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Full-HD-Beamer Acer H6517ABD im Test: gut und kompakt

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Kompakt Bauweise und starke Leistung zu einem attraktiven Preis, das verspricht Acer beim H6517ABD. Der Test verrät, wie gut der Beamer wirklich ist.

Full-HD-Beamer liefern für ihren Preis oft eine erstaunlich gute Leistung. In unserer Themenwelt Full-HD-Beamer testen wir die Projektoren. Bislang sind folgende Beiträge erschienen:

Es ist kein Wunder, dass auf der Acer-Website kein Hinweis auf einen Design-Preis zu finden ist. Durch alle Produktkategorien zieht sich eine optische Beliebigkeit – und das trifft vielleicht sogar ganz besonders bei den Beamern zu. Auch der hier getestete H6517ABD ist genauso wie der Acer H7550ST (Testbericht)
keine außergewöhnliche Schönheit: Will man das Design beschreiben, ist das Wort „zweckmäßig“ zutreffend. Das Gehäuse besteht komplett aus weißem Kunststoff, so fällt er weder im Office noch im Krankenhaus störend auf. Acer hat dem Beamer fast an jeder Seite große Öffnungen für die Luftzirkulation spendiert, damit ihm im Betrieb nicht zu warm wird. Im Test wurde der Beamer etwa in Kopfhöhe hinter den Sitzgelegenheiten aufgestellt. Und tatsächlich strömt aus den Öffnungen fühlbar und hörbar warme Luft heraus. Weniger gut zu hören ist dagegen der kleine 1-W-Lautsprecher – besonders, wenn der Sound gegen die Eigenlautstärke des Beamers arbeiten muss.

Die wichtigsten Bedienelemente wie Menü-Tasten und Power-Button sind dezent an der Oberseite untergebracht. Außerdem lässt sich die Bildgröße durch einen Zoom-Ring verändern, die Bildschärfe wird wiederum direkt an der Linse per Focus-Ring justiert. Die Eingänge sind überschaubar: Ein VGA-Eingang für den Büro-Einsatz mit altem Equipment, ein HDMI-Eingang und ein Klinkenstecker, mit dem Sound zum Beamer geführt wird. Außerdem ein Eingang für das Stromkabel. Die Linse wird von einem abnehmbaren Plastikdeckel geschützt. Dieser ist für den Transport sehr nützlich. Sollte der Beamer fest an einer Zimmerdecke montiert werden, verliert der Deckel allerdings seinen Sinn, da er dann nur schwer erreichbar ist.

Der H6517ABD ist 9,3 cm hoch und hat eine Standfläche von 31,4 cm × 22,3 cm, also etwas mehr als die Fläche es DIN-A4-Blatts. Mit 2,5 kg ist der Beamer kein Leichtgewicht, für den Transport liegt dem Gerät aber eine praktische Tragetasche bei, in die auch Kabel und mitgelieferte Fernbedienung passen.

An Strom anschließen, Zuspieler per HDMI einstecken – fertig: Der erste Start ist in wenigen Augenblicken erledigt, das Leuchtmittel kommt recht schnell auf Betriebstemperatur. Das übersichtliche Menü führt fix zu den benötigten Einstellungen, allerdings wird Anfangs kaum etwas verändert werden müssen. Je nach Position des Beamers und dessen Abstand zur Wand muss die Bildschärfe direkt am Gerät mit dem Plastikring an der Linse nachjustiert werden.

Im Test steckte im HDMI-Eingang ein Amazon Fire TV Stick (Testbericht), der Strom dafür kam allerdings nicht über den Beamer, hierfür musste ein längeres USB-Kabel genutzt werden. Bei einer Deckenmontage wäre dies ärgerlich, da so ein weiteres Kabel an der Wand heruntergeführt werden müsste. Mit dem Einschalten des Beamers erschien in wenigen Augenblicken der Startbildschirm des Mediensticks. Als Nächstes haben wir einen AV-Receiver von Sony per HDMI verbunden. Da der Beamer nur über einen HDMI-Eingang verfügt, musste dafür der Firestick entfernt werden. Und genau hier zeigt sich die Schwäche zu weniger Eingänge: Wird ein Beamer fest montiert, möchte man Zuspieler nicht ständig wechseln müssen, ein zweiter Eingang wäre für diesen Zweck sinnvoll. Wird der Beamer vor allem mobil genutzt, stellt sich das Problem sicher nicht.

Je nach Raumbeleuchtung sollte die Helligkeit der Lampe oder der Kontrast verändert werden. Auch verschiedene Voreinstellungen, die per Menü ausgewählt werden, sorgen für eine Verbesserung des Bildes. Leider verfügt der Beamer nicht über eine Lense-Shift-Funktion, wodurch ein Bild per Menü horizontal oder vertikal verschoben werden kann. Dadurch muss das Gerät relativ mittig vor der zu bespielenden Wand platziert werden. Allerdings verfügt der H6517ABD über eine automatische Trapezkorrektur, wodurch das Bild auch leicht von unten an die Wand projiziert werden kann. Außerdem erkennt der Beamer automatisch, ob er über Kopf angebracht wurde und wechselt in den entsprechenden Modus

Der Beamer kann Inhalte im 3D-Format abspielen. Allerdings wird hierfür eine optional erhältliche Shutter-Brille benötigt.

Die native Auflösung des Beamers beträgt 1920 × 1080 Pixel, es handelt sich also um einen Full-HD-Beamer. Die Lampenleistung liegt bei 195 W, im Betrieb ist die Lichtausbeute mit 3200 lm sehr hoch, wodurch selbst bei nicht komplett abgedunkelten Räumen ein gutes Bild an die Wand geworfen wird. Allerdings wird das gute Ergebnis mit lauten Nebengeräuschen eingekauft: Im Betrieb fährt der Lüfter stark nach oben, in einigen Situationen war sogar leicht ein hochfrequentes Pfeifen deutliche wahrnehmbar. Offenbar kein Einzelfall in diesem Test, denn einen ähnlichen Effekt beschreiben andere Nutzer des Modells in verschiedenen Foren.

Je nach Abstand zur Wand lässt sich das Bild per Zoom-Ring vergrößern oder verkleinern. So ist es auch möglich, den Beamer für ein großes Bild relativ nah an die Wand zu platzieren. Im Test war der Beamer etwa vier Meter von der Wand entfernt, die Bilddiagonale betrug dann ebenfalls rund vier Meter. Wer seinen Beamer deutlich näher an der Wand plazieren möchte, dem Empfehlen wir unseren Vergleichstest günstiger Kurzdistanzbeamer und die Einzeltests zu Xiaomi Laser Projector (Testbericht), LG HF85JS (Testbericht), Acer H7550ST (Testbericht) und Optoma GT1080 Darbee (Testbericht).

Acer nennt die Bildoptimierungen Colorboost 3D und Colorsafe II. Gemeint ist damit, dass die Kombination spezieller Algorithmen mit dem DLP-Chipsatz und des Farbrades für ein optimales Bildergebnis sorgen soll. In der Praxis war das Bild in der Tat sehr farbintensiv und kontrastreich, vielleicht sogar ein wenig künstlich. Je nach Lichtverhältnissen und Sehgewohnheiten lassen sich verschiedene Szenarien aktivieren, die das Bild entsprechend optimieren. Darüber hinaus können Helligkeit oder Farbintensität manuell verändert werden. Uns erinnerte es etwas an die Darbee-Bildoptimierung des Optoma GT1080 Darbee (Testbericht).

Nach mehreren Tagen im Betrieb zeigen sich Höhen und Tiefen. Das projizierte Bild des Beamers ist sehr ordentlich: Full-HD-Inhalte werden gestochen scharf dargestellt, die Helligkeit ist ausreichend und die Farben wirken gut. Insgesamt ist das Resultat an der Wand erfreulich, aber nicht herausragend. Das positive Ergebnis beim Bild wird zudem deutlich von den lauten Lüftergeräuschen getrübt. Im Eco-Modus wird der Lärm leicht reduziert, bleibt aber hörbar. Hier empfiehlt es sich, den Beamer möglichst weit weg von den Sitzplätzen zu installieren, optimalerweise an der hinteren Zimmerdecke.

Auch wenn wir es begrüßen, dass die Linse von einer Plastikkappe geschützt werden kann, ist dies nur beim Transport sinnvoll. Bei einer Festinstallation an der Decke erreicht man die Kappe nur schwer. Für einen aktuellen Beamer in dieser Preisklasse ist ein HDMI-Eingang zu wenig, den VGA-Anschluss wird man gerade Zuhause kaum nutzen. Die Tragetasche ist praktisch, für einen mobilen Beamer ist der H6517ABD aber eigentlich zu schwer. Für eine feste Installation ist er dafür nicht optimal durchdacht.

Bei einem UVP von rund 600 Euro liegt der H6517ABD von Acer im Vergleich zur Qualität preislich im Mittelfeld. Der Marktpreis liegt aber inzwischen deutlich darunter, was den Beamer zu einem guten Deal macht.

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