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Gaming Headset Corsair HS50 im Test: heiße Ohren

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Gaming Headsets müssen bequem sitzen und gut klingen. Das dies auch günstige Modelle erfüllen, zeigt der Test des HS50 von Corsair.

Für Gamer ist ein gutes Headset fast ebenso wichtig, wie ein leistungsstarker Gaming-PC (Kaufberatung) und ein solider Monitor (Kaufberatung). 2018 haben wir bereits einige Modelle in der Preisklasse zwischen 120 und 300 Euro getestet (Vergleichstest). Nun stellen wir uns der Frage, ob günstige Headsets unter 100 Euro ausreichend sind. Nach dem Headset Kraken V2 Pro von Razer (Testbericht) und dem Logitech G432 (Testbericht), folgt nun der Einzeltest des HS50 von Corsair. Weitere Modelle und ein abschließender Vergleichstest folgen in den nächsten Wochen.

Das HS50 sieht mehr nach einem klassischen Kopfhörer als nach einem auffälligen Gaming-Headset aus. Das liegt neben der zurückhaltenden Farbgestaltung, an der dezenten Formgebung, dem abnehmbaren Mikrofon und der fehlenden RGB-Beleuchtung. Der optische Auftritt ähnelt dem des Kraken V2 Pro von Razer, allerdings trägt das HS50 deutlich weniger auf. Uns gefällt das unaufdringliche und edle Design ausgesprochen gut.

Ohne Mikrofon sieht das HS50 wie ein klasssicher Audiokopfhörer aus.

Der in der Größe verstellbare Kopfbügel besteht komplett aus Metall. Davon ist allerdings kaum etwas zu sehen, da der Bügel unter einem dicken Polster mit Rautensteppung verborgen ist. Die mit Kunstleder bezogenen und ordentlich gepolsterten Ohrpolster sind fest verbaut und nicht austauschbar. Das Gehäuse der Kopfhörer besteht größtenteils aus Kunststoff. Durch die insgesamt gute Verarbeitung und das an den Außenseiten aufgesetzte Metallgitter mit Corsair-Logo wirkt das Headset hochwertig. Die Verarbeitung ist insgesamt gut und das Modell hinterlässt einen stabilen Eindruck. Die Nähte an Ohrpolsterung und Kopfband-Polster sind gleichmäßig.

Die Mikrofon-Mute-Taste, das Anschlusskabel und der Lautstärkeregler sitzen am linken Kopfhörer. Die Position des Rädchens und des Tasters ist gut gewählt: Die Bedienung klappt mit nur einem Griff und innerhalb von wenigen Sekunden. Das ist gut, da man so nicht unnötig abgelenkt wird.

Die Polsterung ist ordentlich vernäht.

Der durch eine Abdeckung geschützte Mikrofoneingang sitzt ebenfalls am linken Kopfhörer. Das Mikrofon mit 3,5-mm-Klinken-Stecker ist insgesamt 15 cm lang und zum größten Teil flexibel. So praktisch das abnehmbare Mikrofon auch sein mag; ohne passende Aufbewahrungsmöglichkeit kann es schnell verloren gehen. Das gilt auch für die Abdeckung des Klinke-Eingangs.

Die Länge des Headset-Kabels ist mit 190 cm zwar ausreichend, aber nicht großzügig. Das macht Razer besser, dort liegt eine Verlängerung von etwa 2 m bei. Wer an der Konsole zockt oder den PC unter dem Tisch stehen hat, sollte sich ein Verlängerungskabel zulegen. Für den Anschluss an einer Soundkarte gehört ein Klinke-Adapter mit getrenntem Kopfhörer- und Mikrofon-Stecker zum Lieferumfang. Auf eine Gewebeummantelung des Anschlusskabels verzichtet der Hersteller. Eine Tasche für den Transport ist nicht beigepackt.

Der Lieferumfang des Headsets.

Trotz des moderaten Preises, liefert das HS50 insgesamt eine gute Audioqualität. Zwar sind die Höhen und Tiefen etwas hochgeschraubt, trotzdem klingt das Corsair-Headset ausreichend harmonisch abgestimmt. Gegner zu lokalisieren klappt beispielsweise in Counterstrike GO zuverlässig. Der Klang ähnelt, bis auf die überspitzten Höhen, dem kürzlich getesteten G432 von Logitech.

Zum gelegentlichen Musikhören sind die Kopfhörer auf jeden Fall zu gebrauchen. Selbst bei hoher Lautstärke kommt es zu keinen Überzeichnungen. Der Bass hat ausreichend Druck, klingt allerdings kälter als beim Kraken V2 Pro. Audiophil veranlagte Nutzer sollten trotz des ordentlichen Ergebnisses lieber zu einem reinen Audio-Kopfhörer greifen oder zumindest mit einem Equalizer nachhelfen.

Umgebungsgeräusche sind durch die dicke Polsterung spürbar gedämpft. Vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten ist man trotzdem nicht. Wer beim Zocken völlig auf sich konzentriert sein möchte, dürfte das Modell al zu hellhörig empfinden. Wir kommen in der Praxis sehr gut damit zurecht.

Das Mikrofon arbeitet zuverlässig und liefert einen ordentlichen Klang. Hintergrundgeräusche oder überzeichnete Stimmen sind im Test nicht aufgefallen. Lediglich die Lautstärke dürfte, nach unserem Geschmack, etwas höher sein. Dieses Problem ist aber schnell mit einem erhöhten Eingangspegel der Soundkarte korrigiert.

Das Mikrofon wird am linken Kopfhörer angesteckt.

Die Möglichkeit das Mikrofon zu entfernen ist insbesondere dann praktisch, wenn man das Headset ausschließlich zum Musikhören verwendet.

Das HS50 ist im Test auch über mehrere Stunden hinweg sehr bequem. Durch die weiche Polsterung und das geringe Gewicht von 319 g fällt kaum auf, dass man überhaupt Kopfhörer trägt.

Die Vorspannung des Kopfbügels ist verhältnismäßig hoch, was für einen sehr zuverlässigen Halt sorgt. Nutzern mit breitem Kopf könnte das Headset allerdings zu stramm sitzen.

Die Bedienelemente sind gut zu erreichen.

Nach mehreren Stunden wird es unter den Ohrpolstern sehr warm und es kommt zu Schweißbildung. Die Belüftung kann nicht mit dem optisch ähnlichen Kraken V2 Pro mithalten. Alleine schon wegen der Schweißbildung würden wir uns austauschbare Ohrpolster wünschen.

Das HS50 ist in drei Farbvarianten erhältlich. Neben dem komplett schwarzen Modell gibt es eine Version mit grünen und eine Version mit blauen Farbakzenten. Zudem ist der Kopfhörer in sehr ähnlicher Form auch als kabellose- oder Surround-Sound-Version erhältlich.

Corsair Gaming HS-50 schwarz (CA-9011170-EU)

Corsair HS50 schwarz

Corsair Gaming HS-50 schwarz/blau (CA-9011172-EU)

Corsair HS50 schwarz-blau

Corsair Gaming HS-50 schwarz/grün (CA-9011171-EU)

Corsair HS50 schwarz-grün

DeLOCK 3.5mm 4-Pin Klinke Verlängerungskabel weiß 2m (84482)

Verlängerungskabel

Corsair Gaming HS70  Wireless schwarz (CA-9011175)

Corsair HS70 Wireless

Corsair Gaming HS-60 schwarz (CA-9011173)

Corsair HS60 Sourround

Das Corsair HS50 liefert ein gelungenes Design, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und gute Audioqualität für ein Gaming-Headset. Der Klang kann zwar nicht mit hochwertigen Audio-Kopfhörern mithalten, das ist aber auch gar nicht beabsichtigt. Vor namhaften Konkurrenz-Modellen von Logitech und Razer, muss sich das HS50 definitiv nicht verstecken. Die Verarbeitung und das Mikrofon hinterlassen insgesamt einen überwiegend positiven Eindruck. Wer ein vernünftiges und bezahlbares Headset zum Zocken sucht, ist mit dem Modell für etwa 55 Euro gut beraten.

Wer es gerne auffallend und bunt mag, ist mit HS50 allerdings an der falschen Adresse. Auch Gamer mit einem breiten Kopf sollten sich besser nach einem anderen Modell umsehen. Auch wer schnell schwitzt, ist mit einem anderen Kopfhörer besser beraten.

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