TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

D-Link COVR-P2502 Powerline WiFi Kit im Test

0

Bild: Harald Karcher

von  //  Facebook Twitter Google+

Das COVR-Powerline von D-Link bietet schnelles Power-LAN, Mesh-Funktionen und einen ordentlicher WLAN-Durchsatz. Wir haben das Set getestet.

D-Link kombiniert beim COVR-System Powerline-Funktionen mit einem WLAN-Mesh. Das Ergebnis ist eine weitreichende WLAN-Abdeckung, clevere Software-Features und die Nutzung des Stromnetz als Rückkanal für Daten. Im COVR-Set sind beide PLC-Adapter identisch; beide Module unterstützen WLAN.

Die zwei identischen, weiß-grauen Powerline-WLAN-Hybrid-Adapter von D-Link machen einen robusten und massiven Eindruck. Bei uns brachte jeder einzelne Adapter 340 Gramm auf die Briefwaage. Das ist etwas mehr, als D-Link in den Spezifikationen angibt.

Die hellgrauen Antennen lassen sich herauf und herunter klappen. Mit viel Phantasie erinnert ein aufgeklappter COVR an ein Gesicht mit abstehenden Ohren. Kurzum: Wir fanden das Design gelungen, aber das ist Geschmackssache.

An der Front sitzen fünf LEDs für Stromversorgung, Powerline-Signalstärke, LAN, 2,4-GHz- und 5-GHz-Frequenzband. Sie leuchten hellgrün, wenn alles rund läuft. An der rechten Seite sitzen drei Gigabit-LAN-Ports, eine Reset-Taste und eine WPS-/Verbindungstaste. Leider gibt es keine Durchschleifsteckdosen.

Jeder COVR-Mesh-Adapter bietet drei LAN-Ports mit jeweils Gigabit-Ethernet, sowie Dualband-WiFi MU-MIMO bis 11ac Wave 2, mit Datenraten bei 2,4 GHz bis zu 300 Mbps und bei 5 GHz bis zu 866 Mbps. Diese Ausstattung ist ungewöhnlich umfangreich, D-Link schlägt damit alle anderen PLC-Adapter im Test. Laut Datenblatt kann ein COVR-2er-Set eine Fläche von bis zu 450 m2 mit schnellem WLAN versorgen.

Konfigurationsoberfläche

Unsere beiden COVR-PLC-Adapter waren ab Werk miteinander gekoppelt. Kurz nach dem Einstecken der Adapter konnten wir einen einzigen, neuen SSID-Netzwerknamen sehen, dlink-DCB3. Das ist deswegen interessant, weil eigentlich jeder PLC-Adapter ein eigenes WLAN aufmacht. Hier zeigt sich der Vorteil des Mesh-Systems, D-Link spannt offensichtlich ein einziges WLAN-Netzwerk über mehrere Adapter und Frequenzbänder. Nach Eingabe des aufgedruckten WLAN-Netzwerk-Schlüssels konnten sich unser Testhandy mit dem Netzwerk problemlos verbinden.

Die Verwaltung der einzelnen Adapter erfolgt wahlweise über den Browser oder über die D-Link Wi-Fi-App für Android und iOS.

Alles in allem ist die Einrichtung angenehm simpel, die Verwaltung über App und Browser funktioniert gut.

Bild: Harald Karcher Der Testaufbau

Die COVR-Adapter schicken wir durch den üblichen Test-Parcours. Im Dachgeschoss steht der Router, dieser ist per Gigabit-LAN an den ersten PLC-Adapter angeschlossen. Von dort gehen die Daten ins Stromnetz, ein Stockwerk darunter greift COVR-Adapter Nummer 2 die Informationen ab und verbreitet sie über sein eigenes WLAN. Wir messen an sieben Punkten den WLAN-Durchsatz des Routers und des PLC-Adapters.

Allerdings wollte sich das D-Link-System partout nicht in unseren Standardtest integrieren. Der Grund: Bei allen anderen Adapter konnten wir WLAN in einzelnen Bändern abschalten und so gezielt den Durchsatz bei 2,4- und 5-GHz messen. Beim D-Link-System ist das nicht möglich. So ist für uns nicht zu erkennen, ob unser Standard-Mess-Smartphone die Daten per 2,4 oder 5 GHz überträgt.

Das Problem ist dabei theoretisch. Im Alltag ist es egal, woher die Daten kommen, solange die Endgeräte stabil verbunden sind. Es gibt allerdings Geräte, die selbst heute nur im 2,4-GHz-Funknetz kommunizieren, da kann es zu Problemen kommen.

Um dennoch vergleichbare Daten zu liefern, haben wir uns entschlossen, eine kumulierte Testkurve für die COVR-Produkte zu liefern. Da die Testumstände identisch sind, bleibt die Vergleichbarkeit mit den anderen Powerline-Adaptern (Übersicht) und getesteten WLAN-Repeatern (Übersicht) gewahrt.

Empfohlene Mindestgeschwindigkeit
Aktivität Empfohlene Mindestgeschwindigkeit
Surfen ab 1 Mbps
Musik Streaming 96 Kbps (Spotify) / 256 Kbps (iTunes) /
Video Streaming ab 3 Mbit/s
Skype-Call (Audio) ab 300 Kbps
Skype-Call (Video) ab 500 Kbps / 1,5 Mbps (HD)
Gruppen-Calls ab 2 Mbps
Online-Gaming 3 -6 Mbps
IoT: Sicherheitskamera ab 25 Kbps
Bild: Harald Karcher Durchsatz intern

Die rote Kurve und Zahlenkolonne in der Messgrafik zeigt den WLAN-Zellen-internen Datendurchsatz zwischen dem WLAN-Router AVM FRITZ!Box 7590 und dem LG V30. Die weißen Daten dagegen zeigt den internen Daten-Speed zwischen dem zweiten D-Link COVR-P2502 WLAN Adapter und dem WLAN-Handy.

Es ist schön zu sehen, wie das WLAN des D-Link-Adapters die Lücken des Fritzbox-WLANs ausfüllt. Selbst im Keller kommen immer noch ordentliche 10,7 Mbps an. Das reicht locker für WLAN-Sensoren oder Kameras im Keller.

Bild: Harald Karcher Durchsatz VDSL

Für die Messung des Internet-Durchsatzes nutzen wir eine VDSL-50-Leitung, entsprechend sind 50 Mbps die Obergrenze, die das Netzwerk erreichen kann. Auch hier liefert das D-Link-Set eine sehr ordentliche Leistung ab, auch hier deckt der Powerline-Adapter die Bereiche ab, an die das WLAN der Fritzbox nicht mehr reicht.

Im Keller kommen noch 5,7 Mbps an, etwa die Hälfte im Vergleich zur WLAN-internen Leistung. Das liegt mit am Overhead, der durchs Versenden der Daten über den Router ins Internet und den Empfang aus dem Web entsteht. Der Abfall der Leistung ist im Rahmen.

Bild: Harald Karcher Stromverbrauchsmessung

D-Link gibt in den technischen Daten für COVR einen Stromverbrauch von 12 Watt an. Dabei bleibt offen, ob Maximum, Durchschnitt oder Stand-by gemeint ist. Es bleibt auch offen, ob 12 Watt für einen Adapter alleine oder zusammen für das ganze Pärchen gelten.

Auf einer kurzen Teststrecke, bei der beide Adapter in einer Mehrfachsteckdose angeschlossen waren, maßen wir bei verbundenem Smartphone und aktivem VDSL-50-Download maximale Stromspitzen von 14 Watt. Bei größeren PLC-Entfernungen und mehreren aktiven Endgeräten mag der Stromverbrauch weiter ansteigen.

Die beiden PLC-Adapter brauchen kein externes Netzteil, sie stecken direkt in der 230-Volt-Steckdose. Zieht man sie aus der Dose heraus, dann geht ihr Stromverbrauch logischerweise auf 0 zurück.

Das D-Link COVR-P2502/E Powerline-zu-WLAN-Paar hat eine exzellente Hardware-Ausstattung: Beide Powerline-Adapter haben jeweils PLC-1300, WLAN-11n-300, WLAN-11ac-866, sowie drei Gigabit-LAN-Ports verbaut. Lediglich Durchschleifsteckdosen fehlen.

Die Software ist funktional und aufgeräumt. Während des Tests wurden wir mit mehreren Firmware-Versionen konfrontiert, was den Schluss nahelegt, dass hinter den Kulissen fleißig gebastelt wird. Die Konfiguration per App und Browser ist aber bereits jetzt sehr gut gelöst.

Mehr Details zu den Vor- und Nachteilen der Powerline-Technik haben wir im Artikel Kaufberatung: Powerline zusammengestellt.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige