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Cubot H3 im Test: 150-Euro-Handy mit 6000-mAh-Akku

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Das herausstechende Detail beim Cubot H3 ist sein ungewöhnlich großer Akku: satte 6000 mAh! Damit sollte das 150-Euro-Smartphone eigentlich drei bis vier Tage durchhalten. Ob das klappt und ob das H3 ansonsten überzeugt, zeigt der Test.

Aufgrund des starken Akkus ist das Cubot H3 ein propperes Kerlchen. Die Abmessungen betragen 145 × 71,8 Millimeter bei einer Dicke von 11,2 Millimetern und einem Gewicht von etwas mehr als 200 Gramm. In der Hand liegt das Gerät mit seiner mattschwarzen Kunststoffrückseite jedoch gut. Um das H3 zieht sich ein Rahmen aus Metall. Unterhalb des Bildschirms sitzen drei nicht beleuchtete Soft-Touch-Tasten, oberhalb die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED. Auf der rechten Seite sind der Power-Button und eine Lautstärkewippe untergebracht; beide mit angenehmem Druckpunkt und stabil in ihren Ausfräsungen sitzend.

Bild: Techstage Ungewöhnlich: Der Mikro-USB-Port zum Aufladen ist auf der Oberseite des Handys, direkt daneben ein Kopfhörerausgang.

Der Micro-USB-Anschluss zum Aufladen und für den Datenaustausch ist ungewöhnlicherweise oben mittig untergebracht, direkt daneben sitzt der Kopfhörerausgang. Unten findet sich hinter dem rechten Gitter der Lautsprecher für die Medienwiedergabe. Auf der Rückseite links im oberen Eck sitzt eine kaum aus dem Gehäuse herausstehende Dual-Kamera nebst Blitz, mittig ein Stück darunter der Fingerabdrucksensor. Unter der abnehmbaren Kunststoffrückseite kommt der leider nicht herausnehmbare Akku zum Vorschein, außerdem gibt es zwei SIM-Karten-Schächte und einen Steckplatz für eine microSD-Karte.

Bild: Techstage Die Kartenschächte sind hinten unter dem abnehmbaren Kunststoffdeckel.

Das Cubot H3 gewinnt mit seinem Äußeren zwar keinen Preis für ein besonders ansprechendes Design – Kritikpunkte an der Verarbeitung konnten wir aber keine finden, und die Haptik ist trotz des hohen Gewichts und der Dicke des Gerätes gut.

Bild: Techstage Hauptkamera und Fingerabdrucksensor mache einen guten Job.

Als Antrieb gibt es beim Cubot H3 einen Quadcoreprozessor des Herstellers Mediatek (MT6737) mit einem Maximaltakt von 1,3 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte, der interne Speicher 32 GByte groß. Zur Erweiterung steht ein microSD-Kartenslot zur Verfügung. Ins mobile Internet geht das Handy auf Wunsch mit zwei SIM-Karten und LTE-Geschwindigkeit inklusive Band 20. WLAN unterstützt das Smartphone nach 802.11 b, g und n im 2,4-GHz-Band, 5-GHz-WLAN fehlt. Obligatorisch gibt es dann noch Bluetooth 4.0 und GPS.

Bild: Techstage

Das 5 Zoll große Display löst 1280 × 720 Pixel auf. Es kommt somit auf eine Pixeldichte von 294 ppi und bietet zwar keine gestochene, aber eine ausreichende Schärfe – vor allem, wenn man den Preis zugrunde legt. Auch die Farbwiedergabe ist gut, ebenso die Blickwinkelstabilität.

Negativ ist uns die nicht funktionierende adaptive Helligkeitsregelung aufgefallen. Es gibt zwar die Option, aber es tut sich gar nichts. Wie üblich bei Smartphones mit Mediatek-SoC gibt es in den Systemeinstellungen unter Display noch die Option MiraVision, die Anpassungen von Farbtemperatur, Kontrast, Sättigung & Co. ermöglicht.

Die Dual-Kamera hat eine 16- und eine 0,3-Megapixel-Linse, eine f/2.2-Blende, Autofokus und einen Blitz. Die Frontcam löst 8 Megapixel auf und hat einen Fixfokus, der in unserem Test keinen guten Eindruck hinterlassen hat; Selfies sind oft unscharf. Passt die Schärfe, ist die Qualität ordentlich, aber immer noch nicht wirklich gut.

Die Hauptkamera hat uns hingegen gut gefallen, in Relation zum günstigen Preis macht diese einen richtig guten Job, wie sich gut an unseren Testfotos sehen lässt. Der Unschärfeeffekt hingegen, für den sich die zweite Kameralinse auf der Rückseite verantwortlich zeigt, ist nicht besonders ansehnlich. Wie oft bei günstigen Smartphones mit Dual-Kamera wirkt dieser arg gekünstelt.

Bild: Techstage Obwohl es recht dick und schwer ist, liegt das Cubot H3 gut in der Hand.

Mit dem Quadcoreprozessor von Mediatek und den 3 GByte Arbeitsspeicher legt das Cubot H3 eine grade noch zufriedenstellende Performance an den Tag. Das System läuft insgesamt etwas träge und es kommt auch schon mal zu längeren Denkpausen. Zum Zocken von grafisch aufwendigeren Games taugt das Telefon nicht. Einen messbaren Wert der Performance können wir in diesem Fall nicht liefern, der AnTuTu-Benchmark hängte sich während des Tests wiederholt auf.

Bild: Techstage Die haptischen Android-Buttons sind nicht beleuchtet.

In Sachen Akkulaufzeit überzeugt das Smartphone: Im Testzeitraum mit reger Nutzung des Handys lief das Cubot H3 im Durchschnitt knapp drei Tage, bis es wieder an die Steckdose musste. Aufgeladen ist es mit dem beiliegenden Schnellade-Netzteil nach circa 2,5 Stunden. Praktisch ist die Tatsache, dass das Telefon mit einem entsprechenden USB-OTG-Adapter auch als Powerbank für andere Geräte dient.

Der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite erfüllt seinen Job zuverlässig und braucht auch nicht übermäßig lange, bis die biometrischen Daten gescannt sind und sich das Display eingeschaltet. Über die Sicherheit der biometrischen Abfrage sagt das freilich nichts aus.

Der Lautsprecher des Cubot H3 klingt ordentlich, die Sprachqualität beim Telefonieren war im Test auf beiden Seiten gut. Verbindungsabbrüche gab es nicht.

Cubot lässt Android 7.0 fast komplett unangetastet und fügt nur in den Systemeinstellungen einige wenige Optionen hinzu. Diese sind allerdings nicht der Rede wert und bieten in unseren Augen keinen großen Mehrwert. Der installierte Google-Sicherheitspatch im Testzeitraum war schon älteren Datums, er stammte vom 05. Oktober 2017.

Generell ist bei No-Name-Smartphones und China-Importen eher nicht davon auszugehen, dass der Hersteller größere Updates, aktuell etwa auf Android 8, nachliefert. Auch die Versorgung mit Sicherheitsupdates ist, wie man ja aktuell schon sieht, nicht unbedingt gegeben.

Wer besonderen Wert auf Akkulaufzeit legt und möglichst wenig Geld ausgeben möchte, der könnte mit dem Cubot H3 das Handy der Wahl gefunden haben. Zwar ist die Performance nur gerade so zufriedenstellend, das Telefon bewältigt aber alle Standard-Tasks problemlos.

Dafür gibt es bei dem schon ab knapp 150 Euro erhältlichen Handy eine Hauptkamera, die uns für ein solch günstiges Gerät gut gefallen hat. Ein großes Manko bleiben aber die fehlenden Sicherheitsupdates.

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