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Fossil Q Explorist (3. Gen) im Test: die beste Android-Smartwatch

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Seit einigen Wochen haben wir die Smartwatch Fossil Q Explorist in der der dritten Generation im Test. Warum uns die Android-Uhr so gut gefällt und weshalb sie die derzeit beste auf den Markt ist, erklärt der Testbericht von TechStage.

Auf der IFA im Sommer hat das US-amerikanische Modeunternehmen Fossil eine Reihe neuer Smartwatches vorgestellt, die wir hier im Hands-on-Video zeigen. Vertreten sind Marken wie Armani, Diesel, Michael Kors und auch die Hausmarke Fossil. Technisch sind sie nahezu identisch: Auf allen Uhren läuft Googles Betriebssystem Android Wear OS 2.0, und das Display ist endlich komplett rund. Unterschiede gibt es lediglich im Design – wenn man von einer Ausnahme absieht.

Fossil Q Explorist (3. Gen)
Verpackung der Fossil Q Explorist (3. Gen).

Im Lieferumfang der Q Explorist ist nichts Außergewöhnliches enthalten. In der kleinen und kompakten Box findet sich neben der eigentlichen Uhr auch ein Kabel zum drahtlosen Aufladen. Die Induktionsspule im Kabel ist umgeben von einem starken Magneten, der die Uhr auf dem Ladeadapter in Position hält. Ein Netzteil ist übrigens nicht dabei; am USB-Anschluss des MacBooks ist die Uhr erst nach 2,5 Stunden aufgeladen. An einem herkömmlichen Netzteil eines Smartphones dauert es immer noch 2 Stunden.

Zu den bemerkenswerten Merkmalen der Q Explorist gehören die wertige Verarbeitung und das Uhren-typische Gewicht. Auf den ersten und auch zweiten Blick wirkt die Smartwatch wie eine echte, klassische Armbanduhr. Das Design hat Fossil originell umgesetzt. Neben zwei frei belegbaren Tasten zum Drücken und einem Drehrad für die Bedienung im Hauptmenü fließt um das Display noch eine nicht bewegliche Lünette ohne weitere Funktion.

Fossil Q Explorist (3. Gen): Design
Die Fossil Q Explorist (3. Gen) besitzt zwei Tasten und einen Drehrad. Beim Knicken der Hand kann es man passieren, dass die Tasten versehentlich gedrückt werden.
Fossil Q Explorist (3. Gen): Lünette
Die Fossil Q Explorist (3. Gen) besitzt eine Lünette, allerdings kann sie wie bei der Gear S3 nicht bewegt werden.

Wie bei Modeprodukten üblich, gibt es auch die Q-Explorist-Smartwatch in mehreren Farbvarianten und aus unterschiedlichen Materialien. Unser Testmodell kommt in der Edelstahlausführung mit einem Gliederarmband und Schmetterlingsverschluss, die Alternative ist helles Silber. Wer weniger Metall möchte, dafür etwas feiner, dem gefallen sicher die Ausführungen mit Lederarmbändern. Die Armbänder basieren auf den 22-mm-Standard und können problemlos gewechselt werden.

Die eigentliche Smartwatch-Einheit hat eine Diagonale von 22 Millimetern und ist 12,5 mm dick. Das Konstrukt ist IP67 zertifiziert und damit staub- und wasserdicht. Zum Schwimmen und Tauchen ist die Uhr aber nicht geeignet.

Fossil Q Explorist (3. Gen): GPS und Pulsmesser
Die Fossil Q Explorist (3. Gen) besitzt weder einen Pulsmesser noch einen GPS.

Die Hardware der Q Explorist ist aktuell und nicht besser oder schlechter gestellt als andere Smartwatches mit Android Wear OS. Es gibt 4 GByte internen Speicher. Für Apps und MP3-Dateien zur Wiedergabe während des Joggens ausreichend. Die weiteren technischen Details finden sich in der Tabelle im folgenden Abschnitt.

Ganz so praktisch ist die Uhr für den Fitness-Einsatz dann doch nicht: GPS und ein Herzfrequenzmessgerät fehlen. Letzteres ist auf jeden Fall essentiell heutzutage, auch wenn die Q Explorist eher für den Alltag ist. Trost gibt es dennoch von dem integrierten Schrittzähler, dessen Zählung präzise und vergleichbar mit anderen bewährten Systemen ist.

Fossil Q Explorist (3. Gen): Display
Das Display der Fossil Q Explorist (3. Gen) ist hell und leuchtet mit guten Farben.

Die Kommunikation zum Android-Smartphone oder iPhone baut die Q Explorist via Bluetooth 4.1 und dem energieeffizienten Standard Bluetooth Smart auf. Alternativ und teilweise auch autark ohne Smartphone steht zusätzlich WLAN für den Austausch von Daten mit dem Internet bereit.

Wie groß der Akku in der Q Explorist ist, will Fossil nicht verraten. Bei moderater Nutzung hält er rund einen Tag. Morgens um 7:00 Uhr von der Ladestation mit 100 Prozent genommen, hat sie abends gegen 23:00 Uhr nur noch 12 bis 13 Prozent.

Gut zu gebrauchen: Die Telefonfunktion der Q Explorist. Über einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon kann der Besitzer der Smartwatch freisprechen. Die Qualität ist nicht besonders gut, aber in manchen Situationen ist die Freisprechfunktion eine große Hilfe, gerade wenn die Hände nicht frei sind.

Anders als ihre Vorgänger besitzt die Q Explorist ein hochauflösendes AMOLED-Display, das nicht am unteren Rand abgeschnitten ist – den sogenannte Flat Tire (platter Reifen) kennen wir von vielen anderen Smartwatches mit rundem Display. Bei diesem Modell haben die Ingenieure die Displaytechnik und -Verkabelung drumherum statt unten platziert. Positiv ist uns auch die Helligkeit des Bildschirms aufgefallen. Nur bei ganz starker Sonneneinstrahlung ist das Ablesen nicht einfach möglich.

Mit der neuen Anzeige verbessert Fossil seine Uhr erheblich. Die Darstellung ist schärfer und wirkt brillanter; für letzteres ist vor allem die OLED-Technik verantwortlich: Da schwarze Pixel gar nicht leuchten, ist der Kontrast extrem hoch.

Fossil Q Explorist (3. Gen)

Die Q Explorist ist in verschiedenen Ausführungen zu haben, die sich nur optisch unterscheiden.

Fossil Q Explorist (Gliederarmband Grau)

Fossil Q Explorist (Gliederarmband Grau)

Fossil Q Explorist (Gliederarmband Silber)

Fossil Q Explorist (Gliederarmband Silber)

Fossil Q Explorist (Lederarmband Silber-Braun)

Fossil Q Explorist (Lederarmband Braun)

Fossil Q Explorist (Lederarmband Blau)

Fossil Q Explorist (Lederarmband Blau)

(Kein Produktbild vorhanden)

Fossil Q Explorist (Lederarmband Braun)

Zusätzlich gibt es noch weitere Varianten der ansonsten identischen Uhr von anderen Marken, darunter Armani, Diesel und Michael Kors. Ein Ausreißer ist das Misfit-Modell: Es bietet als einziges einen optischen Herzfrequenzsensor an.

Das Feedback der Nutzer auf sozialen Netzwerken und Foren ist souverän in die dritte Generation der Smartwatches eingeflossen. Mit der Q Explorist bietet der Hersteller eine aktuelle und modisch ansprechende Armbanduhr mit intelligenten Funktionen. Der Preis von unter 300 Euro ist gerechtfertigt. Perfekt ist das Wearable aber dennoch nicht, denn GPS, NFC und ein Pulssensor fehlen. Damit ist auch die Ausrichtung klar, Fossil richtet sich mehr an modebegeisterte Design- und Technikfans als an Jogger.

Der meiste Nutzen aus der Q Explorist wird mit einem Android-Smartphone erzielt. Android Wear und Android OS spielen einfach perfekt zusammen. Zwar funktioniert auch das iPhone, doch es leitet lediglich die Benachrichtigungen auf das Display weiter. Eine umfangreiche Steuerung ist wegen den fehlenden Schnittstellen nicht möglich.

Die Auswahl an aktuellen Android-Wear-Smartwatches ist derzeit nicht groß. Fossils Uhr ist modern und gut ausgestattet, damit die beste Auswahl, wenn Fitness nicht im Vordergrund steht.

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