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Fossil Q Machine im Test: Analoge Uhr mit digitalem Herz

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Die aktuelle Generation von Fossils Hybrid-Smartwatch hat kein Display und informiert mit Zeigern über Nachrichten und deren Absender, Anrufe und mehr. Das gelungene Design und die vielen Funktionen sind überzeugend gut.

Die Q Machine kommt in einer verhältnismäßig einfachen Verpackung zum Kunden. Die Uhr selbst wirkt sehr hochwertig: Sowohl das Echtleder-Armband als auch das Edelstahlgehäuse sind erstklassig verarbeitet. Auch bei genauer Betrachtung sieht man das smarte Innenleben nicht: Das Ziffernblatt und die nachleuchtenden Zeiger sind klassisch-analog. Statt einer einfachen Krone zum Verstellen der Uhrzeit hat die Hybrid-Smartwatch insgesamt drei Drucktaster auf der rechten Gehäuseseite.

Die sehr einfache Verpackung passt nicht so richtig zur hochwertigen Uhr.

Das Design ist natürlich Geschmackssache; wir finden es sehr gelungen. Bei unserem Testmodell sind Gehäuse und Zifferblatt in Schwarz gehalten, dazu wirken goldene Zeiger und Ziffern sowie ein braunes Armband mit schwarzer Dornschließe aus Metall stilvoll.

Der Schnellverschluss vom Armband ist sehr praktisch.

Das Armband hat einen Schnellverschluss wie die Vorgängermodelle. Es lässt sich unkompliziert austauschen. Als Alternative stehen zahlreiche unterschiedliche Modelle in Nylon, Baumwolle, Silikon oder Metall zur Auswahl.

Die Q Machine punktet mit ihrem Analoguhren-Design und einer Fülle an Smartwatch-Funktionen. Bei einem Blick auf die Einstellungsmöglichkeiten sind wir positiv überrascht, was sich seit dem Test der Fossil Q Grant von neun Monaten alles getan hat. Der Mehrwert ist beträchtlich und zeigt, dass Fossil seine Software vorbildlich weiterentwickelt.

Um alle Funktionen zu nutzen, bedarf es ein Smartphone mit der kostenlosen Android- oder iOS-App Fossil Q. Mit den Tastern der Uhr lassen sich beispielsweise die Lautstärke des Smartphones ändern, die Musikwiedergabe starten und stoppen, der Klingelton aktivieren und deaktivieren, die Stoppuhr nutzen oder eine zweite Zeitzone oder das Datum anzeigen. Oder sie lösen die Kamera des Smartphones aus. Auch hier ist die Weiterentwicklung der Software positiv erkennbar: Löst ein Knopfdruck beispielsweise ein Foto aus, bestätigt dies die Uhr mittels kurzer Vibration. Das Fehlen einer solchen Rückmeldung haben wir bei der Q Grant noch kritisiert.

Die Uhr trägt sich sehr angenehm.

Benachrichtigungen zeigt die Q Machine an, indem die Uhr vibriert und sich die beiden großen Zeiger auf eine Ziffer zubewegen. Nach zehn Sekunden wandern die Zeiger wieder zurück zur aktuellen Uhrzeit. Welche Benachrichtigung für welche Anzeige steht, wird komfortabel in der App hinterlegt. Eine mögliche Benachrichtigung ist die Funktion SMS von jedem. Die Uhr signalisiert dann, dass eine neue Kurzmitteilung eingegangen ist – unabhängig vom Absender. Eine andere ist Anrufe von jedem; wer genauer wissen will, wer anruft, kann den Ziffern auf der Uhr auch einzelne Kontakte zuweisen. Dann ist auf einen Blick ersichtlich, wer die SMS geschrieben hat oder gerade anruft. Wurden hingegen Apps als Benachrichtigungstyp hinterlegt, zeigt die Fossil-Uhr, sobald sich in dieser App etwas tut. Wer beispielsweise WhatsApp nutzt, legt diese App auf elf Uhr. Sobald eine Nachricht im Messenger eingeht, fahren die Zeiger flott auf die Elf.

Es ist möglich, bis zu zwölf verschiedene Benachrichtigungstypen zu hinterlegen. Es können dabei auch mehrere Kontakte und Apps zusammengefasst werden, um beispielsweise Anrufe aus der Familie zusammenzufassen. Man muss allerdings lernen, welche Zahl wofür steht.

Unterm Strich bietet die Uhr deutlich mehr Funktionen als die Q Grant vor einem dreiviertel Jahr. Hier wie dort lässt sich der zusätzliche Zeiger unten individuell konfigurieren und stellt beispielsweise den Fortschritt des voreingestellten Fitness-Ziels dar. Apropos: GPS oder Herzfrequenz-Sensoren sind nicht vorhanden, es gibt aber einen Schrittzähler.

Auch eine Weckfunktion per Vibration ist integriert. Für Tiefschläfer taugt sie allerdings eher als Erinnerungsfunktion zusätzlich zu einem lauten Wecker, weil der Vibrationsalarm auch bei maximaler Stärke sehr dezent ausfällt. Wer seine Uhr nach dem Ablegen nicht wiederfindet, kann sie mit Hilfe der App über Bluetooth orten.

Das Design ist aufgeräumt und unauffällig elegant.

Die Uhr hat eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM. Zum Schwimmen oder Tauchen ist sie damit nicht geeignet, beim Duschen kann die Uhr aber guten Gewissens am Handgelenk bleiben.

Die von Fossil angegebene Batterielaufzeit liegt bei einem Jahr und ist damit doppelt so lang, wie bei der Q Grant angegeben. Die Knopfzelle sitzt auf der Unterseite und lässt sich ohne Spezialwerkzeug oder Besuch beim Uhrmacher selbst tauschen, Ersatz kostet etwa 6 bis 8 Euro. Fossil stellt uns das Testgerät für einen längeren Zeitraum zur Verfügung, damit wir die Laufzeit in der Praxis testen können.

Ob alle Änderungen der Software auch mit der älteren Q Grant funktionieren, können wir nicht überprüfen. Nach Angaben des Herstellers ist die verbaute Hardware aber nahezu identisch; die Neuerungen sollten dementsprechend auch beim Vorgängermodell funktionieren.

Die Q Machine ist in sechs Varianten mit unterschiedlichen Farben und Armband-Typen erhältlich.

Die Q Machine ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.
Fossil Q Machine (FTW1163)

Q Machine braun/schwarz

(Kein Produktbild vorhanden)

Q Machine schwarz/silber

Fossil Q Machine (FTW1166)

Q Machine grau/grau

Fossil Q Machine (FTW1165)

Q MAchine schwarz/schwarz

(Kein Produktbild vorhanden)

Q Machine braun/silber

Die Hybrid-Uhr vereint zahlreiche Vorteile von Analoguhr und Smartwatch. Aufgrund der einfachen Bedienung und der ausgereiften Software bekommt die Q Machine eine klare Kaufempfehlung. Träger von Analoguhren bekommen mit dem Hybrid-Modell ein Schmuckstück im klassischen Look und eine Masse an Funktionen.

Die Q Machine hat ein angenehm flaches Profil.

Allerdings muss klar sein: Eine vollwertige Smartwatch ersetzt die Q Machine nicht. Wer eine Uhr mit Display, GPS und Herzfrequenz-Sensor sucht, sollte sich beispielsweise die Huawei Watch 2 (Testbericht) ansehen. Wenn es hauptsächlich um App-Anbindung und Display geht, machen auch die Smartwatches von Hugo Boss (Testbericht) oder Skagen (Testbericht) eine gute Figur.

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