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Digitaler WLAN-Bilderrahmen im Test: Wetterbericht inklusive

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Der digitale Bilderrahmen CPF 10A1 von Xoro hat eine WLAN-Verbindung und bekommt neue Fotos und Videos direkt über's Internet – aus dem Urlaub mit den Kindern direkt ins Wohnzimmer der Eltern. Wir haben ihn getestet und zeigen, was noch alles möglich ist.

Digitale Bilderrahmen waren schon mal im Trend, aber die meisten leiden unter dem gleichen Problem: Sie wurden vor Jahren mal mit Bildern bestückt und vertauben seither. Niemand hat die Speicherkarte noch einmal angefasst. Das ist bei den neuen Modellen mit WLAN anders: Man kann sie direkt über das Internet bespielen – ganz komfortabel per Handy-App.

Xoro verzichtet auf hochwertige Materialien wie Holz oder Glas. Stattdessen kommt schwarzer Kunststoff zum Einsatz. Der Rahmen um das Display ist etwa drei Zentimeter breit und an den Kanten abgerundet. Nicht bestechend schön, aber immerhin gut verarbeitet und pflegeleicht.

Bedient wird der Rahmen per Fernbedienung oder mit den rückseitigen Tasten.

Unterhalb des Bildschirms sitzen der IR-Empfänger für die Fernbedienung und ein kleiner Bewegungssensor. Solange sich niemand in der Nähe des Bilderrahmens aufhält, bleibt dieser dunkel. Sobald er eine Bewegung wahrnimmt, springt das Display an, und die Diashow startet. Dieses Extra spart Strom und verlängert die Lebensdauer des Monitors.

Aufstellen mit Standfuß oder Aufhängen an der Wand funktioniert lediglich im Querformat. Wer das Gerät nicht im Wohnzimmer, sondern etwa in einer Gaststätte, auf einem Check-in-Counter im Hotel oder auf einem Messestand verwendet, kann ihn mit einem Kensington-Schloss vor Langfingern sichern. Auch ein kleiner Lautsprecher ist vorhanden.

Zusätzlich sind auf der Rückseite mehrere Bedientaster verbaut. Wer die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung nicht zur Hand hat, kann den Bilderrahmen auch damit bedienen. Auf der rechten Seite des Gehäuses sitzen USB-Anschluss und ein SD-Karteneinschub, sowie die Buchse für das mitgelieferte 5-Volt-Netzteil.

Der Monitor des Bilderrahmens hat eine Diagonale von 10,1 Zoll und eine Auflösung von 1280×800 Pixeln; das entspricht einer Pixeldichte von 149 ppi. Im Vergleich zu einem Tablet ist das sehr wenig. Das iPad mit kommt bei einer ähnlichen Größe auf 2224×1668 Pixel (265 ppi). In der Praxis spielt das aber keine große Rolle, denn der übliche Betrachtungsabstand bei Bilderrahmen ist deutlich größer als bei Tablets oder Smartphones.

Das verbaute IPS-Panel sorgt für eine gleichmäßige gute Darstellung aus allen Blickwinkeln. Fotos und Videos sind so von allen Positionen gut und ohne verfälschte Farben zu erkennen.

Die Bedienung ist dank logischer Menüführung sehr einfach.

Die Bedienung per Fernbedienung oder Tasten ist weniger intuitiv und komfortabel als die Steuerung per Touchscreen. Es hat aber auch einen Vorteil: Beim WLAN-Bilderrahmen von Pearl (Testbericht), sind immer Fingerabdrücke auf dem Display erkennbar.

Der Bilderrahmen wird auf unterschiedlichste Weise mit neuen Inhalten befüllt. Neben dem klassischen Weg per USB-Stick oder Speicherkarte steht besteht auch die Möglichkeit, Fotos und Videos per FTP, Facebook, Twitter oder App an den Rahmen zu schicken. Am unkompliziertesten und komfortabelsten empfinden wir die Lösung per Smartphone- oder Tablet-App.

Nach dem Start des Bilderrahmens erscheint zunächst das Hauptmenü. Der Punkt Album zeigt die auf dem Xoro gespeicherten Dateien an. Wer auf Fotos von Speicherkarte oder USB-Stick zugreifen möchte, findet diese unter entsprechendem Unterpunkt im Album.

Videos sind analog im gleichnamigen Ordner im Hauptmenü zu finden. Die Wiedergabe ist bei Clips in den Formaten MPEG1/2/4, MOV oder H.264 möglich. Einige theoretisch unterstützte Videos hat der Rahmen trotzdem nicht abgespielt. Wenn die Videos funktionieren, ist die Darstellung ordentlich und flüssig. Wer möchte, kann unter dem Punkt Musik auch seine MP3-Sammlung abspielen. Die Klangqualität des kleinen Lautsprechers ist allerdings nicht gut.

Der Bilderrahmen dient auch als Uhr, Wecker und Wetterstation.

Als zusätzliche Extras stehen eine Weckfunktion, die Anzeige der Uhrzeit, ein Kalender und der aktuelle Wetterbericht zur Verfügung.

Unter dem Menüpunkt Einstellungen wird beispielsweise das WLAN konfiguriert, die Bildschirmhelligkeit oder die Lautstärke eingestellt. Wer möchte, kann den Rahmen auch zu einer vorgestellten Zeit in den Standby-Schlaf schicken und ihn morgens automatisch wieder aktivieren.

Nach dem Einschalten dauert es etwa eine Minute, bis der Xoro einsatzbereit ist. Anschließend folgt die Konfiguration der WLAN-Verbindung. In einer Liste erscheinen die gefundenen Netze; wer eins wählt, muss das Passwort eingeben. Im nächsten Schritt installieren wir die kostenlose App Photo Partner für iOS oder Android. Dort trägt man noch die ID des Bilderrahmens ein, wenige Sekunden später sind beide Geräte gekoppelt.

Per Fingertipp wählt der Nutzer nun bis zu neun Fotos auf einmal aus und sendet diese an den Xoro-Rahmen. Dort landen die Bilder auf dem 8 GByte großen, internen Speicher. Wer die Bilder per App überträgt, muss sich nicht im gleichen WLAN-Netz befinden: Die Übertragung klappt immer, sobald eine Internetverbindung auf dem Mobiltelefon verfügbar ist. Etwa zehn Sekunden nach dem Versenden piepst der Rahmen und meldet, dass neue Bilder angekommen sind.

Die Kopieren von und auf eine Speicherkarte ist unnötig kompliziert.

Wer per App gesendeten Inhalte sichern möchte, muss dazu per USB oder per FTP auf den Rahmen zugreifen. Eine komfortable Backup-Funktion wie beim Modell von Pearl ist nicht vorhanden. Das Kopieren von USB-Stick und Speicherkarte auf den internen Speicher ist auch unnötig kompliziert und funktioniert nur per App oder Computer.

Positiv ist, dass Xero die Firmware aktualisiert. Am zweiten Tag unseres Tests kam ein Hinweis, dass eine neue Software verfügbar ist. Deren Installation dauert keine fünf Minuten, dann ist der Bilderrahmen wieder einsatzbereit.

Der Bilderrahmen zeigt nicht nur ein Foto nach dem anderen an; er erzeugt eine ansehnliche Diashow mit fließenden Übergänge und Zooms. Das klappt ohne Ruckler und sieht erfreulich gut aus. Wer die Funktion nicht nutzen will, kann sie deaktivieren. Ob die Bilder zufällig oder nacheinander dargestellt werden, ist Einstellungssache. Das gilt auch für die optionale Hintergrundmusik, aber wie gesagt: Der Lautsprecher ist dafür eigentlich zu schlecht.

Der Xoro-WLAN-Bilderrahmen überzeugt mit großen Funktionsumfang, guter Darstellung und einfacher Bedienung. Die animierten Übergänge zwischen den Fotos sehen klasse aus und wirken sehr professionell. Die ruckelfreie Darstellung von Filmen ist ein echter Pluspunkt gegenüber Geräten ohne Videofunktion.

Enttäuschend ist der fehlende Komfort bezüglich des Kopierens von Daten am Rahmen selbst. Dass dies nur per App und Computer funktioniert, ist unnötig kompliziert.

Der Aufpreis gegenüber Bilderrahmen ohne WLAN ist aber auf jeden Fall gerechtfertigt. Die Möglichkeit seine Bilder auch von Unterwegs auf den Rahmen zu schicken, ist extrem praktisch und macht den Xoro CPF 10A1 zum idealen Geschenk für Opa, Oma und Schwiegereltern.

Wer die Bedienung per Touchscreen vorzieht und auf Extras wie Wetterbericht oder Wecker verzichten kann, sollte sich den WLAN-Bilderrahmen von Pearl ansehen.

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