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Digitaler Bilderrahmen mit WLAN im Test: Denver PFF-1010

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Die Bilder landen dank WLAN-Anbindung direkt von Hawaii im Wohnzimmer der Eltern – das verspricht der Hersteller. Wir haben getestet, wie gut das klappt.

Dass der Hersteller Denver seine Prioritäten auf günstige Preise legt, bemerken wir bereits beim Anblick des doch sehr funktional gehaltenen WLAN-Bilderrahmens PFF-1010. Hochwertige Materialien wie Glas oder Holz? Fehlanzeige. Der Rahmen besteht aus einfachem weißen Kunststoff. Zentrales Element ist das berührungsempfindliche Display, das von einer etwa 3 Zentimeter breiten und leicht abgerundeten Plastik-Umrahmung umschlossen ist. Haptik und Verarbeitung sind in Ordnung und hinterlassen trotz einfacher Materialien einen positiven Eindruck.

Auf der Rückseite sitzen die Öffnungen für den Kunststoff-Standfuß. Dieser wird einfach eingeschraubt, Alternativ ist auch die Wandmontage möglich. Beides funktioniert sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Hinter einer weiteren Öffnung sitzt ein Mini-Lautsprecher. Dieser signalisiert beispielsweise, wenn sich ein Nutzer beim Rahmen anmeldet; für musikalische Beschallung ist er ungeeignet.

Der Lieferumfang des Rahmens.

Auf der rechten Gehäuseseite sitzen der Power-Button, ein kleiner Reset-Knopf, der Micro-USB-Anschluss und ein SD-Karteneinschub, sowie der Anschluss für das 5V-Netzteil.

Das Display hat eine Diagonale von 10,1 Zoll und eine Auflösung von 1280×800 Pixeln. Verglichen mit modernen Tablet-Displays ist die Auflösung sehr gering: Das iPad mit 10,5-Zoll-Display kommt auf 2224×1668 Pixel. In der Praxis ist dieser extreme Unterschied aber nicht entscheidend, da der Betrachtungsabstand beim Bilderrahmen deutlich größer ausfällt, als bei einem Tablet. Während man mit dem iPad etwa eine Armlänge vor den Augen hantiert, steht der digitale Bilderrahmen meist mehrere Meter weit weg. Die Auflösung ist ausreichend.

Dank des verwendeten IPS-Panels bleiben Farben und Kontraste auch bei hohen Blickwinkeln im grünen Bereich. Steht der Rahmen im Regal, kann man die dargestellten Bilder von allen Positionen im Zimmer gut und annähernd unverfälscht erkennen.

Bei Inbetriebnahme stellt der Nutzer zuerst die gewünschte Sprache ein. Anschließend folgt die Konfiguration des WLANs. Die Eingabe des Passworts per Touchscreen funktioniert gut und ist deutlich praktischer, als die Konfiguration per Fernbedienung, wie es bei anderen Modellen der Fall ist. Die verwendete Software Frameo ist uns bereits vom Bilderrahmen Somikon ZX-2822 vom Versandhändler Pearl (Testbericht) bekannt. Die Menüführung in deutscher Sprache ist einfach und logisch aufgebaut.

Wer einzelne Bilder ausblenden oder löschen möchte, erledigt das unter dem Punkt Fotos anzeigen/ausblenden. Ein Sleep-Timer ist ebenfalls vorhanden. Ist dieser aktiv, schaltet sich der Bilderrahmen zu gewünschter Zeit automatisch ein und anschließend wieder aus.

Der PFF-1010 bietet mit 8 GByte internem Speicher ausreichend Platz für Fotos im JPEG, BMP und PNG-Format und GIFs. Inhalte stellt der Rahmen entweder in einer festen Reihenfolge oder nach dem Zufallsprinzip dar. Eine Wiedergabe von Videoclips ist nicht möglich.

Nach dem Druck auf den Power-Button braucht der Bilderrahmen etwa 90 Sekunden, bis er hochgefahren und einsatzbereit ist. Die Konfiguration des WLANs ist denkbar einfach. WLAN auswählen, Passwort eintragen, fertig.

Nun folgt die Installation der Smartphone-App Frameo für iOS oder Android. Um den Rahmen mit einem Handy zu koppeln, ist ein zehnstelliger Code notwendig. Diesen generiert der PFF-1010 nach einem Druck auf den Menüpunkt Freund hinzufügen.

Die Zahlenfolge wird anschließend am Smartphone unter dem Punkt Rahmen hinzufügen eingegeben. Nur wenige Augenblicke später sind beide Geräte erfolgreich miteinander verbunden.

Das Verbinden von Rahmen und Smartphone klappt problemlos.

Nach der Auswahl des Fotos am Smartphone folgt die Auswahl des gewünschten Empfängers. Wer möchte, kann seine Bilder auch mit einer kurzen Beschreibung versehen. Bevor die App das Foto verschickt, wählt der Nutzer einen Bildausschnitt. Dies ist notwendig, damit der entscheidende Teil des Bildes sowohl im Hoch- als auch im Hochformat korrekt dargestellt wird. Etwa fünf Sekunden nach dem Tippen auf Foto senden piepst der Denver-Rahmen und meldet so, dass neue Inhalte eingegangen sind.

Wer seine Fotos per App überträgt, muss sich nicht im gleichen WLAN-Netz befinden: Die Übertragung klappt weltweit, solange eine Verbindung zum Internet besteht.

Wer Inhalte auf dem internen Speicher ausdrucken oder speichern möchte, kann die Backup-Funktion des Rahmens nutzen. Dabei werden alle Fotos auf die microSD-Speicherkarte kopiert.

Um viele Bilder auf einmal zu übertragen, empfiehlt sich die Nutzung der SD-Karte. Sowohl Import als auch Export von oder auf die Speicherkarte funktionieren problemlos.

Denver PFF-1010 weiß

Denver PFF-1010 weiß

Denver PFF-1010 schwarz

Denver PFF-1010 schwarz

Somikon ZX-2822

Somikon ZX-2822

Der Denver PFF-1010 überzeugt mit einfacher und komfortabler Bedienung. Die im Vergleich zu Smartphones oder Tablets sehr niedrige Auflösung ist für einen Bilderrahmen locker ausreichend.

Bei genauer Betrachtung wird schnell klar, dass Denver letztendlich nur den Frameo-Rahmen mit eigenem Label versieht. Der Bilderrahmen ist bis auf die Verpackung und den Schriftzug beim Hochfahren identisch zum etwas teureren Somikon ZX-2822 (Testbericht) vom Versandhändler Pearl.

Der Aufpreis gegenüber Modellen ohne WLAN ist gerechtfertigt. Die Versorgung mit neuem Bildmaterial per App ist sehr praktisch und komfortabel. Urlaubsfotos der Enkelkinder landen so ganz ohne Zeitverlust direkt auf dem Rahmen im Wohnzimmer der Großeltern. Wer den Rahmen zusätzlich als Wetterstation nutzen will, sollte sich alternativ den Bilderrahmen CPF 10A1 von Xoro (Testbericht) ansehen.

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