TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Beleuchtetes Gaming-Headset GTX 410 von Trust im Test

1
von  // 

Satter Sound, gutes Mikrofon, bequemer Sitz – das alles muss ein vernünftiges Gaming-Headset mit sich bringen. Wir zeigen, wie sich das Modell GTX 410 von Trust in der Praxis schlägt.

Beim Zocken ist ein gutes Headset ähnlich wichtig, wie ein Gaming-PC (Kaufberatung) und ein schneller Monitor (Ratgeber). 2018 haben wir bereits einige Top-Modelle in der Preisklasse zwischen 120 und 300 Euro getestet (Vergleichstest).

Nun stellen wir uns der Frage, ob nicht auch günstige Headsets bis 100 Euro ausreichend sind. Nach dem Kraken V2 Pro von Razer (Testbericht), dem Logitech G432 (Testbericht), dem Corsair HS-50 (Testbericht) und dem Sennheiser GSP 300 (Testbericht) folgt nun der Einzeltest des günstigen GTX 410 von Trust. Weitere Modelle und ein abschließender Vergleichstest folgen in den nächsten Wochen.

Das Design des schwarzen Headsets ist kantig und futuristisch. Neben der Formgebung und der auffälligen Klavierlack-Oberfläche, ist auch eine blaue LED-Beleuchtung an Mikrofon und den Ohrmuscheln verbaut. Das ist ganz klar eine Frage des Geschmacks. Wir haben es gerne etwas weniger auffällig und verzichten in der Praxis auf die Beleuchtung.

Der Bügel des Mikrofons ist flexibel.

Das Headset ist stabil und ordentlich verarbeitet. Der in der Größe verstellbare Bügel besteht aus Metall. Ebenso wie die beiden Gelenke zum Einklappen der Ohrmuscheln während des Transports. Der Rest des Headsets besteht zum größten Teil aus glänzendem, schwarzem Kunststoff und ein paar Details in Chrom-Optik. Das GTX 410 sieht zwar auf den ersten Blick hochwertig aus, fühlt sich allerdings nur mittelmäßig hochwertig an. Das Hauptproblem des Headsets ist die für Kratzer und Fingerabdrücke anfällige Oberfläche. Außerdem wirkt der Kunststoff wie ein Magnet für Staubpartikel.

Die Polsterung des Bügels und der Ohrmuscheln besteht aus Kunstleder. Die fest verbauten, runden Ohrpolster sind angenehm weich. Auf der Außenseite der Kopfhörer prangt das Trust-GTX-Logo.

Die Fernbedienung ist recht klobig.

Das Mikrofon und das Kopfhörerkabel sitzen an der linken Ohrmuschel. Das kombinierte USB-Klinken-Kabel ist mit einem schwarz-blauen Gewebeschlauch ummantelt. Der Vorteil der Gewebe-Ummantelung ist die höhere Belastbarkeit und die Tatsache, dass das Kabel nicht so schnell verheddert. Die darin integrierte Kabelfernbedienung zur Regulierung der Lautstärke und zur Deaktivierung des Mikrofons ist für unseren Geschmack zu klobig.

Mit seinen Maßen von 20 × 10 × 22 cm (B/T/H) ist das Headset etwas kompakter als die Konkurrenzprodukte von Corsair oder Razer. Das Gewicht beträgt inklusive des Klinken-Y-Kabels 359 g. Damit ist das Headset angenehm leicht und stört auch bei langen Gaming-Sessions nicht.

Das Headset verfügt über zwei getrennte 3,5-mm-Klinkenstecker für Mikrofon und Kopfhörer sowie einen USB-Stecker für die Stromversorgung der LED-Beleuchtung. Wer nur einen kombinierten Kopfhörer- und Mikrofoneingang am Rechner hat, greift auf das im Lieferumfang enthaltene Y-Kabel zurück. Das Kabel des Headsets ist mit einer Länge von 2 m durchschnittlich lang. Wer den PC unter dem Schreibtisch stehen hat, sollte sich aus Gründen der Bequemlichkeit trotzdem eine Verlängerung zulegen. Eine Schutztasche gehört nicht zum Lieferumfang.

Der USB-Stecker ist lediglich für die LED-Beleuchtung zuständig.

Die Audioqualität des GTX 410 ist hinsichtlich des niedrigen Preises erfreulich gut. Insgesamt ist der Sound zwar etwas basslastig und hat Schwächen im Mitteltonbereich, das ist aber typisch für Gaming-Headsets. Selbst bei hoher Lautstärke kommt es zu keinerlei Verzerrungen. Die maximale Lautstärke dürfte nach unserem Geschmack allerdings ein Ideechen lauter sein. Wer sein Headset vorwiegend für Musik nutzen möchte, sollte grundsätzlich nicht zu einem Gaming-Modell greifen.

Der Klang des klappbaren Headsets ist ordentlich.

Die Abschirmung nach außen ist mittelmäßig. Zwar werden Umgebungsgeräusche durch die Polsterung abgemildert, vollkommen abgeschirmt ist man aber nicht. Uns gefällt das gut, da man so auch noch etwas von seiner Umgebung mitbekommt.

Das nach Oben wegklappbare Mikrofon macht insgesamt einen ordentlichen Job. Hintergrundgeräusche sind für die Gesprächspartner zwar hörbar, aber nicht störend. Der Klang der Stimme ist deutlich und unverzerrt. Die Positionierung des Mikrofons ist dank des flexiblen Mittelteils sehr einfach.

Wer will, verzichtet auf die blaue LED-Beleuchtung.

Das GTX 410 trägt sich angenehm und unauffällig; auch über einen langen Zeitraum. Im Test stört das Headset auch nach mehreren Stunden nicht – allerdings beginnen wir nach langen Sessions unter den Ohrpolstern zu schwitzen. Hier wäre ein Stoffbezug deutlich praktischer, als der aus Kunstleder.

Das futuristisch anmutende Headset GTX 410 von Trust bekommt eine Low-Budget-Kaufempfehlung. Wer ein Headset mit vernünftigem Mikrofon und insgesamt ordentlichem Klang sucht, bekommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten. Die aus unserer Sicht störende LED-Beleuchtung funktioniert nur bei angeschlossenem USB-Stecker, weshalb wir diesen in der Praxis nicht nutzen.

Wer einen sehr harmonischen und weniger basslastigen Sound möchte, sollte zu einem anderen Modell, wie dem GSP 300 von Sennheiser (Testbericht), greifen. Soll es ein Modell in weniger futuristischem Look sein, sind die Gaming-Headsets von Corsair (Testbericht) und Razer (Testbericht) interessant.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige