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Chuwi Surbook 12.3 im Test: performant und gut verarbeitet

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Nach dem Test des 2-in-1-Computers Surbook Mini (Testbericht) des Herstellers Chuwi haben wir uns auch noch die größere Ausführung mit 12,3-Zoll-Display angeschaut. Neben dem hochauflösenden Bildschirm (2736 × 1824 Pixel) gibt es 6 GByte RAM, 128 GByte Speicher und einen Intel-Quadcore-Prozessor. Ob das Tablet mit optionaler Tastatur einen guten Job macht, erfahrt Ihr in unserem Test.

Wie beim Surbook Mini ist das Vorbild des Surbook von Chuwi das Surface-Tablet von Microsoft. Gemeinsam haben die Geräte eine magnetisch haftende Tastatur und einen druckempfindlichen Stylus – beides allerdings optional und mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das Surbook 12.3 gleicht dem Original fast wie ein Ei dem anderen: Die Seiten des Tablets im Aluminum-Gehäuses sind leicht nach hinten abgeschrägt und auf der Rückseite gibt es einen ausklappbaren Ständer. Dieser ist stufenlos verstellbar und bis zu 125 Grad neigbar. Im Test zeigt er sich als stabil und zuverlässig.

Bild: Techstage Der ausklappbare Ständer auf der Rückseite hält das Gerät stabil in der jeweiligen Position.

Oben rechts sitzen Power-Button und Lautstärkewippe, rechts ein Kopfhörerausgang, ein USB-Type-C-Anschluss zum Aufladen und zum Datenaustausch und zwei USB-3.0-Anschlüsse. Kameras gibt es hinten und vorne, jeweils am oberen Rand platziert. Die Abmessungen des mit einem Gewicht von knapp einem Kilogramm nicht besonders leichten Tablets betragen 297,8 × 203,3 × 9,4 Millimeter.

Bild: Techstage Optik und Haptik gefallen uns, die Verarbeitungsqualität ist gut.

Wie schon beim kleineren Bruder ist die Verarbeitungsqualität auch beim Surbook 12.3 gut, das Gerät hinterlässt einen wertigen und soliden Eindruck. Die vom Hersteller angebrachte Displayschutzfolie war bei unserem Testgerät nicht sauber aufgetragen, es zeigten sich an einigen Stellen kleine Luftblasen.

Wie im Surbook Mini (Testbericht) kommt ein Intel-Celeron-N3450-Prozessor aus der Apollo-Lake-Serie mit integrierter HD-500-Grafikeinheit zum Einsatz. Der Quad-Core-Prozessor taktet maximal mit 2,2 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 6 GByte, der interne Speicher 64 oder 128 GByte groß, je nach Ausstattungsvariante. Eine Erweiterungsmöglichkeit per MicroSD-Kartenslot ist außerdem vorhanden.

Bild: Techstage Der microSD-Kartenslot sitzt auf der Rückseite unter dem Kickstand.

WLAN unterstützt das Gerät nach 802.11 abgn und ac, im Bereich der Konnektivität gibt es weiterhin noch die beiden schon erwähnten USB-3.0-Anschlüsse, den USB-Type-C-Port (der auch zum Aufladen dient) und Bluetooth in Version 4.0. Die Akkukapazität der fest verbauten Batterie beträgt 37 Wh.

Bild: Techstage Neben einem USB-Typ-C-Anschluss gibt es zwei USB-3.0-Ports.

Für unseren Test standen uns zwei interessante optionale Komponenten leider nicht zur Verfügung: ein druckempfindlicher Stylus und ein Tastaturcover mit beleuchteten Tasten. Sofern diese beiden Gerätschaften was taugen, erweitern sie den Funktionsumfang entsprechend nützlich – sind allerdings auch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Das Display im 3:2-Seitenverhältnis hat eine Diagonale von 12,3 Zoll und löst 2736 × 1824 Pixel auf. Das IPS-Panel hat im Test einen guten Eindruck hinterlassen: Die Farbdarstellung ist gut, wie auch die Blickwinkelstabilität und die maximale Helligkeit ist ordentlich. Da das Display nicht übermäßig spiegelt, eigentlich sich das Gerät so auch durchaus für den Außeneinsatz in hellem Sonnenlicht. Im Vergleich zum Surbook Mini reagiert das Display auch auf leichtes Antippen bei Eingaben, der Nutzer muss keinen – für Touchscreens ungewohnt hohen – Druck ausüben wie beim kleineren Modell des 2-in-1-Devices.

Bild: Techstage Das Display reagiert gut auf Eingaben.

Statt zwei 2-Megapixel-Kameras wie beim Surbook Mini, gibt es beim größeren Surbook hinten eine 5- und vorne eine 2-Megapixel-Linse. Bezüglich der Bildqualität konnten wir jedoch keine großen Unterschiede feststellen. Wie oft bei Tablets ist diese kein Vergleich zu aktuellen Smartphones, selbst nicht zu welchen aus der Mittelklasse. Wir hätten uns bei dem Gerät wieder einmal lieber eine vernünftige Frontcam und das Einsparen der Hauptkamera auf der Rückseite gewünscht.

Im Benchmark PCMark 10 kommt das Surbook auf eine Punktzahl von 1086 Punkten und wird bezüglich seiner Leistung damit deutlich unterhalb eines Office-PCs aus dem Jahr 2016 eingeordnet. Das mag zwar stimmen, aber die prinzipielle Performance beim Surfen, Video schauen, Social-Networking und den üblichen Aufgaben ist absolut zufriedenstellend. Sie ist sogar besser als die des kürzlich von uns getesteten Surbook Mini, obwohl dort zwar derselbe Prozessor, jedoch ein niedriger auflösendes Display zum Einsatz kommt. Somit könnte man erwarten einen deutlicheren Unterschied bei der Systemperformance der beiden Devices war zunehmen. Allerdings hat das größere Surbook auch 2 GByte Arbeitsspeicher mehr.

Bild: Techstage Im Vergleich zum Surbook Mini hat das Surbook links und rechts Lautsprecher sitzen.

Mit dem 37-Wh-Akku kamen wir im Test bis auf zu acht Stunden Laufzeit, das Aufladen nimmt um die drei Stunden in Anspruch. Statt nur einen Lautsprecher links wie beim Surbook Mini gibt es beim Surbook Stereolautsprecher auf beiden Seiten des Tablets. Und die klingen sogar recht ordentlich, dürften allerdings etwas mehr Reserven in Sachen Lautstärke bieten.

Das vorinstallierte und aktivierte Windows 10 Home beim Surbook ist auf einem recht aktuellen Stand. Wir mussten keinen größeren Update-Marathon - wie beispielsweise beim Lapbook Air von Chuwi (Testbericht) – durchführen, nach einer größeren Aktualisierung war Windows auf dem neuesten Stand. Beim ersten Start steht Deutsch als Systemsprache zwar nicht zur Verfügung, lässt sich jedoch über das Windows Update später problemlos nachgerüsten.

Bei Amazon bekommt man das Surbook aktuell für knapp 480 Euro, die Tastatur zum Gerät schlägt mit knapp 50 Euro zu Buche. Für um die 530 Euro bekommt man also ein Billig-Surface, das uns alles in allem durchaus gut gefallen hat. Wer noch ein paar Euro einsparen will, der bezahlt beim China-Shop Gearbest für beides zusammen knapp 495 Euro.

In Sachen Hardware kann sich das Surbook natürlich nicht mit dem Original messen, allerdings ist das in der kleinsten Ausstattungs-Variante mit Tastaturcover auch knapp doppelt so teuer. Die Performance des Surbook ist jedoch für Office, Surfen, Medien, Social-Networking und Co. völlig ausreichend – zum Zocken, für Bildbearbeitung oder Videoschnitt genügt sie aber nicht.

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