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Cubot King Kong: günstiges Outdoor-Smartphone im Test

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Mit einem Preis von knapp 115 Euro ist das Cubot King Kong eines der günstigsten Outdoor-Smartphones auf dem Markt. Hat das Auswirkungen auf die Stabilität?

Den niedrigen Preis merkt man dem Outdoor-Smartphone King Kong des Herstellers Cubot nicht an. Die Verarbeitung ist gut und das Handy präsentiert sich, wie man es von einem Gerät für den Außeneinsatz erwartet: wuchtig, robust und solide. Das Kunststoffgehäuse mit Metallelementen links und rechts kommt mit IP68-Zertifizierung. Somit ist es gegen Staub geschützt und wasserdicht bis zu einer Tiefe von einem Meter. Die Abmessungen des King Kong betragen 153 × 80,2 × 14,85 mm, das Gewicht knapp 246 g.

Bild: Techstage Das Gehäuse des King Kong ist aus stabilem Kunststoff, links und rechts sind Metallelemente.

Auf der Oberseite sind ein Micro-USB-Anschluss und eine Kopfhörerbuche untergebracht. Die Kunststoffabdeckung zum Schutz gegen Schmutz und Flüssigkeiten ist nur schwer mit dem Fingernagel zu entfernen. Um eine oder wahlweise auch zwei SIM-Karten einzulegen, muss der Nutzer eine Abdeckung auf der Rückseite entfernen. Dort findet sich der Speicherkarten-Slot. Ein Werkzeug zum Lösen der beiden Schrauben befindet sich im Lieferumfang. Die Hauptkamera hat ihren Platz hinten mittig weit oben, der Lautsprecher befindet sich am unteren Rand.

Bild: Techstage Die Hauptkamera löst nur 8 Megapixel auf.

Die Frontkamera ist auf der Vorderseite oberhalb des Bildschirms rechts untergebracht. Unten und oben gibt es quer laufende gelbe Zierelemente, die optisch was hermachen. Hardware-Buttons, wie man sie bei vielen Outdoor-Smartphones findet, hat das King Kong nicht. Zur Bedienung sitzen unterhalb des Bildschirms nicht beleuchtete, berührungsempfindliche Android-Tasten.

Als Antrieb kommt ein MT6580-Chip von Mediatek zum Einsatz. Der Maximaltakt des Quadcore-Prozessors beträgt 1,3 GHz. Der interne Speicher ist 16 GByte groß und ist mit einer Micro-SD-Karte erweiterbar. Ins WLAN geht das King Kong nach 802.11 b, g und n, den aktuellen ac-Standard unterstützt es nicht. Im mobilen Internet gibt es nur 3G, aber kein LTE. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 4400 mAh. Neben GPS inklusive Kompass gehört noch Bluetooth in Version 4.0 zur Ausstattung, NFC unterstützt das Telefon nicht.

Das 5 Zoll große Display des Smartphones hat eine Auflösung von 1280 × 720 Pixeln. Die Darstellung von Inhalten ist ausreichend scharf und die Farbwiedergabe ist gut. Auch an der Blickwinkelstabilität gibt es nichts auszusetzen. Wie oft bei Geräten mit Mediatek-CPU gibt es in den Systemeinstellungen tiefer gehende Einstellungsmöglichkeiten unter dem Punkt MiraVision in den Display-Settings. Dort kann der Nutzer unter anderem Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur manuell anpassen.

Bild: Techstage Für ein 115-Euro-Smartphone kann sich das Display sehen lassen.

Die Hauptkamera des King Kong kommt mit Kontrast-Autofokus, LED-Blitz und löst 8 Megapixel auf. Die maximale Auflösung bei Videos beträgt 720p. Vorne gibt es eine 5-Megapixel-Frontcam. Beide Kameras liefern enttäuschende Ergebnisse: Bilder sind oft verwaschen und blass. Zu mehr als gerade so brauchbaren Schnappschüssen ist das King Kong nicht in der Lage.

Obwohl das King Kong einen schwachen Prozessor mitbringt und nur wenig Arbeitsspeicher besitzt, bietet es eine zumindest ausreichende Systemperformance. Das System läuft flüssiger und schneller, als es die nur knapp 20.000 Punkte im Antutu-Benchmark vermuten lassen. Bei vielen gleichzeitig laufenden Anwendungen geht die Performance allerdings spürbar in den Keller. Hierbei sollte allerdings erwähnt werden, dass die Grafikleistung des King Kong in diesem Benchmark nicht mitgetestet wird. Die eigentlich zur Applikation gehörende 3D-Bench-App wird in Google Play nämlich nicht angezeigt, und lässt sich auf dem Handy dementsprechend auch nicht installieren. Das hat damit zu tun, dass die ARM-Mali-400MP2-GPU viele aktuelle Grafikprotokolle gar nicht unterstützt. Zum Spielen ist das Outdoor-Handy also nicht geeignet.

Bild: Techstage Die Kartenslots sitzen hinter einer verschraubten Abdeckung auf der Rückseite.

Mit dem 4400-mAh-Akku kommt der Nutzer in der Regel problemlos über zwei Tage. Eine Schnellladetechnologie gibt es beim King Kong nicht, das Aufladen dauert um die vier Stunden. Der Lautsprecher auf der Rückseite tönt nicht besonders laut, bietet jedoch einen ordentlichen Klang. Wie üblich bei Outdoor-Smartphones musste sich das King Kong bei uns im Test bei Falltests (unter anderem auf Asphalt und Waldboden aus einer Höhe aus circa 1,50 m), mehrmaligem längerem Eintauchen in Wasser und dem Aussetzen von Staub und Dreck behaupten. Am Handy entstanden dabei keine Schäden, die über optische Makel hinausgehen.

Auf dem King Kong läuft ein vom Hersteller nicht modifiziertes Android-Betriebssystem, leider in veralteter Version 7 Nougat. Auch das zum Zeitpunkt des Tests installierte Sicherheitsupdate ist älteren Datums, es stammt vom 5. November 2017. Informationen über ein eventuelles Upgrade auf Android 8.1 Oreo oder gar 9 Pie gibt es bislang nicht.

Bild: Techstage

Wer ein möglichst günstiges Outdoor-Smartphone sucht, der könnte mit dem Cubot King Kong glücklich werden. Das Handy ist robust, hat ein gutes Display, eine gute Akkulaufzeit und eine zumindest ausreichende Systemperformance, wenn man mal von der nicht vorhandenen 3D-Leistung absieht.

Vermissen könnte der potenzielle Käufer jedoch LTE; auch die Kameras bieten nur mäßige Qualität. Allerdings ist das Handy mit seinem Preis von knapp 115 Euro auch sehr günstig. Schade, dass die Software so wenig gepflegt wird – sonst wäre das Cubot ein echter Geheimtipp.

Bild: Techstage

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