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Chuwi Surbook Mini 10.8: günstiger Surface-Clone im Test

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Einen Clone des Microsoft Surface für rund 200 Euro stellt der chinesische Hersteller Chuwi bereit. Das Surbook Mini 10.8 bietet Full-HD-Display, 4 GByte Arbeitsspeicher und einen Quadcoreprozessor von Intel. Ob das Gerät an sein Vorbild heran kommt, haben wir uns einmal genau angesehen.

Chuwi hat sich für das Design des Surbook Mini 10.8 das Surface-2-in-1-Tablet von Microsoft zum Leitbild genommen. Wie beim Vorbild, gibt es Keyboard-Cover und Eingabestift separat zu kaufen.

Surface typisch besitzt das Surbook Mini 10.8 einen Kickstand zum Aufstellen des Geräts. Dieser lässt sich stufenlos bis zu einem Winkel von 125 Grad neigen. Der Ständer macht einen soliden Eindruck und hielt im Test seine Position zuverlässig. Auf der Rückseite befindet sich ein MicroSD-Kartenslot. Oben am Tablet sitzen der Power-Button und die Lautstärkewippe. Auf der rechten Seite sind zwei USB-3.0-Buchsen, ein USB-Type-C-Anschluss und ein Klinkenstecker angebracht. Lüftungsgitter zum Ableiten der Wärme befinden sich an den Seiten und oben. Links hinter den Entlüftungsschlitzen hat der Hersteller einen Lautsprecher versteckt.

Bild: Techstage Verarbeitung, Optik und Haptik gefallen uns.

An der Verarbeitung des Surbook Mini 10.8 gibt es nichts zu kritisieren. Das Tablet im Alu-Gewand sieht hochwertig aus und vermittelt auch haptisch den Eindruck eines hochpreisigen Convertible. Mit Abmessungen von 268 × 183 × 8,7 Millimetern ist das Surbook Mini 10.8 kompakt und mit seinem Gewicht von 780 Gramm relativ leicht.

Das Surbook Mini 10.8 hat einen Intel-Celeron-N3450-Prozessor aus der Apollo-Lake-Serie mit integrierter HD-500-Grafikeinheit verbaut. Der Quadcoreprozessor taktet zwischen 1,1 und 2,2 GHz. 4 GByte beträgt der Arbeitsspeicher; der interne Speicher 64 GByte. Nach dem ersten Start stehen allerdings nur etwas mehr als 20 GByte an Speicherplatz zur Verfügung .

Bild: Techstage Das SurBook mini hat zwei USB-3.0-Anschlüsse und einen USB-Typ-C-Port.

Das Gerät empfängt WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband sowie Bluetooth 4.0. Außerdem stehen die schon erwähnten USB-3.0-Anschlüsse bereit und ein USB-Type-C-Port, der auch zum Aufladen des Gerätes dient. Die Kapazität des fest verbauten Akkus beträgt 27 Wh.

Das 10,8 Zoll große IPS-Display im 3:2-Seitenverhältnis löst 1920 × 1280 Pixel auf. Der Hersteller gibt eine Helligkeit von 450 Nits an. Dies konnten wir mit den uns zur Verfügung stehenden Methoden zwar nicht nachprüfen, aber das laminierte Panel leuchtet im Vergleich zu anderen Tablets hell. Das Display zeigt relativ geringe Spiegelung, sodass es sich auch gut im Außeneinsatz nutzen lässt. Die Farbwiedergabe des Bildschirms gefällt uns gut und für IPS-Panels typische Lichthöfe zeigten sich bei unserem Testgerät nicht.

Bild: Techstage Das Full HD auflösende Display stellt Farben ansprechend dar und leuchtet hell.

Beim Umgang mit der Sensibilität des Displays auf Fingereingaben benötigten wir etwas Einarbeitungszeit. Das Surbook Mini 10.8 reagiert nämlich nicht so empfindlich, wie bei den meisten Smartphones und Tablets üblich: Statt nur kurz anzutippen, erwartet das Gerät etwas Druck.

Das Surbook Mini 10.8 besitzt eine Kamera an der Vorder- und Rückseite. Beide bieten eine Auflösung von lediglich 2 Megapixel. Entsprechend sollte niemand zu hohe Erwartungen an die Bildqualität stellen. In unseren Augen hätte Chuwi gut daran getan, die Kamera auf der Rückseite einzusparen und dafür eine besser auflösende Kamera für Videotelefonie zu verbauen, auch wenn die Frontcam für Skype und Co. zumindest zu gebrauchen ist.

Bild: Techstage Mit guter Kameraqualität kann das Tablet nicht punkten.

Chuwi hat sowohl beim Surbook als auch beim Lapbook Air den Intel-Celeron-N3450-Prozessor verbaut. Allerdings kann der Laptop auf einen Arbeitsspeicher von 8 GByte zugreifen; das Surbook Mini 10.8 auf lediglich 4 GByte. Und genau das stellt bei dem 2-in-1-Tablet bezüglich Performance einen Flaschenhals dar: Während das Lapbook Air verhältnismäßig flüssig seinen Dienst verrichtet, reagiert das System beim Surbook Mini 10.8 merklich langsamer. Bei einer aktiven App, dem Microsoft-Edge-Browser, offenbart der Taskmanager bereits eine Auslastung des Systems von 76 Prozent.

Bild: Techstage Der Kickstand ist stufenlos verstellbar.

Prinzipiell läuft das System bei den üblichen Aufgaben wie Surfen, Videos schauen (auch in hohen Auflösungen bis hin zu 4K) und Social Networking zufriedenstellend. Das langsame Öffnen von Apps und Wechseln zwischen Applikationen fällt jedoch auf. Zum Zocken ist das Surbook gänzlich ungeeignet.

Bild: Techstage Sound tönt beim SurBook mini nur von links, auf der rechten Seite sitzt kein Speaker.

Mit einer Akkuladung kamen wir im Test auf eine Laufzeit von durchschnittlich sechs Stunden. Dies entspricht dem, was der Hersteller verspricht. Das Aufladen des Gerätes nimmt etwa drei Stunden in Anspruch. Der Lautsprecher des Surbook Mini 10.8 klingt recht ordentlich, allerdings nicht besonders laut. Wie bereits erwähnt, besitzt das Gerät lediglich einen Speaker. Dementsprechend ist es für das Abspielen von Videos und Musik ohne angeschlossenen Kopfhörer nur mäßig geeignet.

Auf dem Surbook Mini 10.8 ist ein aktiviertes Windows 10 Home installiert. Beim ersten Start gilt es, das Tablet zunächst in englischer Sprache in Betrieb zu nehmen. Sobald es eingerichtet ist, lässt sich das System in den Systemeinstellungen über das Windows Update problemlos auf Deutsch umstellen. Im Vergleich zu anderen günstigen China-Tablets und -Laptops ist die installierte Windows-Software recht aktuell: Wir mussten lediglich das letzte größere Update installieren.

Viel günstiger als das Surbook Mini 10.8 gibt es wohl aktuell keinen brauchbaren Surface-Clone. China-Shops wie GearBest bieten es für rund 200 Euro an, bei Amazon kostet es etwa 340 Euro. Das Gerät hat ein gutes Display, die Akkulaufzeit ist in Ordnung und Optik sowie Haptik gefielen uns. Die Leistung ist schwach, jedoch zufriedenstellend. Wer beim Surfen und Networken Geduld aufbringt, dürfte mit der Leistung des Tablets gut zurechtkommen.

Das Tastatur-Cover stand uns zum Test leider nicht zur Verfügung. Unseren Nachforschungen zufolge (Testbericht von Chinahandys.net und China-Gadgets.de) soll dies jedoch einen guten Job machen. Mit einem Aufpreis von 50 Euro macht es aus dem Surbook Mini 10.8 eine kompakte und günstige Laptop-Alternative. Wer hingegen einen vollwertigen und möglichst günstigen Laptop sucht – und dabei noch Wert auf eine beleuchtete Tastatur legt – sollte Anfang nächster Woche bei uns vorbeischauen. Dann erscheint nämlich unser Test des Lapbook Air von Chuwi. Und dieser MacBook-Air-Clone hat uns positiv überrascht.

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