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Gaming-Headset Asus ROG Strix Fusion 500 im Test

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Edel, stabil, bequem – das Asus ROG Strix Fusion 500 überzeugt im Test durch seinen 7.1-Klang und coolen Lichteffekten, die sich per mobiler App über mehrere Headsets und weitere Asus-Produkte synchronisieren lassen.

Direkt aus der Verpackung sieht das Headset schick aus. Die glänzenden spiegelnden Außenseiten der Ohrmuscheln wirken in Kombination mit den kantigen Formen sehr edel. Dafür wurde es mit dem IF Design Award ausgezeichnet. Trotzdem ist Design nach wie vor Geschmackssache und die glänzenden Flächen sind sehr anfällig für Fingerabdrücke. Da die Seiten per Touch gesteuert werden, behält das Headset nur schwer sein perfektes Aussehen vom ersten Auspacken, schnell sammeln sich die Fingerabdrücke auf dem Plastik. Das Headset ist in schwarz erhältlich, die Ohrmuscheln schimmern bronzegold. Die RGB-Beleuchtung scheint als Symbol angelehnt an das ROG-Logo auf den hinteren Seiten der Ohrmuscheln.

Das Headset ist aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber sehr stabil und robust. Die Ohrmuscheln hängen in beweglichen Gelenken und lassen sich eindrehen.

Die Ohrmuscheln lassen sich austauschen.

Das Headset sitzt recht straff, doch auch beim Tragen einer Brille empfand ich das Strix Fusion als angenehm. Gedrückt hat nichts. Der gepolsterte Bügel ist aus weichem Schaumstoff und passt sich unterschiedlichen Kopfformen an. Große Köpfe könnten allerdings den straffen Sitz als unangenehm empfinden. Asus legt dem Headset zwei verschiedene Ohrpolster bei. Ein Paar ist aus Stoff, das andere aus Kunstleder. Handwaschbar sind beide. Nach einigen Stunden Spielzeit sind Eure Ohren wie bei allen geschlossenen Kopfhörern recht warm. Die Kunstlederpolster lassen Schweiß nahezu abperlen, fühlen sich dabei aber nicht klebrig an. Die weichen Stoffpolster lassen etwas Luft durch, sodass kein unangenehmes, schwitziges Gefühl aufkommt. Das kurze Mikrofon befindet sich an der linken Seite, lässt sich ausklappen oder unsichtbar verstecken.

Auf dem Headset gibt es nur einen Knopf. Und der ist für die Aktivierung oder Deaktivierung des 7.1 Surround Sounds. Programmierbare Bereiche oder Tasten fehlen. Beim Strix Fusion 500 wird alles per Touch auf der linken Ohrmuschel gesteuert. Das funktioniert nicht immer präzise. Vor allem das Regeln der Lautstärke (hoch- oder herunterwischen) klappt nicht bei jedem Versuch. Und wenn doch, dann lässt es sich nicht auf den Punkt präzise einstellen.

Der Lieferumfang des Asus ROG Strix Fusion 500 ist überschaubar: neben dem Headset liegen zwei verschiedene Ohrpolster (Stoff oder Kunstleder) und ein USB-Kabel (Typ A auf Micro-USB) bei. Das Kabel ist stoffummantelt und die goldenen Anschlüsse stabil. Zockt Ihr am Schreibtisch mit dem PC, ist das Kabel lang genug. Doch wenn Ihr es an der Playstation 4 verwendet und auf dem Sofa mit genügend Abstand zum Fernseher sitzt, könnte es etwas straff werden. An der Xbox One funktioniert das Headset nicht. Auf der Asus-Webseite steht zwar, es sei mit der Nintendo Switch kompatibel, doch in unserem Test hat das nicht funktioniert.

Beim Klangbild kommt es sehr auf Euren persönlichen Geschmack an. Denn während der Bass gut durchkommt, müssen wir bei den Mitten und den Höhen Abstriche machen. Möchtet Ihr ein Headset haben, mit dem Ihr neben dem Zocken auch ab und zu Musik hören könnt, ist das Asus-Modell eventuell nicht optimal geeignet. Es sei denn Euer Musikgeschmack liegt hauptsächlich in elektronischen oder basslastigen Bereichen.

Das Mikrofon lässt sich komplett in die Ohrmuschel schieben.

Der 7.1 Surround Sound sorgt dagegen beim Zocken für ein sehr gutes Raumgefühl, Spiele wie „PUBG“ oder „Fortnite“ fühlen sich dadurch echter an. Ihr könnt Geräusche besser orten und so Gegner in manchen Situationen schneller erkennen. Schüsse oder Explosionen klingen gewaltig. Für den Preis ist die Simulation der acht Kanäle durchaus gelungen, wenn auch nicht mit einem echten Boxensetup zu vergleichen.

Das Mikrofon sitzt an der linken Ohrmuschel und lässt sich unsichtbar einklappen. Es ist recht kurz, doch der Mikrofonarm ist sehr flexibel und lässt sich gut biegen. Bis vor den Mund reicht es allerdings nicht. Klappt Ihr es nach oben, wird es automatisch deaktiviert. Die Klangqualität hat uns nicht vollständig überzeugt. Man ist zwar gut zu verstehen, klingt aber auffällig nasal. Umgebungsgeräusche werden kaum herausgefiltert.

Die Anwendung Aura Sync hilft beim anpassen der Lichteffekte.

Das Asus ROG Stirx Fusion 500 punktet bei den Lichteffekten. Für eSport-Teams auf der LAN-Party gibt es eine Smartphone-App, mit der sich mehrere Headsets via Bluetooth zusammenschließen lassen und anschließend synchron leuchten. Per Software könnt ihr am PC außerdem einstellen, wie das Headset funkeln soll, notwendig ist dazu die Anwendung „Aura Sync“. Das Headset wird beim Anstecken sofort erkannt und kann mit dem neuen Farbprofil bestückt werden. Das ist entweder eine statische oder pulsierende Farbe oder ein leuchtender Farbzyklus. Auch kann sich das Licht passend zur laufenden Musik bewegen. Habt ihr noch weitere Asus-Geräte mit LEDs in oder an Eurem PC, lassen sich die Komponenten ebenfalls synchronisieren.

Wer ein kabelgebundenes Headset sucht, dass sowohl am PC als auch an der Playstation 4 einsetzbar ist, wird beim Asus ROG Strix Fusion 500 fündig. Im Test überzeugt haben uns der komfortable Sitz und die austauschbaren Ohrpolster. Die Touchsteuerung war dagegen zu fummelig und auch das Mikrofon hat durch seinen auffällig nasalen Klang keine Pluspunkte gesammelt. Der gute 7.1 Surround Sound gleicht diese Nachteile aber wieder aus.

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