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Echo 4 (2020) im Test: Bei Amazon geht es rund

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Der 2020er Amazon Echo 4 ist nun kugelrund. Außerdem verbessert sich sein Klang und er integriert neben Bluetooth auch gleich ein Zigbee-Hub. TechStage hat ihn getestet.

2020 geht es bei Amazon rund. Neben dem kleinen Amazon Echo 4 Dot 2020 (Testbericht) und dem Amazon Echo Dot 4 mit Uhr verwandelt der Konzern auch den Nachfolger des Amazon Echo 2019 in eine Kugel. Außerdem spendiert er ihm ein paar neue Features. Ob das dann auch ein rundes Echo-Paket ergibt, zeigt der Test. Einen kompletten Überblick bietet unser Ratgeber Amazon Echo: Alle Modelle im Vergleich.

Er ist 13,5 Zentimeter hoch, hat einen horizontalen Durchmesser von etwa 14,5 Zentimetern und wiegt mit fast einem Kilogramm gut 200 Gramm mehr als sein Vorgänger. Vor allem aber ist der Echo 4 nun kugelrund in der Größe einer Pomelo und schon alleine deshalb ein optischer Hingucker. Den größten Teil überzieht ein Stoff in den Farben Schwarz, Blaugrau oder Weiß. Die Rückseite ist in farblich passendem Kunststoff gehalten.

Uns gefällt die neue Kugeloptik, trotzdem geht Amazon mit ihr ein Risiko ein. Denn der Look polarisiert: Entweder man liebt ihn, oder lehnt ihn kategorisch ab. Wir haben auch für letzteres volles Verständnis. Denn der Amazon Echo, der 2020 bereits in der vierten Generation auf dem Markt kommt, passt schlicht nicht in jede Umgebung. Wer ihn etwa möglichst unauffällig in sein Interieur integrieren möchte, bekommt Probleme.

Wer den Echo 3 mit seiner durchaus ansprechenden zylindrischen Form bevorzugt, muss sich beeilen. Amazon selbst hat ihn aus dem Sortiment genommen. Einige andere Händler führen ihn jedoch noch, Käufer sparen sich gegenüber dem aktuellen Echo etwa 10 Euro. Allerdings sollte man dann aufgrund des integrierten Zigbee-Hubs besser gleich zum nur wenige Euro teureren Amazon Echo Plus 2 (Testbericht) greifen.

Auf seiner Oberseite sitzen wie beim kleineren und ebenfalls runden Amazon Echo Dot 4 2020 (Testbericht) vier Taster mit gutem Druckpunkt. Diese regulieren die Lautstärke, aktivieren Alexa oder schalten den Lautsprecher auf taub. Dann leuchten die Taste und der LED-Ring rot und der Echo reagiert nicht mehr auf Spracheingaben.

Der LED-Ring sitzt nun nicht mehr am oberen Rand, sondern ist nach unten gewandert. Das sieht dank der Reflexion auf der Standfläche schick aus und ist nach wie vor sehr gut zu sehen.

Im Amazon Echo sitzen ein großer 76-Millimeter-Tieftöner und zwei 20-Millimeter-Hochtöner. Im Vorgänger war es ein Hochtöner weniger, Dolby Audio war aber auch da schon an Bord. Neu ist nun, dass er vergleichbar mit dem Sonos Move (Testbericht) selbstständig seine Umgebung scannt und seinen Klang daran anpasst. So dreht er etwa in einem Regal stehend den Bass herunter, um unangenehmes Scheppern zu verhindern.

Amazon Echo 4 2020 (12 Bilder)

Der Amazon Echo 4 2020 ist kugelrund und deutlich größer als der Amazon Echo Dot 4 2020.

All diese Faktoren und der runde Formfaktor sorgen dafür, dass er etwas besser klingt als sein Vorgänger. Insgesamt wirkt der Klang runder und voluminöser, ohne jedoch akustisch Berge zu versetzen. Trotzdem ist sein Klang gerade für den aufgerufenen Preis von unter 100 Euro sehr gut, wenn auch etwas basslastig. Wen das stört, kann den Equalizer bemühen.

Noch besser soll der Echo klingen, wenn man ihn kabellos mit einem zweiten Echo-Speaker zu einem Stereo-Paar verbindet. Bei anderen Modellen bringt das eine deutliche Verbesserung der Sound-Qualität. Beim Echo 2020 können wir das in Ermangelung eines zweiten Modells nicht ausprobieren.

Die sechs Mikrofone des Echo 2020 lauschen aufmerksam in den Raum und der Lautsprecher reagiert prompt auf das Aktivierungswort. Standardmäßig ist Alexa eingestellt. Kunden können es auf Computer, Amazon oder Echo ändern. Im Echo 2020 steckt ein neuer Prozessor, der den Smart Speaker schneller machen soll. Im Test merken wir davon wenig. Zwar ist der Echo 2020 sehr schnell, das war sein Vorgänger aber auch.

Neu hinzugekommen ist ein Zigbee-Hub. Damit lassen sich kompatible Smart-Home-Geräte wie Philips Hue Lampen (Ratgeber) oder kompatible smarte Heizkörperthermostate (Bestenliste) direkt ansteuern. Im Test verbinden wir auf Anhieb eine Philips Hue Filament Lampe (Retro-LEDs im Vergleich).

Außerdem kennt der schlaue Lautsprecher Bluetooth Low Energy (BLE). Ebenfalls neu ist ein Temperaturfühler. Dank ihm kann der Echo entsprechende Heizkörperthermostate ansteuern, wenn die Raumtemperatur unter einen definierten Wert fällt.

An seiner Rückseite sitzt neben einem 3,5-Millimeter-Klinkenausgang der Rundhohlport für die Energiezufuhr. Das 30-Watt-Netzteil ist etwas zu groß geraten, sodass es in einer Verteilersteckdose zwei bis drei Steckplätze blockieren kann.

Der Amazon Echo 2020 ist ein guter Smart Speaker, der seinen Vorgänger in einigen Punkten überflügelt. Dazu gehört der etwas bessere Klang, aber vor allem der integrierte Zigbee-Smart-Home-Hub und der Temperaturfühler. Letztere waren bisher dem Amazon Echo Plus 2 (Testbericht) und teureren Echo-Lautsprechern vorbehalten. Wir empfinden seine Kugeloptik als ansprechend, doch sie ist streitbar. Auch der Amazon Echo 4 2020 (Testbericht) und der Amazon Echo 4 mit Uhr 2020 bieten den runden Formfaktor.

Einen kompletten Überblick zeigt unser Ratgeber Amazon Echo: Alle Modelle im Vergleich. Wir empfehlen außerdem einen Blick in unsere Testsieger: Smart Speaker mit Alexa, Google Assistant und Siri.

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