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Cyrus CS40: solides Outdoor-Handy im Test

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Das Cyrus CS40 zeigte sich uns im Test als solides Outddor-Smartphone ohne nennenswerte Highlights, aber auch ohne größere Schwächen. Was das Telefon, das man für weniger als 300 Euro auf dem Markt bekommt, so auf dem Kasten hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

Für ein Outdoor-Smartphone zeigt sich das CS40 recht human, was Abmessungen und Design angeht: Das Handy misst 150,6 × 77 × 11,1 Millimeter bei einem Gewicht von 190 Gramm und trägt somit nicht übermäßig sich auf. Trotzdem fühlt es sich robust an und vermittelt das Gefühl, dass es einiges wegstecken kann. Ungewöhnlich für ein Rugged-Phone gibt es keine mechanischen Tasten, sondern berührungsempfindliche Bedienbuttons unterhalb des Displays. Auch ein Fingerabdrucksensor ist bei Outdoor-Smartphones nicht die Regel, beim CS40 findet der sich auf der Rückseite direkt unterhalb der Hauptkamera mittig recht weit oben positioniert.

Power-Button und Lautstärkewippe sind rechts untergebracht, der SIM-Karten-Slot ist links hinter einer Abdeckung. Auch der USB-Type-C-Anschluss unten und der Kopfhörereingang und -ausgang oben sind mit einer Abdeckung gegen eindringendes Wasser oder eindringenden Schmutz geschützt. Das Smartphone vermittelt ein Gefühl von Wertigkeit und zeigt in Sachen Verarbeitungsqualität keine Mängel.

Unter der Haube werkelt beim Cyrus SC40 ein Prozessor von Mediatek, der MTK6750 mit acht Kernen. Vier davon takten mit maximal 1,5 und vier davon mit maximal 1 GHz. Der Arbeitsspeicher fasst 4 GByte, der interne Speicher ist 32 GByte groß und per microSDXC-Karte erweiterbar. Ins mobile Internet geht das Outdoor-Handy mit maximal 150 MBits/s, im WLAN funkt es nach 802.11 b, g und n. Der Nutzer kann zwei SIM-Karten im Dual-SIM-Betrieb nutzen, oder aber eine SIM-Karte und eine microSDXC-Karte einlegen.

Der fest verbaute Akku des CS40 hat eine Kapazität von 3000 mAh und wird per USB-Type-C-Anschluss aufgeladen, der in Sachen Datenübertragung allerdings nur USB-2.0-Standard bietet. Neben einem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker und einem Fingerabdrucksensor gehören noch GPS, NFC und Bluetooth in Version 4.0 zur Ausstattung des Smartphones.

Was die Outdoor-Qualitäten angeht, ist es nach IP68-Zertifizierung permanent gegen Wasser in einer Tiefe bis zu einem Meter geschützt und staubundurchlässig. Stoßgeschützt ist es bis zu einer Fallhöhe von 1,20 Meter. Das Handy trägt auch das Siegel des des Militärstandards MIL-810G, der allerdings nicht besonders aussagekräftig ist. Der Hersteller entscheidet nämlich selbst, welche vorgegebenen Kriterien vom entsprechenden Gerät erfüllt werden. In welchen Bereichen dies beim CS40 der Fall ist, weiß der Nutzer nicht. Laut Hersteller nimmt es das Gerät mit Temperaturen von bis zu minus 25 und bis zu plus 55 Grad auf.

Das von Gorilla Glass 3 geschützte 5,2 Zoll große Display löst 1280 × 720 Pixel auf und leuchtet hell genug für den Einsatz auch in direktem Sonnenlicht. Die Blickwinkelstabilität ist top und die Farbwiedergabe gefällt uns gut. In den Systemeinstellungen kann der Nutzer diese über die Option MiraVision noch im Detail seinen Bedürfnissen anpassen.

Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Cyrus CS40 kommt mit Kontrastautofokus und LED-Blitz und löst 16, die Frontkamera 5 Megapixel auf. Die maximale Auflösung der rückseitig sitzenden Kamera beträgt bei Videos 720p. Weder Frontkamera noch Hauptkamera konnten uns größer begeistern. Zwar schießt die Hauptkamera prinzipiell solide Bilder, der Autofokus belichtet in der Regel allerdings etwas zu stark, vor allem fehlt es jedoch an Schärfe und Detailreichtum bei den geschossenen Bildern.

Das CS40 bietet eine solide Systemperformance ohne nennenswerte Hänger oder Ruckler. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Telefon auf knapp 40.000 Punkte, ein ordentlicher Wert für ein Mittelklasse-Handy. Auch wenn das für ein Outdoor-Smartphone kein wesentliches Kriterium ist: Der Nutzer kann auch grafisch aufwendigere Games spielen, allerdings mit längeren Ladezeiten und eventuell heruntergeschraubter Grafikqualität als bei aktuellen High-End-Handys.

In Sachen GPS und Navigation zeigte sich das Gerät präzise und zuverlässig. Auch die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen: Im Test hielt das Handy auch bei häufiger Nutzung knapp zwei Tage durch, das Aufladen dauert etwas unter zwei Stunden.

Was die Robustheit des Handys angeht, haben wir diverse Tests durchgeführt. Dabei handelte es sich unter anderem um mehrmaliges längeres Untertauchen in Wasser in einer Tiefe von ungefähr einem Meter, Falltests aus einer Höhe von circa 1,50 auf Waldweg, Asphalt und Laminat und Eingraben in feuchter Blumenerde in ungefähr dreißig Zentimeter. Das Cyrus CS40 zeigte sich davon recht unbeeindruckt und nahm keinen Schaden. Auch am robusten Gehäuse konnten wir keinen nennenswerten Schrammen und Kratzer verzeichnen.

Auf dem Cyrus CS40 läuft Android in nicht mehr ganz taufrischer Version 7.0 mit dem Google-Sicherheitspatch vom 05. November 2017. Der Hersteller hat keine nennenswerten Änderungen am System vorgenommen, den Besitzer erwartet also ein nahezu Stock-Android wie es von Google veröffentlicht wird. Es findet sich erfreulicherweise auch keine Bloatware, die einzige erwähnenswerte App vom Hersteller zeigt sich verantwortlich für Updates des Betriebssystems.

Bild: Techstage

Das Cyrus CS40 ist ein solides Outdoor-Smartphone ohne besondere Highlights. Für unter 300 Euro bekommt der Käufer ein robustes Gerät, das bei uns in fast allen wesentlichen Bereichen einen guten Eindruck hinterlassen hat. Die Kameraqualität dürfte jedoch besser sein und auch die alte Android-Version trübt ein wenig den ansonsten guten Gesamteindruck.

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