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DJI Mavic Pro im Hands-On: fliegende Kamera für unterwegs

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Mit der Mavic Pro hat DJI gestern in Portugal eine neue, ultrakompakte Kamera-Drohne gezeigt. Wir hatten die Möglichkeit, uns die Mavic genau anzusehen und einige Testflüge durchzuführen. Unseren Eindruck seht Ihr im Video.

DJI Mavic Pro im Hands-on

In den nächsten Wochen werden wir die Mavic als Testgerät bekommen. Dann legen wir noch einmal mit einem ausführlichen Testbericht nach.

Und wer lieber liest als sieht, findet hier den kompletten Text des Videos:

Ich muss gestehen, ich habe mich wahnsinnig auf die Mavic Pro gefreut. So klein und kompakt, trotzdem so leistungsfähig und Flugzeiten von weit über 20 Minuten mit einer Akkuladung – geht das denn? Ja, das geht. Grund für die kompakte Bauform ist der neue Aufbau der Mavic, sie ist mit vier dreh- beziehungsweise schwenkbaren Armen ausgestattet, an deren Ende jeweils Motoren und Propeller sitzen. Trotz der filigranen Mechanik wirkt der kleine Copter überhaupt nicht empfindlich, sondern erfreulich stabil.

Ich wollte vor allem eins: unbedingt selbst fliegen. Bis zu 65 km/h schnell, gleichzeitig angeblich idiotensicher mit verschiedenen Sensoren, die Hindernisse erkennen können, Live-Bild in Full-HD auf dem Smartphone oder Tablet mit gerade einmal 0,06 Sekunden Latenz – das klingt genial. Mein erster Flug war allerdings gar nicht so spektakulär, wie ich ihn mir erhofft hatte. Zwar startet und landet die Mavic Pro auf Wunsch per Fingertipp automatisch, aber als Race-Copter-Pilot kann ich mir das natürlich nicht nehmen lassen. Also, rauf in die Luft, etwas hin und her: Fertig. So einfach. Meine Flugkünste waren überhaupt nicht gefragt – jeder der anwesenden Journalisten war auch ohne jegliche Vorkenntnisse in der Lage, die Mavic Pro zu fliegen.

Dazu dann noch diese Tasche, in der Copter samt Fernsteuerung und Akkus Platz haben – eine Kamera-Tasche für eine Spiegelreflex ist größer. Und das zeigt eindrucksvoll, in welche Richtung die Mavic Pro geht. Sie ist weniger eine „Drohne“, die man des Fliegens wegen fliegt – sondern mehr eine fliegende Kamera, die man beim Skaten, Bergsteigen, Klettern oder beim Sonntagsausflug dabei hat und mit der man Bilder und Videos aus ganz anderen Winkeln schießen kann.

Die Kamera nimmt Fotos mit einer Auflösung von maximal 12 Megapixeln auf, Videos landen in 4K-Auflösung auf der Speicherkarte. Wie beim großen Bruder Phantom ist auch die Kamera der Mavic Pro durch ein Dreiachs-Gimbal stabilisiert, das Flug- und Windbewegungen ausgleicht und das Bild immer gerade hält.

Passend dazu gibt es diverse Automatik-Funktionen: Die Mavic Pro verfolgt einen Skater oder Jogger auf Wunsch automatisch per Bilderkennung, umkreist Objekte und schießt ein Bild per Handgeste – damit niemand auf dem Gruppenfoto eine Fernsteuerung in der Hand hat.

Ganz perfekt ist die Mavic Pro allerdings noch nicht. So gibt es beispielsweise keine Sensoren, die Objekte beim Seitwärts-Flug erkennen und die Frontsensoren haben so ihre Schwierigkeiten mit dünnen Ästen und einzelnen Blättern – dazu kommt, dass viele der automatischen Funktionen mit deutschem Recht nicht oder nur unter bestimmten Auflagen vereinbar sind. Schade, dass der Hersteller über diese Punkte nicht aufklärt. Und schade auch, dass die Mavic Pro in Deutschland leider kein Schnäppchen ist: 1199 Euro soll sie mit Fernsteuerung kosten, mit Zubehörpaket kommt das Komplett-Set auf knapp 1500 Euro. Aber wer jetzt noch keine solche Drohne hat und mit dem Kauf liebäugelt, bekommt mit der kompakten DJI unseren absoluten Favoriten. Ein ausführlicher Test folgt in einigen Wochen, sobald uns das Testgerät vorliegt.

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