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Dell WD15 USB-C Dock im Test: Ordnung dank VESA

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Das Dell-Dock mit USB-C liefert einen Hub für Notebooks, die keinen eigenen Docking-Anschluss besitzen. Per USB-C gibt es LAN-, HDMI- und USB-Anschlüsse.

Viele Anschlüsse kompakt in einem kleinem Dock vereint – und an den Laptop kommt am Ende nur ein Kabel. Das praktische USB-C-Dock von Dell besticht vor allem durch sein flaches Design und seiner hohen Anzahl verschiedener Anschlüsse.

Dells USB-C-Dock ist angehehm flach. Die schwarze Oberfläche ist matt und glatt, zieht jedoch Fingerabdrücke an. Die Unterseite ist mit einer Art Gummiplatte ausgestattet, sodass das WD15 stabil auf dem Tisch stehen bleibt. Leider zieht auch dieser Untergrund Staub an, der sich im Gummi festsetzt.

Das USB-C-Dock von Dell: Mit einem USB-C-Anschluss am Laptop bekommt man zahlreiche zusätzliche Anschlüsse.

Die Maße des 420 Gramm schweren USB-C-Docks liegen bei ca. 15,5cm × 11cm × 2cm. Das entspricht ungefähr der Größe einer Postkarte, die etwas dicker ist als eine Streichholzschachtel, und erscheint dadurch eigentlich recht transportabel. Leider ist das mitgelieferte Netzteil groß und klobig, so braucht das WD15 am Ende doch mehr Platz in der Tasche als zunächst gedacht. Bleibt es aber auf dem Schreibtisch stehen, fügt es sich gut zwischen andere stationäre Geräte ein.

Das Kunststoffgehäuse des Dell Docks knarzt ein wenig wenn man es in die Hand nimmt, ist ansonsten aber gut verarbeitet. Die Unterseite weist am Rand aber Ritzen auf, in denen sich über die Zeit Staub sammelt.

Beim Dell Dock ist das USB-C-Kabel auf der linken Seite bereits fest integriert und dadurch weniger flexibel. Es ist knapp 75 cm lang. An der Vorderseite des Docks befinden sich zwei USB-3.0-Ports sowie ein kombinierter Anschluss für Mikrofon und Kopfhörer. Auf der rechten Seite wird es bei Bedarf per Kensington Lock gesichert.

Die Rückseite bietet neben einem HDMI-Anschluss und einem Mini-Display-Port auch Platz für einen VGA-Stecker. So werden entweder bis zu zwei Full-HD-Displays (1920 × 1080 Pixel bei 60Hz) betrieben oder der angeschlossene Laptop um einen Ultra-HD-Monitor (3840 × 2160 Pixel bei 30Hz oder 2560 × 1600 Pixel bei 60 Hz) erweitert. Der LAN-Anschluss liefert Gigabit Ethernet. Daneben befinden sich noch zwei USB 2.0 Ports und ein weiterer USB-3.0-Anschluss.

An der Front des USB-C-Docks sind zwei USB-A-Anschlüsse sowie die kombinerte Buchse für Lautsprecher und Mikrofon.

Dem Dock liegt je nach Ausführung ein Netzteil mit 180 oder 130 Watt bei. Während des Betriebs wird der Akku des Laptops aufgeladen. Der Powerknopf für das Dock ist auf der Oberseite. Eine LED auf der schmalen Vorderseite zeigt an, ob das Gerät eingeschaltet ist.

Die Unterseite des Docks ist mit zwei VESA-Montagelöchern versehen, um es per passendem Zubehör hinter einem kompatiblen Monitor anzubringen. Das dafür benötigte Dell Dock Mounting Bracket kostet etwa 25 Euro und ist zum Beispiel mit BIldschirmen vom Typ Dell Ultrasharp oder einem Monitor aus Dells P-Serie befestigt. Wer etwas bastelt, der sollte das Dock aber auch an anderen VESA-kompatiblen Halterunten anbringen können.

Sobald das Dock an den Computer angeschlossen wird, installieren sich die benötigten Treiber von selbst. Innerhalb weniger Sekunden ist das Gerät komplett einsatzbereit. Für den Test haben wir das Dock an ein Lenovo Thinkpad T470 angeschlossen. Auffällig waren weiße Linien, die vereinzelt auf dem verbundenen 4K-Monitor aufblitzten. Das passiert aber recht unregelmäßig. Unter Windows und Linux hatten wir beim Test sonst keine Probleme. Das USB-C-Kabel sitzt im Laptop ein bisschen locker. Es gab zwar keine Verbindungsabbrüche, optimal ist das aber nicht.

Auf der Rückseite gibt es Anschlüsse für HDMI, Mini-Displayport, VGA, LAN, USB sowie USB 3.0.

Zumindest an unserem Thinkpad-Laptop funktioniert der Powerknopf am Dock nicht, ein Druck hat keinerlei Auswirkungen. Um das Dock auszuschalten, muss es vom Strom getrennt werden. Das WD15 funktioniert mit Laptops und Computern, die über einen Display Port per USB-C- oder einen Thunderbolt-Anschluss verfügen.

Offiziell werden folgende Dell-Geräte unterstützt:

Latitude 5175 2-in-1, 5179, 5280, 5285 2-in-1, 5289 2-In-1, 5480, 5580, 7275, 7280, 7285 2-in-1, 7370, 7380, 7389 2-in-1, 7480, E5570; Precision Mobile Workstation 3510, 3520, 5510, 5520, 7510, 7520, 7710, 7720; XPS 13 9360, 15 9550, 15 9560.

Netzteil und USB-Dock.

Dell verlangt für das Dock einen UVP von 292 Euro. Zum Glück liegen die Straßenpreise deutlich darunter, weniger als die Hälfte werden beim Kauf übers Internet fällig.

Dell Dock WD15, 180W (JP3KP/452-BCCW)

Dell USB-C Dock WD15, 180W

Dell Dock WD15, 130W (24KJ5/452-BCCQ)

Dell USB-C Dock WD15, 130W

Nicht nur an einem Dell-Laptop funktioniert das kleine Dock gut. Die vielen verschiedenen Anschlüsse sorgen für einen flexiblen Einsatz im Büro. Schade ist, dass das Gerät im Test ab und an weiße Linien über den 4K-Monitor schickt und am Dock kein normal großer Displayport-Anschluss verbaut wurde. Die VESA-Montagelöcher sind eine gute Idee, so verschwindet das Dock direkt hinter einem kompatiblen Bildschirm und braucht keinen Platz auf dem Schreibtisch.

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