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Elmoto Kick im Test – Dieser E-Scooter fährt mit Einhell-Akkus

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Der E-Scooter Elmoto Kick wirkt äußerst robust und durchdacht. Das Highlight: Er fährt mit Akkus des Werkzeugherstellers Einhell. Wie gut das funktioniert, zeigt TechStage im Testbericht.

Wer den besten E-Scooter will, muss etwa 1000 Euro auf den Tisch legen. So viel kostet nämlich der The Urban #HMBRG (Testbericht), der es in unserer Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung auf Platz 1 schafft. Auch der Elmoto Kick von Govecs kostet 1000 Euro. Ob er mit dem E-Scooter-Primus mithalten kann oder ihn dank wechselbarer Einhell-Akkus gar übertrumpft, klärt dieser Testbericht.

Der Elmoto Kick macht richtig was her. Er wirkt ähnlich wie der Mytier (Testbericht) massiv und hervorragend verarbeitet, als könne ihm so schnell nichts etwas anhaben. Das zeigt sich auch bei der zulässigen Zuladung von 150 Kilogramm. Selbst die meisten hochwertige und sogar teurere E-Scooter wie der Metz Moover (Testbericht) schaffen nur 100 Kilogramm oder weniger. Dafür ist er mit gut 19 Kilogramm auch einer der schwersten E-Scooter am Markt.

Er ist 118 Zentimeter lang, 59 Zentimeter breit und hat eine 120 Zentimeter hohe Lenkstange. Die Bodenfreiheit ist mit 12 Zentimeter groß, dadurch setzt er bei normalen Bordsteinen nicht sofort auf. Dafür steht man auf 22 Zentimeter Höhe ungewöhnlich weit oben. Auch die gummierte Standfläche ist mit 15 × 50 Zentimeter großzügig dimensioniert. Insgesamt bietet er sich deshalb auch für größere Fahrer an.

Elmoto Kick (15 Bilder)

Der Elmoto Kick macht schon rein optisch richtig was her.

Am Lenker befinden sich zwei Bremsgriffe, eine einfache aber funktionale Glocke, der sehr gute Gashebel sowie mittig ein großes Display. Das Display zeigt die aktuelle Geschwindigkeit mit einer Nachkommastelle und den Akkuladestand in vier Balken, jedoch nicht die gefahrenen Kilometer an.

Der Elmoto Kick hat keinen einzigen Knopf, er reagiert ausschließlich auf die Fernbedienung.

Einen Knopf sucht man am E-Scooter vergebens, der Elmoto Kick reagiert ausschließlich auf die mitgelieferte Funkfernbedienung, welche stark an Fernbedienungen für Autos erinnert. Dort schaltet man ihn ein, aus und aktiviert den Alarmmodus. Dieser aktiviert sich zudem automatisch, wenn der Elmoto Kick eingeschaltet fünf Minuten lang nicht bewegt wird. Falls jemand den E-Scooter im Alarmmodus bewegt, fangen die Lichter an zu blinken, ein schrilles akustisches Signal ertönt und die Motorsperre verhindert ein Wegfahren. Ausgeschaltet wird der Alarm über die Fernbedienung.

Im unteren Bereich der Lenkstange sitzt ein gesicherter Hebel, um sie umzulegen. Ein kleiner Haken fixiert die Lenkstange für den Transport am hinteren Schutzblech. So kann man den E-Scooter an seiner Lenkstange hochheben. Viel Freude kommt dabei aufgrund des hohen Eigengewichts aber nicht auf. Zusammengeklappt reduziert sich die Höhe auf etwa 53 Zentimeter. So sollte er in die meisten Kofferräume passen. Der Klappmechanismus ist insgesamt einfach, funktional und stabil.

Sehr schön: Das Licht schaltet sich mit dem E-Scooter ein und aus.

Wir haben die blaue Variante vorliegen, die uns ausgesprochen gut gefällt. Käufer können den Elmoto Kick auch in Rot oder Schwarz kaufen. Der E-Scooter ist spritzwassergeschützt nach IPX5-Zertifizierung. Große Schutzbleche vorne und hinten sorgen dafür, dass der Fahrer auch beim Durchqueren von Pfützen nicht nass wird. Das fest installierte Front- und Hecklicht hängt am Stromkreislauf und schaltet sich mit dem E-Scooter ein und aus.

Den Elmoto Kick zu fahren, macht richtig Spaß. Denn zum einen hat er auf seinen 10-Zoll-Felgen breite Luftreifen, die viele Unebenheiten abfangen. Eine zusätzliche Federung ist deshalb nicht nötig. Auch wackelt etwa der Lenker während der Fahrt nicht, wodurch man beim Fahren das Gefühl der vollen Kontrolle hat.

Zum anderen ist der 350-Watt-Motor ausreichend stark, um auch schwerere Fahrer auf 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen und kleinere Aufstiege zu bewältigen. Der Hersteller schreibt von Steigungen bis zu 14 Prozent, das kommt uns etwas viel vor. Denn ganz so viel Power wie der Egret Ten V4 (Testbericht) hat er nicht.

Die Scheibenbremsen reagieren mechanisch, nicht wie auf der Herstellerseite angegeben hydraulisch. Macht nichts. Sie sind dennoch sehr gut.

Laut Hersteller-Website kommt der Elmoto Kick mit hydraulischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Zumindest unser Modell hat jedoch mechanische Scheibenbremsen, der Bowdenzug ist deutlich zu sehen. Macht nichts, denn die Bremsen sind auch so hervorragend. Beim Bremsen empfehlen wir überwiegend auf die hintere zu setzen und die vordere nur vorsichtig hinzuzudosieren. Zieht man aus voller Fahrt die vordere voll an, wirft es den Fahrer unwillkürlich über die Lenkstange.

Der Elmoto Kick fährt mit zwei Einhell-Akkus aus der Power-X-Change-Reihe. Diese sollten je die gleiche Kapazität und den gleichen Ladezustand haben. Der Elmoto Kick steht auf der Herstellerseite ohne Akkus zu Kauf bereit. Bei anderen Händlern liegen dem E-Scooter für etwa 1000 Euro zwei Einhell-Power X-Change-Plus-Akkus mit 18 Volt und 5,2 Amperestunden sowie ein Dual-Charger bei. Zusammen kommen sie so auf 187 Wattstunden.

Das ist verglichen mit anderen E-Scootern wenig. Zum Vergleich: Selbst sehr günstige E-Scooter wie der Iconbit IK-1969K (Testbericht) und der Explorer / Doc Green ESA 1919 (Testbericht) haben 270, beziehungsweise 259 Wattstunden. Der sehr gute Egret Ten V4 (Testbericht) hat sogar einen 557-Wattstunden-Akku.

Im Inneren des Elmoto Kick ist genügend Platz für zwei Einhell-Akkus.

Allerdings haben wir beim Metz Moover (Testbericht) gelernt, dass die Akkukapazität nicht der einzige Faktor für eine hohe Reichweite ist. Hier spielt vor allem ein geringer Rollwiderstand eine entscheidende Rolle. So bietet der Moover selbst nur 216 Wattstunden und kommt dennoch weiter als sehr günstige E-Scooter mit größerem Akku.

Auch der Elmoto Kick hat einen geringen Rollwiderstand. Wir kommen mit einer Akkuladung knapp 20 Kilometer weit. Ganz genau können wir die Reichweite aufgrund der fehlenden Kilometeranzeige nicht bestimmen. Dankenswerterweise spricht sogar der Hersteller selbst von einer realistischen Reichweite von 20 Kilometern. Wir wissen es zu schätzen, dass an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht übertrieben wird. 20 Kilometer sind gut! Wir hätten im Vorfeld deutlich weniger erwartet. Wer mehr will, kann sich für etwa 140 Euro zwei weitere 5,2-Amperestunden-Akkus kaufen. Diese wiegen zusammen 1,8 Kilogramm und finden locker in jedem Rucksack Platz.

Für den Akkutausch klappt man die über ein Schloss gesicherte Trittfläche nach oben und zieht die Akkus aus ihrem Schlitten. Das funktioniert dank ausreichend Platz im Inneren des E-Scooters gut. Umständlich: Auch zum Laden muss man die Akkus entnehmen.

Der Elmoto Kick ist ein sehr guter E-Scooter. Bezüglich seiner Verarbeitung macht ihm keiner etwas vor. Auch der Motor ist stark, die Reifen sehr gut und die Bremsen hervorragend. Toll finden wir die Alarmanlage.

Die Idee, Einhell-Akkus für den Betrieb zu nutzen, ist für alle genial, die ohnehin bereits Einhell-Geräte nutzen. Aber auch Neulinge haben mit dem Kauf des Elmoto Kick gleich zwei große Einhell-Akkus zu Hause, und könnten sich beim Kauf von Einhell-Geräten die Akkus sparen. Insgesamt geht die Reichweite von knapp 20 Kilometern in Ordnung. Wer mehr will, kauft sich Ersatzakkus. Weniger schön finden wir, dass Nutzer die Akkus zum Laden immer aus dem Elmoto Kick nehmen müssen.

Insgesamt ist der Elmoto Kick ein hervorragender E-Scooter, der sich in unserer Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung weit oben einsortiert. Wer keinen Wert auf wechselbare Einhell-Akkus legt, sollte sich den ebenfalls sehr guten und vergleichbar teuren The Urban #HMBRG (Testbericht), genauer anschauen.

Außerdem empfehlen wir unseren Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist… sowie unsere Topliste Die besten E-Scooter, E-Roller und E-Klappräder.

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