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Fitbit Inspire HR im Test: Fitness-Tracker mit Pulsmessung

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Mit der Inspire HR bringt Fitbit einen neuen Fitness-Tracker im Einsteigerbereich. Im Test klären wir, wie gut der neue Tracker ist.

Die Fitbit Inspire HR wurde auf der Pressekonferenz von Fitbit als die inoffizielle Nachfolgerin der Alta HR (Testbericht) angekündigt. Zudem sei sie eine Weiterentwicklung aus der Business-Sparte von Fitbit, die etwa Tracker für Versicherungen oder Firmen herstellt. Die Alta HR hat uns damals „gut” gefallen – was kann der Nachfolger?

Der Test der Fitbit Inspire HR ist Teil unserer Themenwelt rund um Fitness-Tracker und Sportuhren. In dieser Reihe sind bereits zahlreiche Einzeltests zu Fitness-Trackern erschienen (Übersicht), dazu der Tracker-Vergleichstest und die Bestenliste der besten Fitness-Tracker.

Neben der Inspire HR gibt es noch die Inspire. Diese ist günstiger, kommt aber ohne Pulsmessung. Damit fallen auch die Funktionen zur Überwachung des Schlafs weg. Wie wir finden, sollte man die unbedingt dabei haben.

Fitbit liefert im Paket alles, was man zum Betrieb des Trackers benötigt: Neben dem Inspire HR gibt es eine magnetische Ladeschale sowie ein Wechselarmband. Damit folgt Fitbit dem Trend der letzten Geräte: Endlich muss man nicht mehr darauf achten, ob man die S- oder die M-Variante einkauft, sondern bekommt die passenden Armbänder aus Silikon mit.

Wie bei der Alta HR oder der Fitbit Versa (Testbericht) lassen sich die Armbänder einfach austauschen. Die gibt es sowohl von Fitbit wie von zahlreichen anderen Herstellern (Preisvergleich & Übersicht). Der Wechsel geht ohne Werkzeug von der Hand, lediglich gute Fingernägel sollte man haben, um den kleinen Hebel zurückzuschieben.

Die Armbänder lassen sich einfach entfernen und durch andere Bänder austauschen.

Beim Design gibt es unserer Meinung nach aber Rückschritte. Wo Fitbit bei der Alta HR auf Metall setzte, kommt bei der Inspire HR vor allem Plastik zum Einsatz. Ja, das senkt den Preis, sieht aber nicht so gut aus.

Fitbit verbaut aber wieder ein sehr gutes Schwarz-Weiß-Display. Das ist etwas kleiner als bei der Fitbit Charge 3 (Testbericht), zeigt Inhalte aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich an.

Kein Meckern gibt es bei der App. Die Fitbit-App hat uns schon immer gut gefallen, sie liefert alle wichtigen Funktionen, ohne den Nutzer zu überfrachten. Die Startseite zeigt direkt die wichtigsten Daten an, neben den zurückgelegten Schritten sieht man Informationen zu den Aktivitätsminuten, dem wöchentlichen Training und dem letzten Schlaf.

Wie auch bei der Fitbit Versa gibt es die virtuellen Wettkämpfe, in denen man sich mit anderen Nutzern messen kann. Wer Hilfe beim Training braucht, der kann den kostenpflichtigen Fitbit Coach abonnieren.

Über die App wird der Tracker eingerichtet, konfiguriert und aktualisiert. Bei einer Neueinrichtung wird wahrscheinlich ein Update der Firmware fällig. Bei der Ersteinrichtung sollte man also darauf achten, mit einem WLAN verbunden zu sein.

Die Konfiguration ist recht beschränkt, im Gegensatz zu anderen Geräten kann man nur wenig anpassen. Es gibt aber zehn verschiedene Designs für die Uhr zum kostenlosen Download. Anpassen kann man sie leider nicht.

Die einfache Überwachung der Aktivität ist die Hauptaufgabe des Trackers und die erfüllt er gut. Gefühlt ist die Inspire HR aber sehr großzügig beim Aufzeichnen der Schritte. Nicht so, dass es besonders auffällt, aber man erreicht die Schrittziele leichter als etwa bei der Garmin Vivosport (Testbericht).

Der optische Sensor nimmt den Pulsschlag kontinuierlich auf.

Die Inspire HR zeichnet den Puls kontinuierlich auf. Das funktioniert gut, solange der Tracker fest am Arm sitzt, etwa zwei Fingerbreiten vom Handgelenk entfernt. Wir hatten im Test einmal das Problem, dass der Tracker partout keinen Puls mehr erkennen wollte. Ein Zurücksetzen und neu Verbinden des Gerätes hat das Problem behoben. Ärgerlich war es dennoch, da der Tracker kurz vor einer Laufrunde ausfiel und entsprechend die Pulsdaten zum Lauf fehlen.

Auch erkennt die Inspire HR nicht, ob man Treppen steigt. Das wäre eine nette Erweiterung gewesen. Auch kann man immer noch nicht die Menge der getrunkenen Wassergläser direkt am Tracker eingeben.

Der Fitbit-Tracker überwacht nicht nur den Alltag, sondern hilft auch beim Training. Zumindest wenn die Pulsmessung funktioniert, siehe oben. Die Inspire HR hat kein eigenes GPS, sondern nutzt die Position eines verknüpften Smartphones, solange es in Bluetooth-Reichweite ist. Das funktioniert im Alltag ziemlich gut, normalerweise hat man sowieso ein Smartphone für die musikalische Unterhaltung dabei.

Nervig ist, dass man das Display beim Training mit verschwitzen Fingern nur schwer bedienen kann. Hier könnte sich Fitbit ein Beispiel an Huawei nehmen: Beim Huawei Band 3 Pro (Testbericht) kann man den Bildschirm weiterschalten, indem man das Handgelenk dreht. Das hätten wir auch gerne bei der Inspire HR.

Die Fitbit Inspire HR.

Wie immer installiert Fitbit mehrere Vorgaben für verschiedene Sportarten auf dem Gerät, darunter Radfahren, Zirkeltraining oder Schwimmen. Der Tracker ist laut Fitbit wasserdicht bis 50 Meter, dennoch raten wir nicht dazu, ihn beim Gerätetauchen mitzunehmen. Unter Wasser funktioniert die Messung des Pulses nicht, die optischen Sensoren kommen dort durcheinander. Wer so einen Tracker sucht, der sollte die Samsung Gear Fit 2 Pro (Testbericht) ausprobieren oder einen Tracker von Garmin nehmen. Diese können sich mit externen Bluetooth-Pulsmessern am Brustgurt verbinden.

Neben der normalen Aktivität ist die Schlafüberwachung mit die sinnvollste Anwendung für die Fitness-Tracker. Die Inspire HR macht dabei einen sehr guten Job. Die Schlafüberwachung funktioniert sehr gut, die Daten werden von der App sauber aufbereitet. Die App erkennt die verschiedenen Schlaf- und Wachphasen automatisch, so dass man einen guten Überblick zu den Schlafphasen bekommt.

Wie immer gibt es einen Wecker im Fitness-Tracker. Dieser arbeitet per Vibration und ist stark genug, um den Schläfer zu wecken.

Der Tracker verbindet sich automatisch mit dem Smartphone. Wenn der Nutzer den Zugriff freigibt, bekommt die Inspire HR Informationen über neue Benachrichtigungen direkt aufs Display.

Bei der Laufzeit gibt es keine Beschwerden. Die Inspire HR hält locker eine Woche durch, bevor sie wieder ans Stromnetz muss. Und das bei 24-stündiger Pulsmessung.

Das Aufladen des Trackers dauert allerdings deutlich länger als bei anderen Fitbit-Geräten. Das liegt wohl an der neuen magnetischen Ladeschale. Rund zwei Stunden sollte man einplanen. Hier wäre ein direkter Anschluss per Micro-USB-Kabel oder gar USB-C hilfreich gewesen.

Fitbit Inspire HR Aktivitäts-Tracker schwarz (FB413BKBK)

Fitbit Inspire HR, schwarz

Fitbit Inspire HR Aktivitäts-Tracker weiß/schwarz (FB413BKWT)

Fitbit Inspire HR, weiß

Fitbit Inspire HR Aktivitäts-Tracker lilac (FB413LVLV)

Fitbit Inspire HR, lilac

Ist die Inspire HR ein würdiger Nachfolger zur Alta HR? Teilweise: Das Design wirkt weniger wertig, bei den eigentlichen Features gibt es nur wenige Neuerungen. Fitbit macht bei den klassischen Features einen guten Job, aber so langsam könnten mal neue Funktionen Einzug halten. Doch das ist ein Meckern auf relativ hohem Niveau.

Denn die Inspire HR ist ein guter Begleiter für alle, die im Alltag aktiver sein wollen. Wer einen mehr auf Sport ausgelegten Tracker sucht, der sollte eher den Garmin Vivosport nehmen oder zu einer dedizierten Sportuhr (Übersicht) greifen.

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