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China-Tablet Teclast T10 im Test: günstig und gut

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Das Android-Tablet Teclast Master T10 kann sich in Sachen Ausstattung sehen lassen. Zu der gehört beispielsweise ein mit 2560 x 1600 Pixel sehr hoch auflösendes Display, ein potenter Prozessor, ein großer Akku, Stereolautsprecher und ein Fingerabdrucksensor. Bei Preisen um die 200 Euro klingt das nach einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ob sich das auch in der Praxis bestätigt hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

Das Teclast T10 ist ein schickes Tablet mit weißen, nicht zu ausladenden Rändern um das Display. Die Abmessungen des Unibody-Metallgehäuses betragen 239 × 167 × 7,5 Millimeter, das Gewicht knapp 550 Gramm. Links und rechts am Rand sitzt jeweils ein Lautsprecher. Am oberen Rand finden sich ein microUSB-Anschluss zum Aufladen und zum Datenaustausch, ein microHDMI-Ausgang, die Lautstärkewippe und der Powerbutton. Einen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang und einen microSD-Kartenslot platziert der Hersteller auf der linken Seite des Tablets weit oben. Auf der Rückseite findet sich neben einem Fingerabdrucksensor noch eine Kamera am oberen Rand, die Frontcam sitzt auf der Vorderseite oberhalb des Bildschirms.

Das Teclast T10 ist im Großen und Ganzen gut verarbeitet und lässt sich nirgends am Gehäuse eindrücken, wie es bei manchen günstigen Tablets der Fall ist. Negativ fiel allerdings auf, dass beim Übergang zwischen Metallgehäuse und der Glasoberfläche des Displays bei unserem Testgerät anscheinend nicht sorgfältig genug gearbeitet wurde. An einigen Stellen ließ sich ein scharfkantiger Grat erfühlen.

Als Antrieb kommt beim Teclast T10 ein Hexa-Core-Prozessor von Mediatek zum Einsatz. Zwei Kerne des MTK8176 haben einen Maximaltakt von 2,1 GHz, die anderen vier von 1,4 GHz. Die GPU ist eine IMG GX6250. An Arbeitsspeicher verbaut Teclast 4 GByte, an internem Speicher 64 GByte. Zur Speichererweiterung gibt es einen microSD-Kartenslot. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 8100 mAh. Ins Internet kommt das Gerät nach WLAN 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Band. Neben einem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite gehören noch Stereolautsprecher, ein Kopfhörereingang, GPS und ein microHDMI-Ausgang zur Ausstattung des Tablets.

Das 10,1 Zoll große Display stammt von Sharp und löst 2560 × 1600 Pixel auf. Im Test konnte uns der Bildschirm in fast allen Bereichen überzeugen: Mit seiner hohen Auflösung hat er eine sehr gute Schärfe, er leuchtet sehr hell, Farben werden satt, aber auch nicht zu überzogen dargestellt und das Panel reagiert sehr gut auf Eingaben. Einzig das nicht vorhandene haptische Feedback stellt einen Wehmutstropfen dar. An Einstellungsmöglichkeiten des Bildschirms gibt es einen Schwarz-Weiß-Modus (Reading Mode) und die Funktion Eye Comfort. Dabei wird anscheinend der Blauanteil zugunsten der Schonung der Augen reduziert.

Bild: Techstage Das Display des Teclast T10 hat uns im Test sehr gut gefallen.

Der Hersteller legt den Fokus bei den Kameras auf die Frontknipse. Diese löst 13 Megapixel auf, die Kamera auf der Rückseite nur 8 Megapixel. Beide Knipsen haben eine f/2.0-Blende, bei der rückseitigen Kamera gibt es einen Autofokus, bei der Frontcam gibt es nur die Möglichkeit den Fokus manuell einzustellen. Fokus und Auslöser reagieren zufriedenstellend schnell. Wie oft bei Tablets ist die Qualität der Kameras nur so la la. Die Entscheidung des Herstellers die bessere Knipse auf die Vorderseite zu verlegen finden wir gut. Diese macht sichtlich bessere Bilder und sorgt bei Videotelefonie für ein recht ordentliches Bild beim Gegenüber. Mit der Kamera auf der Rückseite hingegen fiel es uns schwer einigermaßen scharfgestellte Bilder hinzubekommen.

Beim Teclast T10 erwartet den Nutzer ein sehr flüssig laufendes System, das uns bezüglich seiner Performance voll überzeugen konnte. Während der ganzen Testphase gab es keinerlei Hänger, keine Denkpausen und auch grafisch aufwendigere Spiele stellen das Tablet nicht vor Probleme. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Teclast T10 auf ordentliche 80.510 Punkte. Der 8100-mAh-Akku sorgt für eine lange Laufzeit, trotz hellem hochauflösendem Display und potentem Prozessor. Bei starker Nutzung kamen wir auf mindestens zwei Tage, positiv fiel außerdem der sehr geringe Verbrauch im Standby-Betrieb auf.

Den Fingerabdrucksensor hätte sich der Hersteller in unseren Augen sparen können. Damit dieser Abdrücke korrekt erkennt, muss der entsprechende Finger möglichst die ganze Fläche des Scanners abdecken, was prinzipiell nicht das Problem ist. Das Problem ist, dass man diesen erst mal ertasten muss, wenn man das Tablet ganz normal in der Hand hält. Auch mit viel Übung war das Entsperren des Gerätes per Fingerabdruck nicht komfortabel zu handhaben.

Die Stereolautsprecher haben uns mit ihrem Sound überrascht. Sie klingen richtig gut mit klaren und detaillierten Höhen und ausgewogenen Mitten, bieten außerdem eine verhältnismäßig hohe Lautstärke, ohne dabei zu übersteuern. Im Bassbereich darf man bei Tablet-Lautsprechern wie üblich jedoch nicht zu viel erwarten.

Auf dem Teclast T10 läuft Android in Version 7.0 mit dem Google-Sicherheitspatch vom 05. April 2017. Wirklich aktuell ist das Tablet also nicht unterwegs. Spyware haben wir mit unseren Testmöglichkeiten keine gefunden. Abgesehen vom vorinstallierten Launcher handelt es sich im Prinzip um Stock-Android, also ohne optische Änderungen am Betriebssystem. Auch in den Systemeinstellungen finden sich keine vom Hersteller implementierten Softwarefeatures. Nützlich zeigten sich im Test die erweiterten On-Screen-Buttons. Neben Home, Zurück und zuletzt genutzte Anwendungen gibt es noch Buttons für die Lautstärkeregelung und zum Erstellen von Screenshots.

Legt man den Preis von aktuell knapp 194 Euro bei Amazon zugrunde, bietet das Teclast T10 ein Top-Preis-Leistungs-Verhältnis – trotz veralteter Android-Version. Abgesehen von diesem Kritikpunkt gibt es auch nicht viel am Gerät zu mäkeln, im Gegenteil. Das T10 hat ein klasse Display, eine gute Performance, ordentlich klingende Lautsprecher und eine top Laufzeit. Wen also das nicht mehr ganz taufrische Betriebssystem nicht größer tangiert, der bekommt gute Hardware fürs kleine Geld.

Der Amazon-Link im Fazit enthält eine Partner-ID. TechStage bekommt u. U. eine Provision.

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