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Belkin Boost Up im Test: kabelloser Luxus-Lader

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Die Boost Up von Belkin ist eine rund 60 Euro teuere Wireless-Charging-Station zum drahtlosen Aufladen von Qi-fähigen Smartphones und -Tablets. Zusammen mit Apple wurde es speziell für das iPhone entwickelt. Doch kann es etwas, was andere Wireless Charger nicht können? Die Antwort im Test von TechStage.

Die Verpackung des Boost Up ist weiß. Kein Wunder auch, denn Apple bewirbt die Ladestation ganz prominent in seinen Geschäften. Der klinische Look ist deshalb nicht überraschend. Wichtig ist, was sich im Lieferumfang befindet. Neben der Mophie Base ist die Belkin Boost Up die einzige Ladestation, die ein eigenes Netzgerät mitbringt. Bei anderen Produkten wie dem Anker PowerPort Wireless 5 Pad (Testbericht) wird lediglich ein Verbindungskabel beigelegt. Das Kabel des Netzgeräts ist einen Meter lang.

Belkin Boost Up: Verpackung
Die Verpackung des Belkin Boost Up: weiß, sauber und schick!

Die Boost Up schaut aus wie ein weißer Kaffeetassen-Unterteller. Als Frisbee eignet sie sich nicht; dafür ist sie mit einem Gewicht von 110 Gramm und einer Höhe von 13 Millimetern zu dick und schwer. Die Ladestation ist im Durchmesser 11,43 Zentimeter lang. Im Vergleich zu anderen Wireless Chargern ist das überdurchschnittlich groß.

Die Verarbeitung der Ladestation wird dem Preis gerecht: nahtlose Übergänge, saubere und klare Linien mit einem Hauch von Apples Designsprache. Zum Einsatz kommt hauptsächlich harter Kunststoff in Glanzoptik. Der Fuß der Boost Up ist gummiert, so wird ein Verrutschen der Ladestation vermieden. Auch auf der Ladefläche sitzt ein dicker Gummi-Ring, der dem Telefon Halt gibt.

Belkin Boost Up: Design
Die Boost-Up-Ladestation ist größer, als vergleichbare Produkte.

Die Belkin Boost Up verfügt über eine große Sendespule mit einer Leistung von 7,5 Watt. Das ermöglicht eine marginal schnellere Ladung. Zu den kompatiblen Geräten zählen, obwohl das Dock eine gemeinsame Entwicklung von Apple und Belkin ist, das Samsung Galaxy S8 (Testbericht), das Galaxy Note 8 (Testbericht), die neuen iPhones von Apple und viele mehr.

Ursprünglich unterstützten die iPhones nur Wireless Charging bis 5 Watt, mit dem Software-Update auf iOS 11.2 nimmt die Ladestation nun auch 7,5 Watt auf. Der Effekt der Schnellladung ist allerdings kaum der Rede wert. Nach einer Stunde Ladezeit betrug der Akkustand des iPhone X 46 Prozent, ohne Quick Charge waren es nach der gleichen Zeit 38 Prozent mit einem herkömmlichen Wireless Charger.

Das drahtlose Aufladen des Smartphones ist auch mit einer Schutzhülle aus Kohlefaser problemlos möglich. Auch andere Cases aus Kunststoff funktionieren in unserem Test tadellos, man muss die Hülle also nicht abnehmen. Mit einem Outdoor-Case von Speck, dessen Rücken 6,1 Millimeter dick gepolstert ist, lässt die elektromagnetische Induktion allerdings spürbar nach. Ganz schwierig bis unmöglich wird das drahtlose Laden bei Metall-Schutzhüllen, zum Beispiel für magnetische Halterungen im Auto.+

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Eines der Qualitätsmerkmale der Belkin Boost Up ist ein integrierter Wärmesensor, der im Falle einer Überhitzung die Ladestation ausschaltet. Bei simplen Wireless Chargern für wenig Geld fehlt diese Funktion.

Eine auf 3 Uhr platzierte LED leuchtet in Grün auf, wenn das Qi-fähige Smartphone mit voller Leistung aufgeladen wird. Ungünstig: Mit einem schrägen Blick ist die Farbe respektive das Leuchten nicht zu erkennen. Mit mehr Helligkeit oder größeren Winkeln wäre das Status auch aus größere Entfernung erkennbar.

Belkin Boost Up: Fußmatte
Der Fuß der Belkin Boost Up ist gummiert.

Die Leistungsaufnahme des Belkin Boost Up liegt im Standby bei 0,8 Watt. Das kommt hauptsächlich vom etwas größeren Netzteil und dem eingebauten Trafo. Wird ein Smartphone auf die Ladefläche abgelegt, steigt die Leistungsaufnahme auf 9,2 Watt.

Geht man von einer exemplarischen Nutzung von 8 Stunden Ladung pro Tag auf ein ganzes Jahr aus, so verbraucht die Belkin Boost Up 26,79 kWh auf 365 Tage. Bei einem Arbeitspreis von 0,29 Euro sind das insgesamt exakt 7,77 Euro. Im Vergleich: Das Aufladen eines iPhone X mit dem Lightning-Kabel im gleichen Kontext kostet weniger als 5,80 Euro. Der Unterschied ist spürbar, aber nicht wirklich relevant.

Das Belkin Boost Up ist eine Ladestation für 60 Euro. Sie tut, was sie soll: Smartphones drahtlos aufladen. Die Verarbeitung ist zwar gut, aber auch nicht elefantös besser als bei günstigeren Wireless Chargern. Mit der Schnellladefunktion verschafft man sich keinen großen Vorteil. Wer viel Wert auf Sicherheit legt, der wird den Hitzesensor zu schätzen wissen. Darüber hinaus verspricht Belkin im Schadensfall eine Garantie für Geräte bis zu einem Wert von 2000 Euro.

Welche Ladestation soll man kaufen: billig oder teuer? Die Kernfunktionalität wird über all souverän gelöst. Alles andere ist Schnickschnack.

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