TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

China-Handy Cubot P20 Test: günstig und gut ausgestattet

3
von  //  Twitter Google+

Das Cubot P20 hat zum Preis von knapp 170 Euro einiges zu bieten. Wer auf der Suche nach einem brauchbaren und günstigen Smartphone ist, der sollte einen Blick in unseren Test des China-Handys werfen.

Das Cubot P20 steckt in einem Gehäuse mit umlaufendem Metallrahmen und Rückseite aus Kunststoff. Während die Verarbeitungsqualität des Gerätes gut ist, präsentiert sich die hochglänzende Plastikrückseite nicht besonders wertig. Davon abgesehen sieht sie durch Fingerabdrücke schnell unansehnlich aus. In der Hand liegt das Smartphone allerdings gut und zeigt sich rutschfest. Die Abmessungen des 175 g schweren Handys betragen 156,2 × 75,2 × 8,5 mm.

Bild: Techstage Die hochglänzende Kunststoff-Rückseite ist anfällig für Fingerabdrücke.

Power-Button und Lautstärke-Wippe finden sich rechts, links ist der Kartenslot untergebracht. Am unteren Rand gibt es einen Micro-USB-Anschluss, rechts davon sitzt ein Lautsprecher. Oben gibt es eine Kopfhörerbuchse. Ein Fingerabdrucksensor sitzt auf der Rückseite mittig im oberen Bereich. Er ist gut erreichbar platziert. Im linken oberen Eck ist eine leicht aus dem Gehäuse stehende Dual-Kamera untergebracht.

Für die nötige Power sorgt beim Cubot P20 ein Octacore-Prozessor von Mediatek. Der MT6750T hat vier maximal 1,5 GHz und vier maximal 1,0 GHz taktende Cortex-A53-Kerne. Für die Grafikleistung ist eine Mali-T860-MP2-GPU verantwortlich. Der Arbeitsspeicher des Smartphones ist 4 GByte groß, an internem Speicher gibt es 64 GByte inklusive der Möglichkeit diesen per Micro-SD-Karte zu erweitern. Wie bei vielen aktuellen Smartphones geht dies über einen Hybrid-Slot, in den wahlweise eine Speicherkarte oder eine weitere Nano-SIM-Karte passt.

Bild: Techstage Der Fingerabdrucksensor arbeitet präzise, ist allerdings nicht der schnellste.

Im mobilen Internet funkt das Handy im LTE mit allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern mit maximal 300 Mbit/s im Downstream. Die Verbindung zu einem Router erfolgt per WLAN nach 802.11 b, g und n. Der fest verbaute Akku des Cubot P20 hat eine Kapazität von 4000 mAh. Er lädt per im Lieferumfang enthaltenen Ladegerät mit 5 V und 2 A, also mit maximal 10 W. Neben GPS gehört noch Bluetooth in Version 4.0 zu den technischen Spezifikationen. Das Handy unterstützt kein NFC und auch bei den Sensoren nimmt Cubot Einsparungen vor: Kompass und Gyroskop besitzt das Smartphone nicht.

Das 6,18 Zoll (15,7 cm) große Display mit Notch am oberen Rand löst 2246 × 1080 Pixel auf. Das Panel kommt im Seitenverhältnis 19:9 und hat eine Pixeldichte von 403 ppi. Der Bildschirm ist ein richtiger Hingucker. Vor allem mit Farbwiedergabe, Kontrast und Helligkeit kann er punkten, aber auch die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Dank der In-Cell-Technologie des Bildschirms soll eine bessere Ablesbarkeit in Sonnenlicht als bei anderen Displays gegeben sein. Dies können wir nach unserem Test bestätigen: Das Panel spiegelt verhältnismäßig gering und ob seiner hohen Helligkeit war auch die Outdoor-Nutzung überhaupt kein Problem. Der Touchscreen reagiert präzise auf Eingaben.

Bild: Techstage
Das Cubot P20 hat ein gutes Display.

Auf der Rückseite des P20 platziert der Hersteller eine Dual-Kamera mit f/2.0-Blende, Kontrast-Autofokus und Dual-LED-Blitz. Das Setup besteht aus einer 20-Megapixel-Linse und einer 2-Megapixel-Linse für Tiefenschärfe-Informationen. Die maximale Auflösung bei Videos beträgt 1080p. Vorne gibt es eine 13-Megapixel-Knipse mit Fix-Fokus. Bei guten Lichtverhältnissen schießt die Hauptkamera Bilder mit realistisch dargestellten Farben, gutem Kontrast und ausreichender Schärfe. Ab und an wirken Aufnahmen aber auch etwas überbelichtet. Auch die Frontcam macht bei guten Lichtverhältnissen einen guten Job, unter Low-Light-Bedingungen schwächeln allerdings beide Kameras recht schnell. Für ein recht günstiges Smartphone gefällt uns die Bildqualität des Cubot P20 prinzipiell gut. Einzig der mit der Dual-Kamera realisierte Unschärfe-Effekt wirkt sehr künstlich, wie es oft bei günstigen Smartphones der Fall ist.

Das Cubot P20 bietet eine solide und flüssige Systemleistung. Im Antutu-Benchmark kommt das Smartphone auf für ein solch günstiges Handy ordentliche 55.162 Punkte. Nicht nur die Navigation durch das User Interface geht schnell und flott vonstatten, auch das Öffnen und Wechseln von Apps geschieht ohne Denkpausen und Hakler. Mit dem P20 ist auch das ein oder andere grafisch aufwendigere Spiel drin ohne die Qualität innerhalb des Games übermäßig weit runterschrauben zu müssen.

Bild: Techstage Das Cubot P20 hat noch eine Kopfhörerbuchse.

Der Fingerabdrucksensor des Cubot P20 arbeitet präzise, allerdings ist er nicht der schnellste. Bis zum Entsperren des Smartphones vergehen circa zwei Sekunden. Die Akkulaufzeit des Smartphones ist mehr als zufriedenstellend. Über den Tag kommt der Nutzer in der Regel auch bei starker Nutzung des Gerätes, bei nur gemäßigter Nutzung sind auch mehr als zwei Tage drin. Der Lautsprecher des Handys klingt dünn und blechern. Zum Schauen von Video und zum Musikhören bietet es sich an, zu einem Kopfhörer zu greifen.

Der Hersteller des Cubot P20 verkneift es sich, das installierte Android-Betriebssystem in Version 8.0 Oreo Anpassungen und Änderungen zu unterziehen. Den Käufer erwartet ein puristisches Stock-Android ohne vorinstallierte Bloatware. Der Google-Sicherheitspatch war zum Testzeitraum vom 5. August 2018.

Cubot P20

Schwarz

Cubot P20

Blau

Cubot P20

Gradient

Bild: Techstage

Das Cubot P20 weiß in vielen Bereichen zu gefallen. Positiv fielen uns in Relation zum Preis, Display, Performance, recht aktuelles Betriebssystem und Kameras auf. Zwar wirkt das Handy nicht besonders wertig, die Verarbeitung ist aber gut. An negativen Punkten gibt es den schlecht klingenden Lautsprecher, fehlendes NFC und den nicht vorhandenen Kompass.

Im Bereich der Einsteiger-Smartphones um die 170 Euro (in China-Shops sogar günstiger) gibt es kaum Konkurrenz mit ähnlicher Performance und Display mit Full-HD-Auflösung. Viele Handys in dieser Preislage haben nur HD-Bildschirme. Wem dies genügt, der findet interessante Alternativen in Form des Neffos X9 (Testbericht), des Gigaset GS185 (Testbericht) oder des Motorola Moto G6 Play (Testbericht).

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige