E-Scooter-Test: Preis-Leistungs-Kracher Iconbit IK-1969K | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

E-Scooter-Test: Preis-Leistungs-Kracher Iconbit IK-1969K

von  // 

Auch E-Scooter im unteren Preissegment sind mittlerweile richtig gut und empfehlenswert, wie der Test des sehr günstigen E-Tretrollers Iconbit IK-1969K zeigt.

E-Scooter, wie der Metz Moover (Testbericht) oder der Egret Ten V4 (Testbericht), können weit über 1000 Euro kosten. Aber es gibt auch Modelle für gerade einmal um die 300 Euro wie den Doc Green ESA 1919 (Testbericht) und den Iconbit Kick Scooter City IK-1969K, den wir in diesem Testbericht genau unter die Lupe nehmen. Wenig verwunderlich bieten die teuren Modelle die hochwertigeren Bauteile. Sie fahren sich angenehmer, bremsen zuverlässiger und beschleunigen flotter. Doch so groß, wie der Preis suggeriert, sich die Unterschiede nicht. Dieser Testbericht des Iconbit IK-1969K zeigt, dass Käufer auch zu einem günstigen Preis ein sehr gutes Modell bekommen.

Einen Überblick über den E-Mobility-Markt bietet unser Testsiegerbeitrag Die besten E-Scooter, E-Roller und E-Klappräder. Wer den besten E-Scooter sucht, dem helfen wir mit unserer Top-5-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung. Vor einem Kauf sollte jeder zunächst testen, ob ihm das elektrische Rollern überhaupt liegt. Dafür bietet sich unser Beitrag E-Scooter-Verleih im Vergleich an.

Bezüglich ihrer Verarbeitung ähneln sich die E-Scooter im unteren und mittleren Preissegment alle. Dabei gibt es bei den aktuellen Modellen keine Totalausfälle, sie machen allesamt einen soliden Eindruck. Hier bildet auch der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K keine Ausnahme.

Iconbit Kick Tracer City (IK-1969K) (22 Bilder)

Die Lenkstange ist 120 Zentimeter hoch und nicht höhenverstellbar. Die Griffe am Lenker sind gummiert und griffig. Der E-Scooter ist auch für größere Personen geeignet. Während der Fahrt erreicht man die einfache Glocke genauso bequem wie den Gashebel, den Bremshebel und die Griffbremse. Der rote Kabelzug der Griffbremse verschwindet etwa 15 Zentimeter unterhalb des Lenkers in der Lenkstange. Das ist elegant gelöst und erinnert bezüglich des Designs an den E-Scooter-Klassiker Xiaomi Mijia M365 (Testbericht). Überhaupt hat der Iconbit IK-1969K mit dem Xiaomi Mijia M365 viele Gemeinsamkeiten. Das war schon beim ebenfalls sehr günstigen Doc Green ESA 1919 (Testbericht) so und scheint sich bei den billigen China-E-Scootern durchzuziehen.

Das schick integrierte und mittig platzierte Display zeigt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar den Akkustand in vier Balken, die aktuelle Geschwindigkeit, die eingestellte Unterstützungsstufe, die Kilometerzahl seit dem letzten Einschalten und die Gesamtkilometer an. Es gibt nur einen einzigen Knopf, der sich mittig auf der Unterseite des Lenkers versteckt. Die fest installierte Beleuchtung vorne und hinten schaltet sich zusammen mit dem E-Scooter ein und aus.

Die Trittfläche ist für einen besseren Halt gummiert. Sie ist mit etwa 45 Zentimeter betretbarer Länge und einer Breite von 15 Zentimeter ausreichend groß dimensioniert. Die maximale Zuladung beträgt 100 Kilogramm.

Für ein paar Meter kann man den E-Scooter Iconbit IK-1969K zusammengeklappt an der eingerasteten Lenkstange tragen.

Der Klappmechanismus erinnert an den des Trekstor EG3178 (Testbericht). An der in Fahrtrichtung nach vorne zeigenden Seite der Lenkstange fixiert ein etwa zehn Zentimeter langer Metallbügel eine justierbare Schraube und hält den Lenker so sicher in Position. Die Schraube sollte man vor der ersten Fahrt auf ihren sicheren Halt prüfen und gegebenenfalls nachziehen. Der kleine Sicherungshaken im Metallbügel klemmt bei unserem Modell. So braucht man zum Einrasten stets zwei Hände. Etwas WD-40 löst das Problem.

Zusammengeklappt hält die Lenkstange über einen Haken am hinteren Schutzblech. So kann man den knapp 17 Kilogramm schweren E-Scooter problemlos ein paar Meter tragen. Ihn regelmäßig mehrere Stockwerke hoch und runterschleppen macht jedoch wenig Spaß. Die Faltmaße betragen 111 × 47 × 49 Zentimeter, damit sollte er in den allermeisten Kofferräumen Platz finden. Die Lenkgriffe sind nicht umklappbar.

Die Federung versteckt sich kaum sichtbar zwischen Hinterrad und Trittfläche.

Im Gegensatz zum vergleichbar günstigen und ebenfalls guten Doc Green ESA 1919 (Testbericht) besitzt der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K zwischen Hinterrad und Trittfläche eine leichte Federung. Dadurch gestaltet sich das Fahren etwas sanfter. Schließlich setzt der Iconbit wie die meisten E-Scooter im unteren Preissegment auf Honeycomb-Reifen und nicht auf Luftreifen, die sonst einiges an Unebenheiten abfangen. Trotz Federung ist das Fahrgefühl insgesamt stabil, man fühlt sich verhältnismäßig sicher.

Ein Vorteil der Honeycomb-Reifen ist ihre Pannensicherheit: Wo keine Luft ist, kann auch kein Platten entstehen. Dafür rutscht man mit ihnen auf nasser Fahrbahn schneller weg und hat einen längeren Bremsweg.

In der höchsten Unterstützungsstufe beschleunigt der Iconbit auf 20 Kilometer pro Stunde. Das macht der 350-Watt-Motors bei einem Fahrergewicht von 85 Kilogramm auch verhältnismäßig flott und trotz ähnlicher Spezifikation schneller als der Doc Green ESA 1919. An die Power eines Egret Ten V4 (Testbericht) kommt er dennoch nicht heran.

Die elektrische Motorbremse löst mit Verzögerung aus.

Der Iconbit IK-1969K kommt mit einer mechanischen Scheibenbremse am Hinterrad und einer elektrischen Motorbremse am Vorderrad. Die Hinterradbremse wirkt etwas schwammig eingestellt. Die Vorderradbremse lässt sich nach dem Auslösen über den Bremshebel etwa eine halbe Sekunde Zeit, bevor sie verzögert. Auch deswegen empfehlen wir, stets die Scheibenbremse zu nutzen und falls nötig die elektrische Bremse hinzuzudosieren.

Immerhin schaltet sich die elektrische Bremse nicht selbstständig zur mechanischen hinzu, wie wir es beim Doc Green ESA 1919 (Testbericht) und Trekstor EG3178 (Testbericht) gesehen haben. Wir messen im Bremstest bei 20 Kilometer pro Stunde und 85 Kilogramm Zuladung einen Bremsweg von drei Metern. Andere E-Tretroller bremsen besser, trotzdem geht dieser Wert in Ordnung.

Eine Angabe zur Reichweite gibt es vom Hersteller nicht. Wir fuhren mit einer vollen Akkuladung, einem Fahrergewicht von 85 Kilogramm bei sonnigen 18 Grad und überwiegend asphaltierter, wenig hügeliger Strecke 18 Kilometer weit, bis sich der Akku abschaltete.

Zum Laden liegt dem Iconbit IK-1969K ein 84-Watt-Netzteil mit Rundhohlstecker bei, welcher den 270-Wattstunden-Akku des E-Tretrollers innerhalb von vier Stunden wieder vollpumpt. Den Akku kann man zum Laden nicht entnehmen.

Der Iconbit IK-1969K kostet aktuell mit 325 Euro so wenig wie noch nie zuvor. In der Vergangenheit kostete er auch gerne mal um die 365 Euro. Mit dem Iconbit IK-1972K und dem Iconbit IK-1902K hat der Hersteller sogar noch deutlich günstigere Modelle im Portfolio.

Der Iconbit Kick Tracer City IK-1969K ist der E-Scooter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwar gibt es mit dem Doc Green ESA 1919 (Testbericht), der auch gerne mal Explorer ESA 5000 heißt, einen vergleichbar günstigen E-Tretroller. Allerdings beschleunigt und bremst der Iconbit angenehmer und bringt eine zusätzliche Hinterradfederung mit. Die ist wegen der Vollgummireifen für eine sanftere Fahrt auch nötig. Die Verarbeitung des Iconbit IK-1969k geht in Ordnung, lediglich der Klappmechanismus hakt zu Beginn etwas und muss geschmiert werden. Seine Reichweite ist mit 18 Kilometern nicht berauschend, geht aber für den günstigen Preis in Ordnung.

Alternativ kann man dem Trekstor EG3178 (Testbericht) eine Change geben. Dieser kostet jedoch etwa 100 Euro mehr. Dazu empfehlen wir auch unsere Top-5-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung und unseren Testsiegerbeitrag Die besten E-Scooter, E-Roller und E-Klappräder.

Aber ist ein E-Tretroller überhaupt die richtige Lösung? Im Vergleich: E-Klapprad oder E-Scooter? Und der Sieger ist… geben wir die Antwort.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben