse. In diesem Fall raten wir zum Headset Kraken V2 Pro vonRazer (Testbericht) oder dem etwas harmonischeren HS-50 vonCorsair (Testbericht).

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