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Dashcam 65W von Garmin im Test: GPS und Fahrassistenz

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Rechtfertigen Full-HD-Videos, Sprachsteuerung und GPS einen Preis von über 150 Euro bei einer Dashcam? Wir testen die Dashcam 65W von Garmin und erklären, was uns besonders gut gefällt.

Das Äußere der Dashcam 65W erinnert stark an eine Actioncam. Einzig die aufgesteckte Frontscheiben-Halterung unterscheidet die Garmin Auto-Kamera von Gopro und Co. Die Halterung selbst ist magnetisch und wird auf einen Magnet mit Klebefläche befestigt. Trotz der kleinen Kontaktfläche ist der Halt ordentlich, die Kamera hängt stabil an ihrem Platz.

So sieht der Lieferumfang der Dashcam 65W aus.

Auf der Vorderseite sitzt das Objektiv mit einem Sichtwinkel von satten 180 Grad. Auf der rechten Seite sind die insgesamt vier Bedien-Taster untergebracht. Die Rückseite wird beinahe vollständig vom 2-Zoll-Display eingenommen. Auf der Unterseite ist der Einschub für MicroSD-Speicherkarten mit bis zu 64 GByte zu finden. Die mitgelieferte Speicherkarte hat eine Kapazität von acht GByte. Das Micro-USB-Netzteil für den Zigarettenanzünder wird auf der linken Seite eingesteckt. Das Kabel ist mit vier Metern Länge ausreichend lang; eine unauffällige Verlegung ist problemlos möglich. Zur dauerhaften Stromversorgung auch bei abgeschalteter Zündung ist optional ein Netzteil für den Anschluss am PKW-Sicherungskasten erhältlich.

Das Gewicht inklusive magnetischer Halterung liegt bei 72 Gramm. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und die Haptik ist ebenfalls sehr gut. Im Inneren ist außerdem ein kleiner Notfall-Akku verbaut. Dieser versorgt die Dashcam 65W etwa 35 Minuten mit Strom.

Die Menüführung der Garmin-Dashcam ist intuitiv und übersichtlich gestaltet. Neben Deutsch und Englisch stehen jede Menge weitere Sprachen zur Auswahl. Wer möchte kann auch die Videoauflösung und die Abschaltzeiten des Monitors verändern. Die Bedientaster funktionieren zuverlässig und die Steuerung ist unkompliziert.

Die Bedienung geht einfach von der Hand. Wer möchte, kann auch per Sprachbefehl steuern.

Bei der Erstinstallation kommen zuerst die Fragen nach der Kameraposition (links, rechts, mittig) und der Fahrzeughöhe. Anschließend folgt der Hinweis auf die kostenlose Gamin-App Virb für iOS und Android. Diese ermöglicht das Teilen von Fotos und Videos per Smartphone.

Die Kamera nimmt das Geschehen vor der Linse dauerhaft auf und überspeichert minütlich die ältesten Videoclips auf der Speicherkarte. Wer eines der 60-Sekunden-Videos dauerhaft speichern möchte, muss das der Dashcam mit einem mehrsekündigen Druck auf den Auslöser mitteilen. Wer eine Szene als Foto festhalten will, drückt die Taste nur kurz. Registriert der interne Beschleunigungssensor eine heftige Erschütterung oder einen extremen Lastwechselt, speichert die Kamera das aktuelle Video automatisch in einem eigenen Ordner auf der Speicherkarte.

Wer möchte, kann einige Funktionen auch bequem per Sprache steuern. Um die Spracherkennung zu aktivieren reicht der Ausspruch Ok Garmin. Zur Wahl stehen die Befehle: Video speichern, Bild aufnehmen, Tonaufzeichnung oder Zeitraffer starten und stoppen.

Nach der Trennung vom Stromnetz stoppt die Aufnahme nach einem festgelegten Zeitraum (fünf Sekunden bis zu einer Minute) und die Dashcam schaltet sich selbstständig aus. Die Videodaten gehen, dank des verbauten Akkus, beim Abstellen der Zündung nicht verloren.

Nachts ist die Bildqualität ausreichend. Tagsüber ist deutlich mehr erkennbar.

Die Ausstattung der Dashcam 65W umfasst, neben der Full-HD-Kamera mit Akku, einen Beschleunigungsmesser und einen GPS-Empfänger. In das Videomaterial schreibt die Dashcam 65W auch Positionsdaten und die aktuelle Geschwindigkeit. Wer das nicht möchte, kann die Funktion im Menü deaktivieren.

Eine Besonderheit sind die integrierten Fahrassistenten der Dashcam. Wer sie aktiviert bekommt Warnungen beim Spurwechsel, bei zu geringem Abstand zum Vordermann und beim Anfahren des Vordermanns. Wer möchte, kann sich auch vor festinstallierten Blitzer warnen lassen. In der Praxis nerven die Warnungen allerdings, weshalb wir sie nach einem halben Tag schon nicht mehr nutzen. Gerade bei Fahrten auf der Autobahn warnt die Dashcam bei jedem Spurwechsel und auch der Abstandswarner ist im Dauereinsatz.

Wer die Dashcam 65W beim Parken mit Strom versorgt, kann sein Auto auch im Ruhezustand überwachen. Die Aufnahme läuft dann weiterhin und die Dashcam 65W speichert den Videoclip, sobald der Beschleunigungs-Sensor eine Erschütterung (beispielsweise bei einem Parkrempler) feststellt.

Die Bildqualität ist gut und der riesige Blickwinkel von 180 Grad ist aus unserer Sicht optimal. Dank des enormen FOVs ist auch das Geschehen links und rechts vom PKW zu erkennen.

Dank enormen Sichtfeldes ist auch der LKW neben uns gut zu erkennen.

Die Full-HD-Aufnahmen sind ruckelfrei und ausreichend scharf. Der Kontrast ist, auch bei Gegenlicht, ausreichend. Bei Dunkelheit ist die Bildqualität noch ausreichend. Das Geschehen direkt vor der eigenen Motorhaube ist gut erkennbar.

Garmin Dash Cam 65W (010-01750-15)

Garmin Dashcam 65W

Garmin Parking Mode Kabel (010-12530-03)

Dauerstrom-Netzteil

Die Garmin Dashcam 65W ist eine wirklich gute Dashcam. Wer eine vernünftige PKW-Kamera sucht, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Neben der bequemen Bedienung per Sprachsteuerung und dem verbauten GPS, sprechen vor allem die Videoqualität und die 180 Grad Sichtwinkel für die Dashcam 65W von Garmin.

Einzig der hohe Preis von über 170 Euro wirkt abschreckend. Vergleicht man aber Bildqualität und Ausstattung mit billigen Dashcams, dann ist der Preis durchaus in Ordnung.

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