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Crosscall Action-X3: klasse Outdoor-Handy im Test

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Das Action-X3 hat sich in uns im Test als gutes Outdoor-Smartphone präsentiert, das kaum Schwächen gezeigt hat. Das Herausstellungsmerkmal X-Link hingegen ist eine nützliche Sache. Um was es sich dabei handelt und was es sonst alles über das Action-X3 des Herstellers Crosscall zu wissen gibt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Wie beim erst kürzlich von uns getesteten Cyrus CS40 (Testbericht) gibt es beim Action-X3 – eher ungewöhnlich für ein Outdoor-Smartphone – keine mechanischen Tasten unterhalb des Displays. Die On-Screen-Buttons lassen sich jedoch auch mit nassen Fingern und Handschuhen bedienen. Die Abmessungen des nicht übermäßig ausladenden Rugged-Phones betragen 152,5 × 79 × 12,5 Millimeter bei einem Gewicht von 213 Gramm.

Die Seitenteile bestehen aus Metall, der Rest des Gehäuses ist aus robust wirkendem Kunststoff. Links sitzen der Power-Button und der SIM-Karten-Schacht, rechts Lautstärkewippe und ein weiterer Button, den der Nutzer mit einer App seiner Wahl belegen kann. Die Haupt-Kamera hat ihren Platz auf der Rückseite mittig oben, mittig unten ist der Lautsprecher für Medienwiedergabe. In der Mitte der Rückseite befindet sich eine Anschlussmöglichkeit namens X-Link. Was genau es damit auf sich, dazu kommen wir in Kürze.

Auf der Vorderseite finden sich dann noch Frontkamera und Telefonie-Lautsprecher oberhalb und das Mikrofon unterhalb des Bildschirms. Ein USB-Type-C-Anschluss und ein Kopfhörerausgang befinden sich unten respektive oben hinter aufklappbaren Schutzabdeckungen versteckt. Die Verarbeitung des Telefons ist gut und es macht den Eindruck, den man von einem Outdoor-Smartphone erwartet: Es wirkt, als könne es einiges aushalten.

Im Inneren des Action-X3 arbeitet ein Snapdragon-430-Chip von Qualcomm mit 8 Kernen. Deren Maximaltakt beträgt 1,4 GHz, der Arbeitsspeicher des Handys ist 3 GByte groß. An internem Speicher gibt es 32 GByte, außerdem besitzt das Smartphone einen microSDXC-Karten-Slot. Setzt der Besitzer keine zusätzliche Speicherkarte ein, stehen ihm zwei SIM-Kartenslots im Hybrid-Schacht zur Verfügung. Im mobilen Internet funkt das Handy mit bis zu 150 MBit/s im LTE-Netz, im WLAN nach 802.11 b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzbereich.

Im Bereich der Konnektivität gibt es weiterhin GPS, Bluetooth in Version 4.1 und NFC. Der fest verbaute Akku des Action-X3 hat eine Kapazität von 3500 mAh. Eine personalisierbare Multifunktionstaste erlaubt es dem Nutzer eine App der Wahl schnell starten zu können. Was das angeht, muss der Hersteller allerdings eventuell softwareseitig noch etwas nachbessern. Im Test funktionierte dies zwar sowohl bei eingeschaltetem Smartphone als auch aus dem Standby-Betrieb heraus – bei Letzterem allerdings nur, wenn das Gerät kurz zuvor genutzt wurde. Befand es sich schon eine Weile im Standby, zeigte die Multifunktionstaste bei unserem Testgerät keine Funktion.

Eine weitere Besonderheit des Action-X3 ist X-Link. Dabei handelt es sich um ein Magnetsystem zum Verbinden mit kompatiblem Zubehör. Eine entsprechende Magnetfläche befindet sich auf der Rückseite des Smartphones. Darüber kann das Action-X3 unter anderem mit einer Ladestation für Zuhause (die auch Datenaustausch in Verbindung mit einem PC erlaubt) namens X-Dock und einer Autohalterung (X-Car) mit Ladefunktion schnell und einfach verbunden werden. Es handelt sich dabei aber um optionales Zubehör, zum Aufladen befindet sich im Lieferumfang nur ein gewöhnliches Netzteil, das per USB-Type-C-Anschluss verbunden wird. Dem Action-X3 liegt außerdem noch ein nach IPX6-Zertifizierung gegen Wasser geschütztes Headset inklusive Ohrpassstücken in drei Größen bei.

Was das Thema Robustheit angeht, ist das Action-X3 nach IP68-Zertifizierung gut gegen Staub und Wasser geschützt, außerdem verspricht der Hersteller Stoßfestigkeit nach Militärstandard MIL-STD-810G/Stoßfestigkeitsgrad IK02.

Der 5 Zoll große Bildschirm des Outdoor-Handys löst 1280 × 720 Pixel auf. Bei dieser Displaydiagonale genügt dies für eine scharfe Darstellung von Inhalten. Die Blickwinkelstabilität ist gut und das Panel punktet mit satten Farben. Die maximale Helligkeit ist auch für den Einsatz in direktem Sonnenlicht ausreichend. Geschützt wird das Display von Gorilla Glass 4 und lässt sich auch mit nassen Fingern und Handschuhen bedienen. Im Test funktionierte dies gut.

Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Action-X3 löst 12 Megapixel auf. Neben einem Phasenvergleich-Autofokus besitzt sie einen LED-Blitz. Die Auflösung der Frontkamera beträgt 5 Megapixel. Während die Frontcam maximal halbwegs brauchbare Schnappschüsse liefert, hat uns die Qualität der Hauptkamera gut gefallen. Mit ihr geschossene Bilder haben in der Regel eine gute Schärfe und stellen Farben neutral und ansehnlich dar. Für ein Mittelklasse-Outdoor-Handy finden wir die Qualität der Bilder sehr gut.

Im AnTuTu-Benchmark erreicht das Action-X3 etwas mehr als 43.000 Punkte, ein solider Wert für ein Mittelklasse-Smartphone. Im Test zeigte sich das Handy uns allerdings flüssiger, als wir es bei diesem Ergebnis – und im Vergleich zu schon getesteten Geräten mit ähnlichen Ergebnissen – erwarteten. Auch Hänger oder längere Denkpausen traten keine auf.

Unsere bei Outdoor-Handys üblichen Belastungstests (mehrmaliges längeres Untertauchen in Wasser in einer Tiefe von ungefähr einem Meter, Falltests aus einer Höhe von circa 1,50 auf Waldweg, Asphalt und Laminat und Eingraben und wälzen in feuchter Blumenerde in ungefähr dreißig Zentimeter) steckte das Action-X3 problemlos weg und trug keine größeren Schäden davon.

Mit dem 3500-mAh-Akku, dem nicht allzuhoch auflösenden Display und dem Mittelklasse-Prozessor bringt es das Action-X3 auf eine gute Akkulaufzeit. Wir hatten auch bei stärkerer Beanspruchung kein Problem auf zwei Tage zu kommen. Das Aufladen nimmt knapp 2,5 Stunden in Anspruch.

Der Lautsprecher für Medienwiedergabe auf der Rückseite tönt voll aufgedreht sehr laut, klanglich konnte er uns nicht überzeugen. Er klingt recht blechern, besser fährt der Nutzer mit dem zum Lieferumfang gehörenden Headset, das einen ordentlichen Sound produziert. Die Klangqualität beim Telefonieren empfanden wir als gut.

Als Betriebssystem kommt beim Action-X3 Android in Version 7.1.2 zum Einsatz. Der Google-Sicherheitspatch im Testzeitraum war vom 01. August 2017. Zu einem Update auf Android Oreo gibt es bislang keine Informationen. Der Hersteller hat keine optischen und softwareseitigen Änderungen vorgenommen, der Käufer bekommt ein Handy mit fast Stock-Android. Nur Einstellmöglichkeiten für den Multifunktionsbutton wurden in die Systemeinstellungen implementiert und eine App zum Überprüfen aller verbauten Sensoren vorinstalliert.

Vor allem die für ein Mittelklasse-Gerät sehr gute Performance und die gute Kameraqualität gefallen uns am Action-X3. In Sachen Robustheit lässt sich das Handy nicht lumpen und auch bei der Akkulaufzeit erlaubt es sich keine Patzer. Für das Gebotene geht in unseren Augen der Straßenpreis von um die 350 Euro in Ordnung. Wer ein gutes Outdoor-Smartphone sucht, der macht mit dem Action-X3 nichts verkehrt.

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