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Bose Soundlink Micro im Test: Voller Sound in Größe XS

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Er ist nicht viel größer als zwei Zigarettenschachteln, hat es klanglich aber faustdick unter dem Kunststoff-Deckel: Der ultrakompakte Bose Soundlink Micro verblüfft im Test.

Vor einigen Jahren setzte Bose mit dem inzwischen in zweiter Generation erschienenen Soundlink Mini Maßstäbe für ein ganzes Marktsegment von mobilen Bluetooth-Boxen. Bei der Größe unterbot man damals sogar den kleinen Bose Sounlink Color 2 (Testbericht).

Der volle Sound des Sounlink Micro aus kleinem Gehäuse verblüffte seinerzeit selbst Experten. Heute hat man sich dank massivem DSP-Einsatz längst daran gewöhnt, dass man auch Lautsprechern im Bierdosenformat selbst mit einem gewissen Anspruch ohne Ohrenschützer lauschen kann. Grund genug für Bose, mit dem winzigen Soundlink Micro mal wieder für Staunen zu sorgen.

Wer statt auf eine möglichst geringe Größe eher Wert auf Outdoor-Tauglichkeit legt, sollte sich unseren Ratgeber Elf Outdoor-Lautsprecher mit Bluetooth im Vergleich durchlesen. Dass gute Bluetooth-Boxen nicht unbedingt teuer sein müssen, zeigt unser Beitrag Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro.

Es gab vor dem Bose Soundlink Micro schon einige Lautsprecher in dem relativ jungen Segment, die aber nur halb so viel wie der Bose kosten und entsprechend einfacher gestaltet sind. Doch billig war Bose nie, dafür aber häufig praxisgerecht und von der Performance angemessen. Der 290 Gramm schwere Bluetooth-Lautspecher mit dem Maßen von 9,8 × 9,8 × 3,5 Zentimetern (HxBxT) verfügt über einen Gummi-Strap auf der Rückseite, mit dem er sich am Gürtel oder einer Lenkstange eines Fahrrads oder E-Scooters (Bestenliste) befestigen lässt. Gleichzeitig fungiert der Riemen als Gummipuffer zur Entkopplung des Lautsprechers von der Unterlage und sorgt dafür, dass er bei hohem Pegel nicht gleich herumrutscht.

Der Bose Soundlink Micro hat pfiffige Details. Mit seinem Gummiriemen lässt er sich am Fahrradlenker oder Rucksack befestigen.

Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff und ist wasserdicht nach IPX7. Der Soundlink Micro hingegen hält Wasser nicht nur von außen ab. Bose will sich nicht auf das wasserdichte Gehäuse als einzige Nässeschutz verlassen. Deshalb setzen die Amerikaner auf Materialien wie Silikon, um das Innenleben zusätzlich abzudichten.

Damit der kompakte Mobil-Lautsprecher auch für den bei Bose üblichen guten Klang sorgt, haben ihm seine Entwickler nicht nur einen für die Marke typischen Breitband-Lautsprecher für den gesamten Frequenzbereich unter den Lochgrill gepackt. Ein daneben untergebrachter rechteckiger Passiv-Radiator sorgt zusätzlich für einen Bass-Boost.

Der mittlere Button ruf auch die Sprachassistenten Google Assistant oder Apple Siri auf.

Der Bose Soundlink Micro lieferte trotz seiner sehr kompakten Abmessungen einen satten und natürlichen Klang. Auch was der Micro-Speaker an Dynamik und Klarheit bietet, überrascht uns positiv. Der Bluetooth-Micro-Lautsprecher kann sich klanglich mit mancher Box messen, die in der nächst höheren Größenklasse spielt.

Üblicherweise haben es kleine Lautsprecher bezüglich ihrer maximalen Lautstärke besonders schwer, denn in ihren winzigen Gehäusen lassen sich weniger Treiber unterbringen, die dann auch noch kleiner ausfallen. Doch Boses Breitbänder macht mit ihrem passiven Bass-Radiator einen richtig guten Job, was Stimmvolumen und Dynamik betrifft.

An der Seite sitzen die Tasten für Bluetooth-Pairing und zum Ein- und Ausschalten. Außerdem findet sich dort eine Batterieanzeige.

Gerade die Mitten stehen beim Bose nicht auffallend hinter zahlreichen größeren mobilen Bluetooth-Lautsprechern zurück. Hier verfärben andere kleine Bluetooth-Boxen zum Teil deutlich stärker. Der Bass taugte sogar zu einer gewissen Freude an Drums, wobei der Speaker bei genauer Betrachtung nicht wirklich tief in den Keller kommt, was er allerdings mit seiner gelungenen, Abstimmung sehr geschickt überspielt.

Der Klang löst sich auch sehr gut vom Gehäuse und lässt den Bose damit um einiges größer klingen. Dennoch darf man keine Wunder erwarten. Selbst wenn man zwei Soundlink Micro über die Bose Connect App koppelt, wird man damit keine Hip-Hop-Party feiern können. Aber um seinen Sound auf Reisen mitzunehmen, ist Boses Kleinster perfekt geeignet.

Es gibt den Bose Soundlink Micro auch in Dunkelblau.

Auf der Schallwandseite des Bose Soundlink Micro gibt es drei Tasten für Lautstärke und Play/Pause. Mit dem Play-Pause-Button in der Mitte lassen sich die Sprach-Assistenten Siri oder Google Assistant aufwecken. Das zu diesem Zweck integrierte Mikrofon ermöglicht obendrein die Annahme von Anrufen über den Lautsprecher.

Der Bose Soundlink Micro spricht mit dem Nutzer und gibt so Feedback zur Bedienung. Das Gerät sagt an, wenn es sich mit einem bestimmten Smartphone verbunden hat oder der Akku fast leer ist. Die fest integrierte Lithium-Ionen-Batterie soll laut Hersteller sechs Stunden durchhalten. Nach unserer Erfahrung ist das nicht übertrieben. Eine seitliche angebrachte Akkuanzeige informiert über den Ladestand. Daneben befindet sich der Ein-/Ausschalter. Der kleine Bluetooth-Speaker bietet damit alles, was man braucht.

Und es gibt den kleinen Bluetooth-Lautsprecher in Schwarz.

Der Bose Soundlink Micro verfügt über einen Stereo- und einen Party-Modus. Damit lassen sich zwei Bose Soundlink Micro koppeln. Das geht nur mit der kostenlos angebotenen Bose Connect App für Android oder iOS.

Verzichten müssen Bose-Besitzer allerdings auf einen analogen AUX-Eingang. Der einzige mechanische Anschluss ist ein Micro-USB-Port, um das Soundlink Micro über das mitgelieferte Kabel aufzuladen. Dazu muss man sich allerdings ein im Unterhaltungs-Elektronik-Handel separat erhältliches USB-Netzteil zulegen. Schade, dass Bose hier nicht auf dem neuen Standard USB-C setzt.

Den Bose Soundlink Micro gibt es in den Farben Schwarz, Orange oder Dunkelblau schon ab 80 Euro. Wie die Preisverlaufskurve zeigt, wurde er während des Black Fridays 2020 auch schon für 65 Euro verkauft. Wer ein Schnäppchen machen, der sollte etwas warten.

Der Bose Soundlink Micro ist verglichen mit seinen winzigen Abmessungen kein günstiges Angebot. Insofern ergibt seine Anschaffung nur Sinn, wenn Kompaktheit und höchste Mobilität bei der Auswahl im Vordergrund stehen – etwa, wenn man den Bluetooth-Speaker am Fahrradlenker oder am Rucksack befestigen möchte. Zwar kann er es klanglich mit einigen größeren Bluetooth-Lautsprechern aufnehmen, doch so ausgewogen, satt und differenziert wie ein preislich vergleichbarer JBL Flip 5 oder Flip 4 (Testbericht) klingt der Soundlink Micro dann doch nicht, weil ihm hier die Physik Grenzen setzt.

Teufel Motiv Go (Testbericht) ergänzt sehr gut die bestehende Rockster-Serie mit dem Rockster Go als Alternative für Outdoor-Aktive. Klanglich wirkt der kompakte Bluetooth-Speaker für Stubenhocker sehr gelungen. Die Anfassqualität, die sehr stark vom Aluminium-Rahmen des Gehäuses geprägt wird, stimmt ebenfalls. Das serienmäßige Netzteil ist zudem ein nützliches Extra, das man bei vielen Mitbewerbern vergeblich sucht. Dafür gilt es, gewisse Einschränkungen in der Mobilität in Kauf zu nehmen. Der Teufel Motiv Go zielt eher auf heimische Anwendung und lässt sich auch mal in der Reisetasche mitnehmen.

Für weitere gute Bluetooth-Lautsprecher, die sogar deutlich günstiger sind als der Teufel Motiv Go, empfehlen wir unseren Ratgeber Die besten Bluetooth-Speaker bis 100 Euro. Immer noch zu teuer? Dann hilft unsere Kaufberatung Günstig & gut: Vergleich von fünf Bluetooth-Speakern unter 50 Euro.

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