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Duell der Luxus-Föne: Xiaomi Jimmy F6 vs Dyson Supersonic

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Der Dyson Supersonic ist einer der besten Föne der Welt – und einer der teuersten. Auch der Xiaomi Jimmy F6 ist richtig gut, kostet aber nur die Hälfte. Wir machen den Vergleichstest.

Aktuell muss man für den Dyson Supersonic um die 300 Euro ausgeben. Für heiße Luft ganz schön happig. Dafür soll er einer der besten, wenn nicht der beste Haartrockner am Markt sein. Wenn ein Unternehmen dafür bekannt ist, Preispunkte zu unterbieten und dennoch hohe Qualität zu liefern, dann ist das Xiaomi. So will der Xiaomi Jimmy F6 den Dyson Supersonic vom Thron stoßen und kostet dabei mit aktuell 160 Euro zwar immer noch unfassbar viel für einen Fön, aber dennoch nur halb so viel wie der Dyson Supersonic. Wir haben beide miteinander verglichen und verraten, für wen welches Modell geeignet ist oder ob man bei seinem 50-Euro-Fön bleiben sollte.

Der Verfasser dieser Zeilen hat zugegebenermaßen nicht viel Erfahrung mit Haartrockner. Für den Test holten wir uns deshalb Hilfe. Eine junge Dame asiatischer Herkunft wäscht und föhnt ihr volles und langes Haar täglich. Zunächst jahrlang mit einem konventionellen 30-Euro-Fön, seit einem Jahr mit dem Dyson Supersonic und für diesen Test eine Woche lang mit den Xiaomi Jimmy F6. Ihre Erfahrungen fließen in den Test und dessen Ergebnis ein.

Xiaomi Jimmy F6 vs Dyson Supersonic (15 Bilder)

Auf den ersten Blick ähneln sich der Dyson Supersonic und der Xiaomi Jimmy F6. Die Griffe beider Haartrockner sind etwa gleich lang und gleich dick. Auch das Kopfteil kommt mit einem vergleichbaren Durchmesser, ist beim Xiaomi Jimmy F6 jedoch etwas länger.

Beide Föne kommen mit einem außergewöhnlich guten Industrie-Design, dennoch hat Dyson hier die Nase leicht vorn. Zum einen gefällt uns der minimalisiere Ansatz. Dyson verzichtet zum Beispiel auf den Aufdruck des Firmen- oder Produktnamens. Keine unnötigen Applikationen lenken vom Grunddesign ab. Als optisches Highlight färbt Dyson den hinteren Teil des Kopfes in ihrem typischen „Dyson-Pink“ ein. So richtig futuristisch wird es, wenn man durch die große Öffnung des Kopfteils schaut. Ein Merkmal, das so sonst kein anderer Fön bietet. Die Knöpfe sitzen symmetrisch zur Mittelachse. Ihre Nutzung ist somit für Rechts- sowie Linkshänder identisch.

Der rote Xiaomi Jimmy F6 glänzt matt metallisch und sammelt seine goldenen Knöpfe auf der linken Seite des Griffs. Damit lassen sie sich für Rechtshänder optimal bedienen, Linkshänder müssen umgreifen.

Die Kabel sind beide angenehm dick, dadurch sollen sie sich weniger schnell verheddern. Allerdings setzt Dyson auf ein 2,7 Meter langes Kabel. Das Kabel des Xiaomi ist dagegen nur 1,7 Meter lang, hier braucht man wohl öfter mal ein Verlängerungskabel. Schade, dass Xiaomi bei einer solchen Kleinigkeit gespart hat.

Die große Öffnung im Kopfteil des Dyson Supersonic wirkt sehr futuristisch.

Beide Haartrockner liegen gut in der Hand. Trotzdem hat wieder der Dyson minimal die Nase vorn. Denn bei ihm ist der Motor im Handteil verbaut, sein Schwerpunkt verlagert sich damit gegenüber konventionellen Haartrocknern weit nach unten bis an die Stelle, an der man den Supersonic hält. Damit ermüdet das Handgelenk weniger schnell und der Fön lässt sich mit weniger Kraftaufwand bewegen. Solche Details sind vor allem für Profis wichtig, die den Fön im schlimmsten Fall mehrere Stunden am Tag in der Hand halten.

Der Schwerpunkt des Jimmy F6 liegt ziemlich genau zwischen Kopfteil und Griff. Damit liegt er tiefer als bei den meisten anderen konventionellen Fönen, das sollte für eine normale Nutzung von vielleicht 10 Minuten am Tag keine Probleme bereiten.

Beide Föne blasen Luft in drei Luftstrom- und vier Temperatureinstellungen. Bei Dyson erreicht die Luft 100, 80, 60 und 28 Grad. Bei Xiaomi 95, 75 und 55 Grad sowie Kaltluft. Das Föhnen an sich geht bei beiden Modellen etwa gleich schnell. Das ist eine hervorragende Nachricht für den Xiaomi Jimmy F6. Denn unsere Testerin benötigt zum Föhnen ihrer Haare mit einem günstigen Fön mindestens 20 Minuten. Diese Zeit verkürzt sich auf voller Stufe sowohl mit dem 1600 Watt starken Dyson Supersonic, als auch mit dem 1800 Watt starken Xiaomi Jimmy F6 auf sehr gute zehn Minuten. Trotzdem schlägt auch hier das Pendel leicht in Richtung Dyson aus. Denn der Dyson hat eine automatische und gut funktionierende Temperaturregelung. So wird es für Haar und Kopfhaut nie zu heiß. Der Xiaomi F6 kontrolliert zwar auch seine Temperatur und regelt sie dynamisch. Das scheint aber nicht so gut wie beim Dyson zu funktionieren. Unsere Testerin muss die Hitze während des Föhnens manuell für einen kurzen Moment per Knopfdruck herunterregeln, damit es an Haar und Kopfhaut nicht zu heiß wird. Trotzdem gehört die Fönleistung bei beiden Modellen zur Oberklasse.

Die Geräuschentwicklung ist moderat, aber beim Dyson- insgesamt niedriger und weniger hochfrequent als beim Xiaomi-Fön. Das mag daran liegen, dass Dyson hier ein komplett neues Luftstromkonzept umsetzt, welches man so schon von ihren Standventilatoren kennt, aber bisher noch nie in einem Fön umgesetzt wurde. So zieht der Dyson Luft von unten durch das Handstück an, das Kopfteil ist im Grunde nur ein Luftverteiler. Beim Xiaomi sitzt der Motor zusammen mit dem 17-blättrigen Ventilator klassisch im Kopfteil.

Das Zubehör ist vergleichbar. Beiden liegen drei Aufsätze bei, die magnetisch am Fön halten. Der Erste bündelt den Luftstrom, um gewisse Haarregionen zu stylen, ohne die anderen in Mitleidenschaft zu ziehen. Der Zweite fächert den Luftstrom etwas auf und macht ihn dadurch weicher. Der Dritte ist ein Diffusor für lockiges Haar. Egal ob Dyson oder Xiaomi, die Aufsätze sind nach 10 Minuten auf höchster Stufe zwar ordentlich warm, lassen sich jedoch anfassen und entfernen, ohne dass man sich die Finger verbrennt.

Das Zubehör hält beim Dyson Supersonic und Xiaomi Jimmy F6 magnetisch.

Dyson verkauft den Supersonic auf ihrer Webseite für 360 Euro. Bei anderen Händlern ist er regelmäßig für um die 300 Euro zu haben. Wer aufpasst und ein Angebot abwartet, bekommt ihn auch mal für 265 Euro. Günstiger war er bisher noch nie.

Der Xiaomi Jimmy F6 wurde uns von Geekmaxi (Kauflink) zur Verfügung gestellt. Dort kostet er 159 Euro. Versendet wird aus einem europäischen Lager.

Daumen hoch für die Fön-Könige! Beide überzeugen mit tollem Handling und einer außergewöhnlich guten und schnellen Fönleistung. Wo unsere Testerin mit einem günstigen Fön 20 Minuten für ihre Haare braucht, reduziert sich die Zeit sowohl beim Dyson Supersonic als auch beim Xiaomi Jimmy F6 auf 10 Minuten. Gerade für Personen mit vollem, langem Haar, die vielleicht sogar täglich föhnen, ist das eine massive Zeitersparnis. Hier sind beide Föne gleichauf. In so gut wie allen anderen Kategorien hat der Dyson Supersonic leicht die Nase vorn. Er liegt dank tieferem Schwerpunkt besser in der Hand, reguliert die Temperatur zuverlässiger, ist etwas leiser, sein Kabel ist länger und insgesamt wirkt er vor allem wegen des spacigen Kopfteils leicht stylischer.

Trotzdem ist der Xiaomi Jimmy F6 ein hervorragender Haartrockner. Wer überwiegend privat föhnt, wird mit dem Xiaomi F6 hochzufrieden sein. Wem ein paar hundert Euro nichts ausmachen oder wer den Fön im professionellen Umfeld nutzt, findet im Dyson Supersonic den Fön der Wahl. Wer dagegen nur ein- oder zweimal pro Woche seine Haare föhnt, wird auch weiterhin mit seinem 50-Euro-Fön seine Haare trocken bekommen und keinen Luxus-Fön vermissen.

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