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Bosch Heizkörperthermostat Smart Home Starter-Set im Test

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Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set kommt mit zwei Heizkörperthermostaten, einem Tür-/ Fensterkontakt und einer Bridge. Wir testen, ob sich das Set lohnt.

Wer die Wärme in seinen eigenen vier Wänden überwiegend über die Thermostate am Heizkörper reguliert, kann dies mit smarten Heizkörperthermostaten via App und Sprachdiensten deutlich komfortabler tun. Im besten Fall spart man so sogar Heizkosten ein. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehlen wir einen Blick auf unsere Themenseite smarte Heizkörperthermostate. Dort finden sich viele Einzeltests, die wir im Vergleichstest smarte Heizkörperthermostate zusammengefasst haben.

Für die Installation nimmt einen die gute Smart-Home-App von Bosch an die Hand. Schritt für Schritt zeigt sie unmissverständlich und auch für Anfänger geeignet, was zu tun ist: Konto anlegen, Bridge anschließen, etwa 10 Minuten auf ein Update warten, Batterien in das Thermostat einsetzen, QR-Code scannen und Thermostat an den Heizkörper anschließen. Das ganz dauerte in unserem Fall inklusive Update etwa 20 Minuten. Das Installieren des Tür-/ Fensterkontakt ging ähnlich schnell von der Hand. Im Internet berichten Nutzer jedoch davon, auf das Update auch schon länger gewartet zu haben.

Bosch Smart Home Installation (36 Bilder)

Vor der Installation des smarten Ventils am Heizkörper brauch man keine Angst zu haben. Falls sich die Sicherungsschraube des alten Ventils nicht per Hand löst, benötigt man eventuell eine Rohrzange. Das smarte Heizkörperthermostat von Bosch wird dann nur handfest angezogen. Sollte es nicht passen, legt Bosch ein paar geläufige Adapter bei. Alternative Adapter für besonders exotische Heizkörper findet man für wenige Euro im Handel. Einen Wasserschaden braucht niemand zu befürchten, das der Wasserkreislauf auch mit abgeschraubtem Ventil geschlossen bleibt.

Die Design-Abteilung hat sich bei den Bosch Heizkörperthermostaten Mühe gegeben, wenn auch nicht jedes Teil gelungen scheint. Sie sind zwar größer als die superschicken Tado Thermostat V3+ (Testbericht), aber dennoch bei weitem nicht so unförmig wie die Comet DECT (Testbericht). Bosch setzt auf eine eckige Form mit abgerundeten Kanten und einem abgeschrägten Kopfende, auf dem sich drei große, gut ertastbare Druckknöpfe befinden. Plus und Minus regulieren die Temperatur, der dritte Kopf schaltet zwischen Dauertemperatur und Zeitschaltuhr hin und her.

Bosch smartes Heizkörperthermostat (8 Bilder)

Das untere Viertel kommt in mattem Silber und legt nach hinten geschoben das Batteriefach frei. Dort finden die zwei mitgelieferten AA-Batterien Platz. Außerdem versteckt Bosch hier den QR-Code, der bei der Installation gescannt werden muss. Die Batterien sollen laut Bosch eine Heizsaison durchhalten. Einen Bajonette-Verschluss gibt es nicht, in den meisten Fällen wird man das Heizkörperthermostat vom Heizkörper entfernen müssen, wenn man die Batterien wechseln will. Von der Verwendung von Akkus rät der Hersteller ab.

Das Design der Bosch Heizkörperthermostate ist gelungen, sein LC-Display weniger. Zwar ist es hintergrundbeleuchtet, leider kommt es dennoch mit einer schlechten Blickwinkelstabilität. Bereits ab einem Winkel von 45 Grad oder mehr ist es kaum noch ablesbar. Gerade bei einer Montage unter einem Fensterbrett ist sein Inhalt dann nur noch über App einsehbar. Auch ist es nicht möglich, bei einer Über-Kopf-Montage den Displayinhalt um 180 Grad zu drehen.

Die Bosch-Smart-Home-App gehört mit zu den besten aller von uns getesteten smarten Heizkörperthermostate. Die Raumtemperatur regelt man durch das Verschieben einer Heizleiste zwischen 30 und 5 Grad. Ein kleines Raketensymbol dreht sofort auf Maximum. Bei der Zeitschaltuhr bestimmt der Nutzer zunächst eine Heiz- und eine Spartemperatur. Auf einem 24-Stunden-Kreis verschiebt, teilt und löscht man nun komfortabel nach Lust und Laune die Heizzeiten. Auf Wunsch kann man so jeden Wochentag einzeln individualisieren, das Kopieren einzelner Wochentage erleichtert dabei die Arbeit.

Im Batteriefach versteckt sich auch der kleine, zur Installation notwendige QR-Code.

Sehr gut hat uns auch gefallen, dass man mit wenigen Schritte Szenarien und Automationen über Wenn-, Und-, Dann-Befehle bestimmt. Dabei kann man auch seine Philips-Hue (smarte Licht per App im Test) in das System einbinden. In unserer Testautomation sollten beim Öffnen der Wohnungstür die Philips-Hue-Leuchten im Wohnzimmer blinken und die Heizung im Flur für 20 Minuten heizen. Die Einrichtung dauerte nur eine Minute.

Die Integration von Google Home und Alexa ist kein Problem. Um die Heizkörper auch außerhalb des eigenen WLANs zu regeln, muss der Nutzer zunächst die entsprechende Option in der App freischalten. Bosch verspricht, die Daten nur verschlüsselt zu senden.

Nach dem Verstellen der Uhrzeit via App oder direkt am Heizkörperthermostat dauert es knapp eine Minute, bis das Ventil auf- oder zudreht. Der Motor ist dabei deutlich zu hören, im Schlafzimmer könnten sich einige Nutzer davon gestört fühlen.

Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set kostet aktuell etwa 200 Euro. Allerdings war es während Aktionen auch schon für unter 150 Euro zu haben. Es besteht aus zwei smarten Heizkörperthermostaten, einen Tür-/ Fensterkontakt und einer Bridge. Die Thermostate brauchen dabei unbedingt die eigene Bridge. Die einzelnen Thermostate kostet gut 40 Euro, ganz selten mal um die 35 Euro. Der Tür-/Fensterkontakt kostet 29 Euro, reduziert etwa 25 Euro.

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Bosch Raumklima Starter-Paket, Set (8750000005)

Bosch Smart Home Funk-Heizkörperthermostat (8750000002)

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Bosch Smart Home Contact AA, Schließ-/Öffnungssensor (8750000003)

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Das smarte Heizkörperthermostat von Bosch gefällt uns richtig gut. Es schaut gefällig aus, installiert sich auch für Anfänger nachvollziehbar und einfach. Die App ist fantastisch. Gerade die bei anderen Apps teilweise umständlich gelöste Programmierung der Heizzeiten geht hier wunderbar einfach von der Hand. Auch bietet die App viele Möglichkeiten der Automation. Abzüge gibt es wegen seines schlecht ablesbaren Displays und des insgesamt recht hohen Preises.

Alternativen zum Bosch Heizkörperthermostat gibt es zahlreiche. So sollten sich Interessenten auch die Wiser Heat Thermostate (Testbericht) und die Tado Thermostat V3+ (Testbericht) genauer anschauen. Wer eine Fritzbox hat und auf die zusätzliche Bridge verzichten möchte, sollte sich die beiden zueinander kompatiblen AVM Fritzdect 301 Thermostat (Testbericht) und Comet DECT (Testbericht) genauer anschauen. Mehr Informationen dazu gibt es im Vergleichstest smarte Heizkörperthermostate.

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